Sunday Colors: das gibt's auf keinem Schiff

"If I could choose the life I please then I would be a boatman" sangen die Levellers Anfang der 90er in einem meiner Lieblingssongs. Darin geht es um jene leise, aber hartnäckige Frage, die sich irgendwann zwischen Alltag und Kalender einschleicht: Was wäre, wenn…?

Oh, wie oft hab ich mir die Frage gestellt, was gewesen wäre, wenn ich eine andere Berufswahl getroffen respektive - wie man gerade bei Sozialpädagogen immer so schön sagt - "was G'scheids gelernt" hätte? Eine Berufung ganz ohne Stoppschilder, dafür mit immer weiter mäandernden Wasserwegen...?

Der Traum von der Bootsfrau soll natürlich jetzt weniger als konkrete Jobidee denn vielmehr metaphorisch verstanden werden. Langsam über stille Kanäle gleiten, irgendwann das offene Meer erreichen, Worte nur dann benutzen, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben. Ein Leben nach Regeln, die niemand erfunden hat, sondern die einfach von Natur aus gelten: Wind, Wasser, Wellen, Gezeiten. Vielleicht ist Freiheit genau das - nicht alles festhalten zu wollen, sondern sich treiben zu lassen, wohin der Strom eben fließt...?


Na ja. Oder so. In der Rückschau sehe ich manches heute erstaunlich nüchtern. Zum einen hätte ich mit meinen Talenten und eben auch mit meinen Unfähigkeiten dieses andere Leben gar nicht führen können. Es wird ja niemand versehentlich Bootsfrau. Des Weiteren hat mich mein Kurs ziemlich genau dorthin gebracht, wo ich heute stehe, und dafür bin ich ehrlich und tief dankbar. Und außerdem (und das ist wirklich entscheidend) bin ich davon überzeugt, dass ich heute genau das tue, was ich eigentlich immer schon am Besten konnte.  

Denn wenn man so will, steh ich doch jeden Tag an Deck und dreh am (Steuer-)Rad. Oft genug schrubbe ich auch die Holzplanken, und zwar nicht die eines eleganten Kreuzfahrtschiffes mit poliertem Messing und Sonnenuntergang am Horizont, sondern eher die eines ausgesprochen merkwürdigen, beinahe sinkenden Kahns in ständiger Schieflage mit multiplen, hochdynamischen Leckagen, welche nahezu im Minutentakt abzudichten sind, aber he, was soll's.


Kein Schul- aber ein HPT-Schiff, welches gleichzeitig auf allen sieben Meeren dahinschippert, jede bekannte nautische Logik ignoriert, ohne Vorwarnung und mitten im Raum an einem ganz normalen Dienstag völlig abdreht. Der Kapitänsplan hängt zwar aus, wird aber von der Besatzung kollektiv ignoriert.

Tja, und während irgendwo mal wieder Wasser eindringt, tauchen an anderer Stelle neue Lecks auf, die zu stopfen sind. Einen ordentlichen Kurs gibt's sowieso nicht, weil die Mannschaft darauf besteht, dass das Ruder heute eigentlich nur zu dekorativen Zwecken genutzt wird. Genau wie die Rettungsboote übrigens. Ts.

Manchmal, wenn ich im Ölzeug völlig durchnässt am Steuer stehe und verzweifelt versuche, die Balance zu halten sowie trotz des heftigen Sturms Zuversicht zu verströmen, denke ich mir natürlich schon "Hätt ich doch bloß was G'scheid's gelernt!" Aber dann löst der hohe Wellengang sich in Nichts auf, die Sonne blitzt durch die Sturmwolken, die See wird wieder ruhiger und trotz aller Absurdität funktioniert alles doch irgendwie. Das ist dann auch schön.

