Sunday Colours: Über Identität, Armut und Design


Ach, Glasgow! Der mit 620 000 Einwohnern größten Stadt Schottlands wurde ja bereits vieles  klischeehaft angedichtet. "Ungeschliffener Rohdiamant", "hässliche Schönheit", eine "Insel in Schottland, die so ganz anders ist als der Rest". Oder wie wär's mit ein paar Fakten: "Unesco City of Music in 2018"? Eine Stadt, in der jeder poplige Straßenmusiker Klassen besser klingt als viele so genannte "Popstars"...?

Soll ich noch ein paar Stichworte einwerfen? Slums, Kriminalität und Alkoholismus? Och aye!!! Tatsache ist, dass der Film "Trainspotting" Mitte der 90er Jahre größtenteils in Glasgow gedreht wurde, obwohl der eigentlich in Edinburgh spielt. Weshalb? Ganz einfach: Edinburgh war halt viel zu hübsch! Da passte die "Asi-Schwester" Glasgow mit ihren - metaphorisch gesprochen - tiefen Falten, schwarzen Augenringen und fettigen Haaren natürlich gleich viel besser ins Bild der im Film beschriebenen Drogenszene.


Aber inzwischen ist Glasgow ja hip und urban und nennt sich "Scotland with style“! Ha! Und - na ja... fast trifft es auch zu. Aber eben nur fast, denn nach wie vor sieht man schlicht und ergreifend viel zu viele Menschen auf den Straßen, denen man einfach von weitem schon ansieht, dass sie nicht gerade das große Los im Leben gezogen haben. Ihr wisst schon, was ich meine. Und während alle hippen Schickis und Selfies machende Touris in Edinburgh die Royal Mile rauf und wieder runter pesen, hab ich mich klammheimlich hierher gestohlen... in die Stadt, in der weniger das Designer-Täschchen und mehr die Plastiktüte vom Discounter den Style bestimmen... 😀


Eine Stadt, in der irgendwer einmal der Reiterstatue des Duke of Wellington vor der Gallery of Modern Art ein Verkehrshütchen aufsetzte - was inzwischen zu einer Art Markenzeichen wurde. (Übrigens sind in Glasgow alle Museen und Ausstellungen, und viele Konzerte und sonstige Veranstaltungen kostenfrei. Das Volk mag arm sein, aber es soll ja deshalb nicht verblöden!) Na ja, London hat den Big Ben, Paris den Eiffelturm, Rom den Petersdom... Ihr seht schon, worauf ich hinaus will. Glasgow hat eben scheinbar nichts zu bieten außer einer Statue mit einem albernen orange-weiß gestreiften Verkehrshütchen auf dem Kopf! 



Aber nein, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Glasgow hat natürlich sehr viel zu bieten. Es glitzert und funkelt vielleicht nicht so auf Anhieb, und es ist auch nicht pittoresk, mittelalterlich, königlich und Harry-Potter-Winkelgassen-mäßig wie das poshe Edinburgh. Die Lebenserwartung hier ist noch immer die niedrigste in der gesamten EU (stimmt übrigens wirklich! Krass, oder? Man nennt es den "Glasgow-Effekt", was so ungefähr bedeutet, dass besonders Menschen, die dem Teufelskreis Arbeitslosigkeit, Depression, schlechter Ernährung und Alkohol nicht entkommen können, davon betroffen sind...).

Aber auch, wenn die Stadt ein wirklich deprimierendes, ungeschminktes, zweites Gesicht hat: sie muss auch gar nicht glitzern und funkeln, denn Glasgow hat genug Menschen hervorgebracht, die leuchten. Und deren Werk die Zeit überdauert. Aber erstmal ein paar Eindrücke aus dieser widersprüchlichen schottischen Metropole... 










Der Archäologe, Historiker, Autor, Naturschützer und Fernsehmoderator Neil Oliver erklärt
in bezauberndem schottischen Slang die Geschichte Glasgows
(leider nur durch den Kopfhörer, aber trotzdem DER Grund, die Bustour mitzumachen 😍!!!)