Die Crew und der Kapitän sind natürlich hochkompetent und davon überzeugt, dass Backbord rechts und Steuerbord links ist - pädagogisch gesehen zumindest - was ich stoisch zu ignorieren versuche. Na kommt schon, vor allem bei Sturm und tosenden Wellen heult der Wind doch immer so laut - wie soll ich die Anweisungen da verstehen? Hal-lo, am Ende lenke ich den Kahn eh meistens in den sicheren Hafen, was wollen die also immer von mir...? 😂

Aber während die jungen Passagiere im Minutentakt zwischen Tiefseeforschung und spontanen Sprüngen von der Reling wechseln, entfährt mir regelmäßig der Ausruf "Das gibt’s doch auf keinem Schiff!!!" Im Ernst. Die Regeln an Bord scheinen eher als freundliche Empfehlung zu existieren, Zuständigkeiten lösen sich bei Kontakt mit Realität schlagartig auf, und Kommunikation folgt einem streng geheimen Code, der irgendwo zwischen Pantomime und Walisch angesiedelt ist.



Ach ja: natürlich fehlt auch die Seekrankheit nicht. Wenn wie wild Seemannsgarn gesponnen wird, Spucketröpfchen wie schlecht gezielte Kanonenkugeln durch den Wind fliegen, zarte Kinderstimmen in den Orkanmodus gehen und alle immerzu kurz vor der Meuterei stehen, muss ich als Bootsfrau dennoch im Auge des Sturms verharren und darf das Steuer keinesfalls loslassen, denn sonst erwischt einen die nächste große Welle und das ganze Schiff wird in tausend Stücke gerissen.
 
Ihr könnt euch vorstellen, wie ich den Landgang am Wochenende genieße, bevor's am Montag wieder losgeht...😂


OUTFIT:

gestreiftes Strickkleid und Stiefel: 2. Hand
Tasche: Ody Lynch, aus London
Pulli: Halara
Thermoleggings: ?
goldene Libelle: von DaSempre


Kommentare

  1. Moin Frau Kapitänin!
    Da kann frau schon mal Seekrank werden bei Deinen Beschreibungen und das beim Lesen am frühen Sonntagsmorgen. Zum Glück an Land!
    Gut, dass Du mit den Hauptregeln: Humor, Selbstbewusstsein und jeder Menge Berufserfahrung das Ruder doch immer in der Hand behältst.
    Denn diese Regeln hast Du in Dir und da können die anderen Schiffsmitglieder nicht gegen an. Im Gegenteil, sie bewundern es!
    Wie ich auch.
    Außerdem natürlich noch Deinen feschen Naturlook mit urbanem Einschlag. Schaut toll aus!
    (Die güldene Libelle hätte auch nicht gedacht, dass sie im Winter mal in ihre natürlichen Bedingungen im Schilf käme...)
    Einen ruhigen Landgang wünscht herzlich,
    Sieglinde

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    1. Moin, Sieglinde!
      Keine Kapitänin, eher Steuerfrau (und die, die das Deck schrubbt, wie gesagt!).
      Vielen Dank, die güldene Libelle mutiert wie auch die rote zu meinen Lieblingsbroschen.
      Selbstbewusstsein, gekoppelt mit viel Bescheidenheit und Demut, würde ich sagen. Sonst wird das nix :-))))
      Danke, der Landgang war wirklich erholsam! Heu geht's gleich mit MVV-Streik los...
      Herzliche Grüße, Maren

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  2. Hi Maren,

    das Lied kenne ich nicht, nur "If I was.." von Ultravox/Midge Ure. Das find ich auch schön.
    Aber if I was, das habe ich mir bisschen abgewöhnt zu denken. Denn wer weiß, was einem da alles auf seinem Weg entgegengekommen wäre, und wie oft man die Richtung hätte ändern müssen. Nur geradlinig wärs bei mir nie gewesen.

    Deine Kinder können froh sein, dass sie so eine erfahrene Steuerfrau haben, die das Schiff durch Wind und Wetter bringt. Manchmal ein bisschen ins Wasser hüpfen, mit den Delphinen schwimmen, dann wieder an Bord, Deck schrubben, in die Takelage klettern. Gehört dazu.
    Dein Schiff heißt sicher nicht Titanic und auch nicht Bounty.

    Bevor du jetzt denkst, ich bin vollkommen bekloppt, hör ich auf.

    Ich habe mit dem Puzzle angefangen, ist etwas schwierig, wenn man das lange nicht gemacht hat, aber es macht Spaß.

    Liebe Grüße,
    immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel,
    Claudia

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    1. Hi Claudia,
      If I was ist halt ein Lovesong und stellt eigentlich nicht die Frage "was wäre wenn", aber Midge Ure ist trotzdem super, keine Frage!
      Ich glaub eh, dass kein Weg geradlinig ist, jeder mäandert so vor sich hin. Ist auch gut so.
      An manchen Tagen schon - Titanic oder Bounty.
      Ich glaub, ein Puzzle würd ich auch gerne mal wieder machen. Ist ja bestimmt wie Tetris am PC, bloß analog.
      Liebe Grüße und Ahoi,
      Maren

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  3. Liebe Maren einen wunderschönen Sonntag und danke für deinen geistig geführten Streifzug durch das Leben. Für den einen ist es einen Achterbahn für einen anderen ein Weg, durch die Wüste oder durchs Gebirge. Aber die Bootsfahrt hat was, und lässt uns ein Stück bei dir mitfahren. Mitgerissen von deinen Gedanken befinde ich mich gerade auf dem Piratenschiff. Manchmal schickst du uns eine Postkarte, und manchmal nimmst du uns auch ein Stück auf deiner Fahrt mit. Jedenfalls sehr tiefgründige Gedanken und toll wie du deinen Wellen meisterst.Danke für deinen vielen Inspirationen auch in punkto Kleidung und Schmuck. Die Libelle ist wohl Wendy aus Peter Pan. In diesem Sinne einen gute Fahrt in die neue Woche herzlichst Dunja

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    1. Liebe Dunja, sehr gerne!
      Der Text entstand, weil ich am Samstagnachmittag immer noch nicht wusste, worüber ich schreiben sollte. Manchmal ist das so, vor allem, wenn ich außer Arbeit und ein kurzes Wochenende kaum Zeit habe... :-)))
      Stimmt, der Vergleich mit Wendy ist sehr gut! :-)))
      Vielen Dank, dir auch eine gute neue Woche, liebe Grüße Maren

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  4. Du hebst den "Was-wäre-wenn-Gedanken" auf ein ganz neues Level 😄 - da kann ich noch was lernen, wo ich doch gerade versuche, mir nicht so sehr einen Kopf zu machen. Lustigerweise meinte mein Mann erst kürzlich, dass er doch als Bootmann ganz glücklich hätte sein können. Ich bleibe lieber bei meinem Dasein als Landratte bevor ich bei so viel Seegang über Bord gehe!
    Liebe Grüße!

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    1. Hihi, ja ich glaub, der Bootsmann-Gedanke ist gerade bei Menschen beliebt, die viel kommunizieren müssen und eigentlich nicht so die Labertaschen von Natur aus sind...! Vielleicht trifft das ja auf deinen Mann auch zu...? Auf mich jedenfalls... andererseits würde ich das Reden wohl komplett verlernen, wenn ich es nicht täglich müsste.
      Liebe Grüße!

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  5. Den Vergleich mit dem Schiff in unserem Beruf finde ich nicht unbedingt naheliegend, aber interessant. Ich kam mir immer vor wie einStimmungsmacher auf ner Karnevalssitzung, der das Publikum bei Laune halten & immer wieder überraschen musste. Deshalb werde ich auch im nächsten Leben Sängerin und bleibe selbstständig ( wobei ich dem Landesamt für Besoldung & Versorgung nicht böse bin für die gute finanzielle Absicherung meiner alten Tage ).
    Ich hab mein Lebtag immer wieder über nen Kurswechsel nachgedacht. Ja, auch in die (Kinder-)Mode. Letzten Endes habe ich nur dauernd die Schultypen und die Schulen gewechselt. "Was wäre wenn" denke ich nun auf der Zielgeraden nimmermehr.
    Alles Gute an Bord!
    Astrid