Die Menschen prägen Glasgow - und einen ganz besonderen Menschen, den diese Stadt hervorgebracht hat, möchte ich Euch hier kurz vorstellen: es ist der 1868 in Glasgow geborene und 1928 in London verstorbene Architekt, Innenarchitekt, Designer, Maler und Grafiker

CHARLES RENNIE MACKINTOSH

der als einflussreicher Vorläufer und Protagonist der Modern Art gilt. Seine streng gestalteten Stühle mit hoher Lehne wurden zu Design-Ikonen und werden bis heute nachgebaut.










"Die Stühle von Charles Rennie Mackintosh sind gespenstisch. Sie sind Erscheinungen.
Sie stellen Menschen in den Schatten. Sie besitzen mehr Kraft und Identität als irgendwer im Raum."
(Ada Louise Huxtable)

Charles Rennie Mackintosh von einem Künstler auf eine Glasgower Hausfassade gesprüht


Und ich wär ja nicht ich und dies wär kein Fashion-Blog, wenn ich nicht natürlich noch ein vom ollen Charlie Mackintosh beeinflusstes OUTFIT zeigen würde... nicht in Glasgow aufgenommen, sondern im nahen LINLITHGOW, wo ich mich in einem hübschen kleinen Häuschen eingemietet hatte - so schnuckelig, dass ich gar nicht mehr weg wollte! - und zwar genau vor dem Linlithgow Palace (für alle "Outlander"-Fans: das "Wentworth-Gefängnis"! Ich wusste es wirklich nicht, bis ich davor stand und ein eigenartiges Déjà-vu hatte 😀!!).

Ich wollte wirklich keine Tasche mehr kaufen, hab aber diese Nachbildung von Mackintosh's "ROSE & TEARDROP" - Design gesehen - und war hin und weg. Musst ich natürlich haben.









ROSEN UND TRÄNEN


Nächsten Sonntag sehen wir uns ein letztes Mal in Schottland... da gibt es nämlich ein "Colours of the World" - Special zu Schottland (unter anderem mit Bildern aus dem meiner Meinung nach inzwischen völlig aus dem Ruder gelaufenen poshen EDINBURGH...). Verlinken könnt Ihr Euch dann auch, und zwar mit Tartan, Tweed und allem, was Euch sonst noch zu diesem Land einfällt...😁 bis dahin wünsch ich Euch allen eine tolle Woche!


Kommentare

  1. Ein wundervoller Text für diese Stadt, er war super interessant zu lesen. Dein Outfit steht dir hübsch, das rote Täschchen gibt das Maren-Extra, die Farben sind herrlich. <3

    Liebe Grüße

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    1. Vielen Dank! :-)) Ja, stimmt, das Maren-Extra, das hast Du schön gesagt :-)

      Liebe Grüße <3

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  2. mackintosh!!! seufz**** du weist, ich liebe den jugendstil, besonders die englische version (neben der wiener) - wohne ja sogar in der arme-leute-version eines jugendstil-hauses :-D
    glasgow is mir sehr sympahisch, selber (materiell) arm, fühle ich mich an solchen orten viel wohler - auch weil die schlicht authentischer sind als die "disneylands" dieser welt aka beliebte touri-spots.... nur wenige städte schaffen es, ihren charme zu bewahren unter dem ansturm der massen.....
    dein anzug ist auch authentisch! und schöööön!!! und sogar "jugendstilig", nicht nur wg. der tasche! <3
    xxxxxx

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    1. Ich weiß, war mir klar... :-D
      Und mit Glasgow geht's mir schon immer genau so, die Stadt ist einfach klasse, irgendwie auch immer neu, immer in Veränderung, während so mancher Touri-Spot in sich selbst versumpft und zum Museum wird...
      Vielen Dank <3 Und dass Du den Anzug zu "jugendstilig" erklärst, ehrt mich sehr <3
      xxxxx

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  3. Oh Jugendstil, das hätte ich auch gern angeschaut. Und klar musstest Du die Tasche haben, das ist was ganz besonderes. PAsst so wunderbar zu Deinem Outfit . Danke Dir für die tollen Fotos und die vielen FAkten zu Glasgow. ICh würds mir auch anschauen.
    Bin gespannt auf nächsten Sonntag ;) liebe Grüße tina

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    1. Ja, es ist sehr hübsch... ich hätt ja auch gern ein paar dieser schicken Möbel :-D Ich muss leider sagen, dass Edinburgh mich diesmal irgendwie enttäuscht hat. Da fand ich Glasgow irgendwie besser, authentischer. In Edinburgh hat man ja fast schon einen "Venedig"-Effekt...!
      Liebe Grüße, Maren