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    1. Nein, ich denke mittlerweile auch nicht mehr "was wäre, wenn", denn auch meine Tage im Job sind gezählt. Ironischerwesie hab ich früher lange mit meiner Berufswahl gehadert, dabei hätt ich die Energie gleich in das Engagement umwandeln können, das ich heute besitze.
      Danke, dir auch alles Gute an Land!
      Maren

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  6. Liebe Maren, dein Text hat mich wirklich erwischt. 😂 Diese leise, hartnäckige "Was-wäre-wenn"-Frage kenne ich nur zu gut.
    Ich habe mir seit 1992 unzählige Male ähnliche Fragen gestellt – bei jedem Umbruch, jedem Neuanfang, jedem vermeintlich „verrückten“ Schritt. Und ja, heute bin ich glücklich und zufrieden mit dem, was ich hier erreicht habe, aber manchmal denke
    ich beim Lesen solcher Texte: Wie wäre ich wohl heute, wenn ich meinen Beruf und meine Träume nicht aufgegeben hätte???
    Aber genau wie bei dir bleibt am Ende diese tiefe Dankbarkeit für den Kurs, den das Leben genommen hat – so schräg, stürmisch und ungeplant er auch war. Danke für diesen Gedankenanstoß und die großartige Metapher vom Schiff. 💛
    Gruß & Kuss,
    Claudia

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    1. Liebe Claudia, vielen Dank! Ich glaube, jeder denkende Mensch stellt sich diese Frage öfter, aber ich bin überzeugt, dass es uns auch nicht besser ergangen wäre, wenn wir etwas anderes gemacht hätten. Denn ich bin inzwischen überzeugt: irgendein Haar in der Suppe findet man immer. Wenn sogar Lottomillionäre in Selbsthilfegruppen gehen, weil sie mit dem Reichtum nicht klarkommen... ts. :-DDDD
      Gruß & Kuss Maren

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  7. Das war jetzt witzig zu lesen, und ich kann mir lebhaft vorstellen, dass du dir dann und wann mal die Frage nach diesem "was wäre wenn?" gestellt hast. Das geht wohl uns allen so, glaube ich. Auch ich hatte Phasen, in denen ich alles in Frage gestellt habe. Gebracht hat es nichts, ich bin immer noch da, wo ich immer war. Allerdings muss ich gestehen: müsste ich nochmal von vorne anfangen, ich würde bestimmt nicht mehr den Weg in die Medizin wählen. Denn da hat sich so viel verändert, und leider nicht zum Besseren, dass mich dieses Metier so gar nicht mehr reizt. Frag mich aber nicht, welchen Beruf ich stattdessen ausüben wollen würde. Es gibt zwar einige Anwärter auch die vorderen Ränge, aber wie sagte Oma immer? "Man wechselt nur die Fehler". Recht hat sie.
    Aber weisst du was? In 4 Jahren spätestens winkt die Rente. Und DANN brauche ich mir so gar keinen Kopf mehr zu machen. Höchstens darüber, wie ich mit DER Rente über die Runden kommen soll. Aber bis dahin fliesst ja noch viel Wasser die Sarneraa runter. Und die paar gluckernden kleinen Verwirbelungen und sanften Wellen werd ich doch bestimmt noch aussitzen können. Hoffe ich zumindest. Auch wenn ich darüber im Moment eigentlich gar nicht nachdenken mag. Denn friedliche kleine Bäche können doch auch mal zum reissenden Fluss werden, n'est-ce pas?
    Einen gemütlichen Sonntag dir, herzliche Grüsse!
    PS: so ein Südwester täte dir auf dem letzten Bild aber bestimmt gute Dienste leisten....! 😁

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    1. "AUF die vorderen Ränge"!.Tse.

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    2. Nein, bringen tut es i.d.R. nichts, aber ich denke, die Erkenntnis, dass es letztlich nichts gibt, was uns zu 100 Prozent Freude macht, ist wichtig. Selbst in so genannten "Traumberufen" findet man das Haar in der Suppe - und selbständig wäre auf keinen Fall was für mich, dann könnte ich nachts nicht mehr schlafen... Man wechselt nur die Fehler - da hat deine Oma sehr recht!
      An die Rente denk ich noch gar nicht, wenn ich offiziell in den Ruhestand gehe, bleiben mir noch 10 Jahre. Ich hoffe schon, dass ich frpher aufhören kann, aber das wird sich zeigen.
      P.S.: Stimmt!!! ;-DDD
      Herzliche Grüße!

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  8. Liebe Maren. Wieder ein so wunderbar geschriebener Beitrag mit Ironie und Witz. Wie Du Dein Leben eben als Schiffskapitänin schilderst und uns daran teilhaben lässt ist wieder mal großartig. Da wir ja Dich ja mittlerweile kennen, ist diese Beschreibung ja noch anschaulicher. Und natürlich auch ein Kompliment für Dein Outfit, jahreszeitgemäss angepasst.
    Eine gute Zeit und alles Liebe
    Violetta

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    1. Steuerfrau, bitte! Keine Kapitänin... hihi.
      Vielen lieben Dank!
      Dir auch eine gute Zeit und alles Liebe
      Maren

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  9. Deinem Schiff fehlt eindeutig ein guter Schiffskoch... dann liegen die jungen Passagiere gesättigt in den Hängematten... ;-)) Aber wie das KI Bild zeigt, hast du das Steuer im Sturm fest in der Hand und ich bin sicher, das ist auch so! Ich glaube, du bist richtig dort, wo du bist. Dass man mit den Jahren mehr ruhigen Landgang als Ausgleich braucht, ist so...

    Dein Outfit ist wieder sehr hübsch, ich frage mich nur, ob es in München so warm ist, das du ohne dicke Daunenjacke etc. Fotos machen kannst. Wir frieren hier seit Wooochen.

    Die Frage was wäre gewesen habe ich mir im Berufsleben eigentlich immer verboten, ich weiß eh, wo ich in jungen Jahren falsch abgebogen bin. Trotzdem war alles gut! In diesem Sinne liebe Grüße

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    1. Du hast recht! Wir haben nur einen Catering-Service und eine Küchenkraft, die aber nicht selbst kocht. Hab ich öfter gedacht, dass selbst kochen viel besser wäre!!!
      Danke! Oh, in München ist es schon auch sehr kalt, aber Bloggerinnen kennen da nix. Fürs Foto wird die Jacke ausgezogen - auch bei Minusgraden!!! :-)))
      Ich glaube, die Frage bringt auch nix. Man weiß es ja nicht, wie es wirklich gewesen wäre. Vielleicht gar nicht so toll wie in der Vorstellung...
      Liebe Grüße!

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  10. Sehr anschaulich beschrieben. Dein Vergleich mit einer Kapitänin eines nicht mehr ganz seetüchtigen Schiffs, hat mir deinen Berufsalltag etwas näher gebracht. Du denkst selbst auch, das du mit deiner Berufswahl genau an der Stelle bist, wo du auch sein solltest. Ich glaube das auch.
    Gutes Selbstbewusstsein und Humor sind wohl Grundvoraussetzung um in deinem Job auch glücklich zu sein.

    Schöner Look, dieses Grün steht dir fabelhaft. Der ist ja wieder einmalig. <3
    Liebe Grüße

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    1. Vielen Dank! Steuerfrau, Kapitän ist jemand anderes... :-)))) Aber das ist auch gut so.
      Selbstbewusstsein mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und Demut, ja. Ich hab Kolleg*innen mit allzu großem Selbstbewusstsein oft von Bord gehen sehen... :-))))
      Vielen lieben Dank. Warmes Grün ist wirklich meine Farbe...
      Liebe Grüße!