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  4. Liebe Maren, du hast eine ganz wunderbare Art, uns die Eigenheiten und Besonderheiten einer Stadt nahe zu bringen und bei diesem Text hast du es wieder einfach toll geschafft. Glasgow war für mich bisher nur ein Name von einer Stadt da oben im Norden, aber auch wenn ich noch immer nicht dort war, so habe ich jetzt dennoch einen Eindruck von den Gegebenheiten und vom Flair bekommen. Vielen Dank auch für diese tollen und beeindruckenden Bilder. Wie witzig ist doch dieser Duke mit Verkehrshütchen auf dem Kopf, wie interessant sehen doch diese Stühle aus und wie perfekt passt doch diese Tasche zu dir. Schön, dass du so wieder eine tolle Reiseerinnerung hast.
    Genieße einen wunderbaren Abend und alles Liebe

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    1. Liebe Gesa, vielen Dank! Das ist ein tolles Kompliment, und ich weiß es echt zu schätzen. Aber wie gesagt, alles ist subjektiv, und auch irgendwie stimmungsabhängig. Deshalb sollte man sich immer selbst einen Eindruck verschaffen... den Duke finde ich auch witzig, und das erste, was ich in Glasgow macht, ich hab nachgeschaut, ob er noch immer sein Hütchen aufhat :-)
      Danke, ich wünsch Dir eine wunderbare Woche! Alles Liebe

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  5. Ach weißt Du. So schlimm klingt das für mich gar nicht. Ich glaube es ist besser ein armes, glückliches, pulsierendes Leben zu führen. Kannst rauchen und saufen was Du willst, weil alt wirst eh nicht. Kannst die Konzerte besuchen und brauchst Dir Deine Stadt nicht mit Eimerweise Touris zu teilen. Weiß auch jeder Doofe, dass er sich selbst das eh nicht leisten könnte.
    Ich war noch die da. Aber ich glaub ich mag Glasgow. Lach. Und die Idee dem Reiter das Hütchen aufzusetzten, die könnte in der Tat auch von mir stammen.
    BG Sunny

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    1. Ja, stimmt, irgendwie hast Du Recht. Andererseits, je älter ich werde, desto mehr häng ich halt doch am Leben und möchte es verlängern... bzw. nicht gerade verkürzen durch rauchen, saufen, Fastfood... wie ich es in Schottland mehrfach gesehen habe.
      Ich glaube auch, Du würdest Glasgow mögen. Hihi, und das mit dem Hütchen waren bestimmt ursprünglich irgendwelche betrunkenen Studenten...
      Liebe Grüße, Maren

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  6. Ist klar, dass Du keine Tasche kaufen wolltest ;-))). Irgendetwas zog Dich mal wieder magisch dahin. Herrlich. Ich brauche ehrlich gesagt auch kein Urlaubsziel, wo der Großteil an Frauen mit Designerhandtaschen herumlaufen. Manchmal kann das Schlichte und Einfache auch eine Wohltat sein. Ich fand Deine ausführlichen Bericht wieder sehr interessant. Und Dein farbenfroher Look sieht klasse aus. Komm in aller Ruhe Zuhause an und lass alles gaaaanz ruhig angehen, damit die Erholung so lange wie möglich anhält.
    LG
    Ari

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    1. Nein, echt, denn ich hatte ja schon zwei gekauft ;-)) Danke Dir, Du verstehst es! :-)
      Vielen Dank, ich hab mich noch immer nicht dran gewöhnt, dass ich jetzt wieder im "Alltags-Modus" sein soll, bin immer noch im Urlaubsmodus... aber ich werd Deinen Tipp beherzigen! :-)
      Liebe Grüße
      Maren

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  7. Liebe Maren, zumindest scheint Glasgow doch in Teilen sehr echt zu sein und was Sunny schreibt, da ist auf jeden Fall auch etwas dran. Dass viele Teile von Trainspotting in Glasgow gedreht wurden, wusste ich nicht, und finde das besonders spannend, da ich Trainspotting irgendwie nie vergessen werde. Und diese unglaublichen Stühle, wow! Dass Du der Tasche nicht widerstehen konntest, ist gut, denn Rosen und Tränen in der Kombi sind unschlagbar. Absolut super finde ich auch Deinen Look, denn ich finde grün und blau die perfekte Zusammenstellung mit der Tasche hast Du noch das I-Tüpfelchen dazu!
    Hoffentlich bist Du wieder gut daheim angekommen und das Einwöhnen ist okay.
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Liebe Rena, ja, ich finde auch, dass da was dran ist... einerseits. Andererseits hab ich in Schottland allgemein und in Glasgow im Speziellen echt viele Menschen gesehen, die extrem übergewichtig und/oder allgemein sehr ungesund aussahen... und ich selbst hab leider trotz Wandern und allem fast 2 Kilo zugelegt, frag mich nicht. Das ist ja fast schon wie der "USA"-Effekt... also wird jetzt wieder dagegen gesteuert :-) Trainspotting hab ich auch nie vergessen, das waren so beeindruckende Bilder, und auch so furchtbare teilweise...
      Vielen Dank, ich hab mich noch nicht ganz eingewöhnt... aber heute, nach meinem ersten Arbeitstag, ist bestimmt alles wieder beim alten ;-) - und der nächste Urlaub kommt ja bestimmt :-)
      Liebe Grüße, Maren

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    2. Liebe Maren, ... ja, verstehe, das gibt natürlich zu denken, was Du gesehen hast. Vielleicht gibt es auch in Schottland wirklich den "USA"-Effekt? Ich bin mir sicher, die 2 Kilo hast Du gleich wieder weg in München.
      War Deine erste Arbeitswoche eine gute und es ist nur im besten Sinne "alles beim Alten". Liebe Grüße!

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  8. Fantastisch! Die Fotos sind wie immer wunderschön!
    Glasgow ist nicht mehr auf meiner Reiseliste, aber ich bin froh, dass ich einmal dort gelandet bin! Landschaft und Menschen sind einfach toll, auch wenn ich nur die Hälfte verstehe was sie sagen! Vor allem in kultureller Hinsicht hat die Stadt sehr viel zu bieten.
    Deine Tasche ist ja auch so genial! Ich kann dich so gut verstehen, dass du da nicht widerstehen konntest. ;)
    Ein wundervoller Beitrag von dir, vielen Dank!
    Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche,
    Claudia

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    1. Vielen Dank, Claudia!
      Hihi, ich hab mehrmals an Dich gedacht, denn gerade der Dialekt in Glasgow ist ja besonders "schlimm". Stimmt, in kultureller Hinsicht ist die Stadt wirklich super!
      Danke, jetzt hab ich meine "Ländertaschen-Sammlung" wieder erweitert...
      Gerne <3
      Dir auch liebe Grüße und eine wunderbare neue Woche!
      Maren

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  9. Hallo liebstige Maren,
    na da habe ich heute aber ordentlich was g'lernt! Was vielleicht damit zu tun hat, dass ich Glasgow bei meiner Schottlandreise in den 1980ern nicht kennengelernt habe. Da stand nur Edinburgh auf dem Programm. Und als wir in Wien beim Rura-Konzert waren (schottische Folkrock-Band) haben die über Glasgow ziemlich abgelästert ;-) Dabei haben die Glasgower zwar offenbar keine hohe Lebenserwartung, aber zumindest Humor, wenn ich mir die Sache mit dem Verkehrshütchen so überlege. Das war vermutlich eine "b'soffene G'schicht" (wie unser Ex-Vizekanzler seine Entgleisung bezeichnete), also in diesem Fall eine wohl im nicht nüchternen Zustand erfolgte nächtliche Erkletterung der Statue mit darauffolgender Verunzierung derselben - und hätte vermutlich so ziemlich überall auf der Welt dazu geführt, dass man das Hütchen so schnell wie möglich wieder entfernt. Nicht so in Glasgow, da wird's zum Wahrzeichen. Herrn Mackintosh kannte ich bisher auch nicht wissentlich - nur den McIntosh (Apfel) und den Macintosh (Apple)... obwohl ich diese Stühle natürlich schon gesehen habe. Und ich kann verstehen, dass du diese Tasche wolltest! Rot und grün und dieses Muster - na aber HALLO; da wäre vermutlich sogar ICH schwach geworden, ganz ohne Hintergrundkenntnisse.
    Oh, und dann auch noch ein Outfitshooting vor dem "Wentworth-Gefängnis", nicht schlecht! Fesch hast du ausgesehen, vom Broscherl am Ausschnitt bis zu den Schuhen!
    Herzliche Rostrosengrüße und eine schöne Woche!
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/08/nachdenken-und-aktiv-werden.html