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  11. Antworten
    1. Danke! :-))) Dabei fällt mir auf, den haben die im KI-Bild einfach unterschlagen! :-))

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  12. Hi Maren,
    I'm checking out your blog and I really like it.
    I'm already following you.
    Hugs from Rio de Janeiro, Brazil!!!

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  13. Die Frage "Was wäre wenn..." haben wir uns im Laufe des Lebens bestimmt schon 1000 Mal gestellt. Ich denke, alles sollte so sein wie es ist. Ich weiß nicht, ob ich mich auf Dauer an Bord wohlfühlen würde. Ein schöner Beitrag. Und ein sehr stimmiges Outfit.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Ja, ich glaub, man findet wohl immer ein Haar in der Suppe, egal, wofür man sich entscheidet.
      Ohne Landgang zwischendurch würd ich's auch nicht aushalten :-))))
      Danke!
      Liebe Grüße Maren

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  14. Maren am Steuerrad. Das sieht tatsächlich sehr verwegen aus. Und auf alle Fälle kompetent. Ich bin sicher, die Kinder sind bei Dir in guten Händen.
    Wobei ich glaube, sobald man was zu Steuern hat, Befehle von oben bekommt und in geeigneter Weise nach unten durchreichen darf, hat man ganz ähnliche Gefühle wie Du.
    Ich fühle mich auch oft nicht anders. Es kommen unsinnige Befehle, eine andere Zeitplanung würde mehr Sinn machen. Die Mitarbeiter haben Kommunikationsstörungen. Geld, Politik und Zeit sitzen einem im Nacken.

    Aber wie Du denke ich, ich sitze am richtigen Platz und mache genau das, was ich am besten kann. Langweiliges Dahindümpeln kenne auch ich nicht. Dabei habe ich kaum mit SozPäds oder gar Kindern zu tun. Bürger reichen schon.

    Cooler Look. Sehr schön und trendig das Oliv zum Zitronengelb.

    BG Sunny

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    1. Hahaha, von wegen kompetent, so ohne Regenzeug... :-DDD
      Damit hast du absolut recht, das Steuern geht auch wirklich nur, wenn man manchmal trotzdem die Richtung etwas - äh, ausdehnt.
      Langweiliges Dahindümpeln würde mir auch gar keine Freude machen. Na ja, ich denke, Menschen sind Menschen....
      Vielen Dank! Liebe Grüße Maren

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  15. Wenn man einmal beginnt, über so was nachzudenken, wird man nicht mehr fertig... :)
    Tatsächlich könnte ich niemals Bootsfrau werden. Ich glaube ich bin nicht so ganz seesicher. Ich habe zwar bei normalen Bootsfahrten und kürzeren Fährfahrten keine Probleme, als ich vor zwei Jahren aber mal zwei Tage auf einer Fähre war und die See unruhig wurde, war ich mir nicht so ganz sicher, ob ich das noch lange gut überstehe. Also zumindest den Weg hätte ich nie eingeschlagen. ;)

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    1. Stimmt, daher denke ich eigentlich wenig darüber nach.
      Nein, Bootsfrau wär ich wohl auch nie geworden :-)))
      Liebe Grüße Maren

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  16. Maren, wie gut dass Du kein drunken Sailor bist. 🤭 Was für ein Vergleich. Der ruhige Hafen am Wochenende, den kenne ich auch.
    Dein Look ist toll, ich liebe die Farben. Das streifige Kleid ist mega und schön der Pulli dazu und natürlich die feinen Accessoires. Und die gelge Tasche als Rettungsweste geeignet. 🤭
    Liebe Grüße aus Ban Krut, Tina

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    1. Danke und Liebe Grüße nach Ban Krut! ich wünsch dir einen tollen Urlaub! Grüße mir Thailand!
      Maren

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    2. Oh wie schön, du bist in Ban Krut! Genieß es, liebstige Tina!