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  10. Hallo liebstige Traude, doch, doch - die haben das Hütchen natürlich auch zunächst wieder entfernt. Und rate: ein paar nächtliche Kletterversuche später war's wieder oben! Und so ging's ein paar Mal hin und her bzw. auf- und ab... bis die "Ordnungshüter" aufgaben und es einfach oben ließen. Das ist jetzt aber auch schon mindestens 20 bis 30 Jahre her, glaub ich. Die ursprünglichen B*soffenen könnten also schon das Zeitliche gesegnet haben, laut Statistik (kleiner Scherz!). Und die Folk-Band hat leider irgendwie ja auch Recht. Um es mal mit Del Amitri, auch eine Glasgower Band (Glasgow scheint aus lauter Musikern zu bestehen :-) zu sagen; Nothing ever happens, nothing happens at all! Vielleicht ist es das, für junge Leut einfach nicht genug los? Oder warum ham die gelästert?
    Ja, in Schottland ist leider das Outlander-Fieber ausgebrochen. Ich gönn's den Leuten, die vom Tourismus leben, ja von Herzen, aber gerade Edinburgh wird so langsam zu Disneyland. Leider.
    Herzliche Grüße an Dich, Dir ebenso eine schöne Woche!
    Maren

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    1. Aaah, das waren dann offenbar hartnäckige B'soffene. Aber den Schotten sagt man ja durchaus eine gewisse Sturheit nach ;-) Dass die Behörden in diesem Fall NICHT so stur waren - oder sich vielleicht von jemand "Höherstehenden" davon überzeugen ließen, dass man das ja auch als netten Gag verwenden könnte, spricht jedenfalls für Glasgow. Die Leute von Rura sind zwar Schotten, aber über Glasgow haben sie gelästert, weil sie aus Edinburgh stammen, das nach deren Aussage viiiiel besser und schöner ist. Ich kann's wie gesagt nicht beurteilen, ich war nur in Edinburgh, und das war LAAAANGE VOR Outlander, als die Stadt noch "normaltouristisch" war - sprich: Viele Dudelsackspieler, Straßenmaler und Pantomimen. Ist wohl ein (weiteres) Zeichen unserer Zeit, dass Fans von Serien wie Game of Thrones, Outlander & Co. gewisse Orte dermaßen okkupieren, dass man sich als "Anders-Reisende/r" dort nicht mehr wirklich wohl fühlt. Dubrovnik ist ja offenbar auch so ein Fall....
      Ich bin trotzdem neugierig, was du uns über Edinburgh erzählst!
      Alles Liebe, auf bald, Traude

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    2. Hihi, wenn die aus Eednbra kommen, dann ist mir alles klar! Da gibt es so ne "Spaß"-Feindschaft zwischen den beiden Städten... in Glasgow sagt man z.B.: best thing in Edinburgh is the train to Glasgow...!... :-D alles Liebe!

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  11. Mir war nicht bewusst, dass man so schlecht über Glasgow denkt. Ehrlich gesagt, als Kind wollte ich immer dahin. Der Bruder meines Opas wohnt da, hatte in Kriegszeiten sich in eine Schottin verliebt und da geblieben. Leider alle älteren Herrschaften sind gestorben und das "jüngere" Teil der Familie hat kein Kontakt mehr gepflegt (auch wegen Sprachbarriere). Aber interessanter Beitrag! Danke und liebe Grüße!