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  17. Grins, liebstige Maren,
    deine Metapher ist dir ja wunderbar gelungen und lässt sich, wie ich lese, wirklich perfekt auf deine berufliche Situation anwenden. Schwere See, würden die "Element of Crime" dazu sagen (eine Band, die Edi liebt, aber ich gar nicht, weil ich die Stimme des Sängers nicht leiden kann... Trotzdem, der Liedtitel passt.)
    Bei meinen Was-wäre-wenn's kam ab und zu der Gedanke auf, dass ich wohl lieber Schafhirtin geworden wäre. Der Gedanke kam mir erstmals, als ich einen Zeitungsartikel über eine Schafhirtin in einer deutschen Moor-& Heidelandschaft las. Etwas in mir hat sie schwer beneidet. Der Titel des Artikels lautete (ungefähr) "Nicht das Moor ist gefählich, sondern der Mensch." Und ich war ihrer Meinung, denn zu dieser Zeit hatte ich mit einigen Menschen ziemlich zu kämpfen... Und ich liebe Schafe, ich liebe die Natur, ich liebe die Stille... Aber ob ich wirklich für diese (harte) Arbeit geeignet gewesen wäre, bei Wind und Wetter und wenn einem Schaf mal was passiert, weiß ich natürlich nicht.
    Ich will damit nur sagen, wir alle haben unsere Gedankenspiele und sehnen uns manchmal weg aus unserer Realität. (Wobei ich sagen muss, ich bin inzwischen wirklich GENAU DA, wo ich sein will. Hat aber viele Jahrzehnte gedauert, wo ich weit, weit weg von dort war, wo ich hinwollte. Aber da musste ich wohl durch.)
    Auch wenn du leider nix G'scheids g'lernt hast und dir offenbar auch manchmal der Seegang zu schaffen macht, ist deine Flexibilität und dein Humor hochnotwendig, um den Kahn über Wasser zu halten. Ich fürchte, das funktioniert nur "irgendwie" und nicht nach einem Regel-Handbuch. Und ich denke, das wissen selbst diejenigen, die die Handbücher gschrieben haben und sich für Kapitän & Co. halten. Sie wissen, dass eine da draußen stehen un dem Sturm trotzen muss - und dass sie das niemals annähernd so gut könnten.
    Übrigens: Irretoll, das KI-Bild von dir am Steuerrad. Offenbar benützt du eine KI, die echte Fotos verwenden kann - eine solche zu finden, ist mir noch nicht gelungen. Gibst du mit einen Tipp?
    Dein Look in Oliv mit einem pünken Hauch am Rock und gelben Hinguckern gefällt mir sehr!
    Ahoi und feste Drückers in der steifen Brise, Traude

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    1. Liebstige Traude,
      vielen Dank für deine Worte! Ja, ich kann mich derzeit nicht beklagen, es läuft jobmäßíg für mich gut und auch wenn es hier und da kleine Reibereien gibt, so glaub ich wollen wir alle wirklich, dass es den Kindern gut geht. Das lieb ich an dem Job so, man muss sein Ego oft komplett zurückschrauben und wird trotzdem genug damit konfrontiert, wenn's um bestimmte "Triggerpunkte" geht.
      Und wenn man - wie ich auch - die Stille liebt, dann freut man sich nach Feierabend umso mehr ;-DDDD
      Es ist einfach ChatGPT. Die nutze ich seit kurzem zum Berichte schreiben, man kann aber einfach Fotos hochladen und dann beschreiben, wie man es haben möchte. macht total Spaß, damit zu spielen und ist irre einfach.
      Feste Drücker und Aye, aye! Maren

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  18. Als alte Bootsfrau habe ich Deine Metapher regelrecht verschlungen! Toller Text, der Deinem wunderschönen Outfit mit dem süßen Kleid sehr gerecht wird.
    (Zu mir würde übrigens eher passen: "What shall we do with the drunken sailor" :))
    Alles Liebe, Nadine

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