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    1. Ach, alles, was geschrieben wird, ist eh subjektiv, also muss man nix drauf geben :-) Glasgow ist ne tolle Stadt, finde ich auch! Ich würde immer wieder dorthin fahren, wenn ich in der Nähe bin. Schade, dass die Familie den Kontakt nicht gehalten hat - aber man kann vielleicht wieder damit anfangen?
      Liebe Grüße, Maren

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  12. Liebe Maren! Danke für die tollen Bilder und Infos über Glasgow! Schade, dass ich nicht ´mal hinkomme. Wie Du es vorgestellt hast, könnte es mir super gefallen! Auch die Bilder mit Dir sind klasse geworden und Dein Look passt sehr schön in die Atmosphere... Alles Liebe, Nessy von https://www.salutarystyle.com

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    1. Liebe Nessy! Gerne, ich mag die Stadt einfach sehr und ich kann mir vorstellen, dass sie vielen Menschen gefällt. Vielen Dank! Alles Liebe, Maren

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  13. Liebe Maren,
    schon der Titel Deines Posts klingt so sehr spannend, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen „Über Identität, Armut und Design“. Diese drei Worte so zusammenbringen, finde ich einfach Klasse! Wie machst Du das? Deshalb mag ich sehr Deine Art Geschichten zu erzählen und über die Tiefe und die Oberflächlichkeit, Freude und Traurigkeit so zu schreiben, dass unsere menschlichen Höhen und Tiefen einen (in meinen Augen) gleichwertigen Platz finden. Das Schöne und das Hässliche. Für viele keine leichte Kost, die gerne weggeguckt wird, aber bei Dir findet sie den gebürtigen Platz. Das musste ich an dieser Stelle einfach sagen, weil ich das an Dir sehr schätze:)
    Und so ist Glasgow keine leichte Kost und ich liebe es, so wie ich Schottland liebe, obwohl ich noch nie dort gewesen bin. Frag mich nicht warum, ich weiß es nicht. Es ist eine Kunst, eine Sache der Wahrnehmung und der Einstellung mitten des Unschönes doch auch Funkelndes zu sehen:)

    Das jeder poplige Straßenmusiker besser ist, als die vielen „Stars“, kann ich gut nachvollziehen.
    Da ist Gefühl dabei, welches vielen, die es nicht für die Musik brennen, fehlt. Die Not ist auch eine unglaubliche Kraft, die alles aus einen „Rohdiamanten“ rausholen kann.

    Die Sache mit dem Verkehrshütchen finde ich lustig und letztendlich ganz fehl am Platz finde ich es nicht in Anbetracht dessen, dass der Duke of Wellington vor der Gallery of Modern steht.

    Danke, liebe Maren, für die Bilder und den spannenden Post.
    Alles Liebe und eine gute Zeit, Grażyna

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    1. Liebe Grażyna!
      Ach, Du bist wirklich eine Liebe! Ich bin sowas von gebauchpinselt von Deinem Lob, das kannst Du Dir gar nicht vorstellen :-) Vielen lieben Dank dafür! Ganz ehrlich, ich mach eigentlich gar nicht viel und denk beim Schreiben nicht groß z.B. darüber nach, wie ich welche Worte zusammenstelle. Ich glaube halt einfach, dass die Welt schön und hässlich, arm und reich, schrecklich, korrupt und grausam und wunderbar, großzügig und gut ist! Und ich auch. Und Du auch :-) Wir alle sind alles. Also hab ich die Wahl: es ganz anzunehmen oder Teile abzulehnen. Aber da ich mich nicht zum "Gutmenschen" eigne, der meint, dass er niemals etwas Böses tun könnte, nehme ich halt an, was ist. Und ich will diese Welt annehmen - und mich selbst auch - wie sie ist/wie ich bin. Sonst wär's irgendwie schizophren, verstehst, was ich mein?
      Ich hab Schottland fast mein ganzes Leben lang geliebt, mit Anfang 20 hab ich's dann endlich hin geschafft... daher versteh ich vollkommen, was Du meinst.

      Daher nochmal Danke, liebe Grazyna, für Deinen tollen Kommentar! Dir wünsch ich auch eine gute Zeit und alles Liebe!

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  14. Hallo,
    das war ein schöner, interessanter Einblick in die Stadt Glasgow. Dankeschön. ich finde es toll, dass du dir auch solche Ecken anschaust, die nicht unbedingt touristentauglich sind. So bekommt man einen authentischeren Eindruck von der Stadt, als wenn man nur die Flainiermeilen entlang läuft.
    Herzliche Grüße
    Birgit
    fortyfiftyhappy.de

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    1. Hallo Birgit,
      ehrlich gesagt, es gibt in Glasgow auch nicht unbedingt die "Flaniermeilen" wie vielleicht anderswo :-D. Danke Dir für Dein Lob,
      herzliche Grüße,
      Maren

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