Wohnen in Helsinki: OMA RAUHA
Wenn ich in meinem Apartment in Helsinki im Aufzug oder im Gang meines Apartmenthauses einem Nachbarn begegne, mache ich etwas, das ich für ausgesprochen harmlos und normal halte: ich grüße, entweder mit "Hei" oder "Moi". Damit erntete ich bei einem älteren Herrn kürzlich geradezu Begeisterung. Er strahlte mich so herzlich an wie der typischer Finne das eben gerade noch so hinbekommt. Bei zwei jüngeren Männern dagegen löste mein freundliches "Moi" eher Irritation aus. Ich würde sogar behaupten, nahezu Schockstarre. Sie guckten jedenfalls, als hätte ich sie im Fahrstuhl gerade gefragt, wann ich bei ihnen in die Wohnung einziehen kann 😂.
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| Auf dem Weg nach TALLINN |
Versteht mich bitte nicht falsch, wenn ich etwas nachvollziehen kann, dann ist es Introvertiertheit, Schüchternheit, soziale Zurückhaltung und das Bedürfnis nach Abstand... echt jetzt. Ich bin schließlich auch nicht diese Art Mensch, der morgens um sieben im Aufzug wildfremde Menschen in ein Gespräch über ihren Cholesterinspiegel verwickeln möchte.
Aber… puh. Diese überraschten Blicke und vor allem das komplette Ausbleiben eines Gegengrußes haben mich dann doch ein wenig kalt erwischt. Denn irgendwann gibt es auch bei mir einen Punkt, an dem die Rücksichtnahme auf die Privatsphäre des anderen richtig anstrengend wird, wenn ihr versteht, was ich meine.
Und genau hier kommt ein weiterer wunderschöner finnischer Begriff ins Spiel: OMA RAUHA. Wörtlich könnte man es ungefähr mit "eigene Ruhe", "eigener Frieden" oder "eigener Raum" übersetzen. OMA bedeutet nämlich "eigen" und RAUHA Frieden, Ruhe oder Friedlichkeit. Und gerade diese kleine Übersetzungsunschärfe finde ich ausgesprochen hübsch. Denn OMA RAUHA meint eben keinesfalls "Lass mich gefälligst in Ruhe".
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| In Tallinn |
Oh nein, es geht um etwas viel Grundsätzlicheres, nämlich um das Recht auf die eigene Ruhe, die Privatsphäre, den Rückzug. Dieses an sich sehr schöne finnische Prinzip ich lasse dich in Frieden und du lässt mich in Frieden klingt für mich auch überhaupt nicht nach sozialer Kälte, sondern eher nach einer gesellschaftlichen Vereinbarung und hat sehr viel mit Respekt zu tun.
Eine wissenschaftliche Untersuchung zu finnischen Wertvorstellungen beschreibt OMA RAUHA tatsächlich im Zusammenhang mit Privatsphäre. Interessant ist dabei, dass der Begriff nicht nur das Bedürfnis bezeichnet, selbst seine Ruhe zu haben, sondern auch beinhaltet, anderen Menschen diese Ruhe zuzugestehen.
Gerade ich muss nun wirklich nicht jeden Menschen kennenlernen. Ich möchte beispielsweise auch nicht wissen, was mein Nachbar gestern Abend gegessen hat. Ich habe keinerlei Bedürfnis, fremden Menschen persönliche Fragen zu stellen noch sehe ich einen Sinn darin, jeden noch so kleinen Moment der Ruhe sofort mit irgendeinem belanglosen Geplapper zu füllen.
Manchmal ist Schweigen einfach nur angenehme Stille und kein soziales Problem. Trotzdem gibt es da dieses kleine Aber. Denn wenn ich im Aufzug freundlich "Moi" sage und der andere mich daraufhin mit Schweigen straft, frage ich mich schon, wo eigentlich mein OMA RAUHA bleibt?
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| Tallinn |
Denn meine Individualität, die ja schließlich auch irgendwie respektiert werden will, besteht möglicherweise halt darin, dass ich ein freundliches Lächeln mag und mich einfach wohler fühle, wenn man sich im Haus nicht völlig ignoriert. Und wenn ich morgens im Aufzug stehe, möchte ich vielleicht nicht unbedingt ein Gespräch führen, aber ein kleines "Moi" zurück bringt den Nachbarn wohl auch nicht um.
Oder doch? Vielleicht muss ich noch ein bisschen mehr in die finnische Kultur eintauchen und darüber nachdenken. Natürlich im Stillen. Vielleicht ist genau das die spannende Seite von OMA RAUHA: es geht gar nicht darum, dass Menschen keine Nähe möchten. Es geht vielmehr darum, dass Nähe nicht automatisch eingefordert wird. Und vielleicht ist das gerade für uns Mitteleuropäer gar nicht so selbstverständlich, wie wir denken. In Finnland scheint die Botschaft jedenfalls eher zu lauten: ich respektiere Dich, indem ich Dich nicht belästige. Eigentlich eine ziemlich interessante Form der Höflichkeit.
Zum Glück habe ich mit dem Alleinsein im Allgemeinen ohnehin kein großes Problem. Ich kenne den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit sehr gut, kann mich selbst ganz hervorragend beschäftigen und mir auch gute Gesellschaft leisten. Ich brauche keine Menschen um mich herum, um mich wohlzufühlen. Ich kann ein Buch lesen. Ich kann spazieren gehen. Ich kann einfach irgendwo sitzen und vor mich hin starren. Und ich kann sehr gut eine Tür hinter mir schließen, ohne anschließend ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
Vielleicht ist das sogar etwas, das ich aus Finnland mitnehmen möchte: nicht jede Distanz ist Ablehnung. Nicht jede Stille ist unangenehm. Und nicht jeder Mensch, der mich nicht grüßt, findet mich unsympathisch. Vielleicht möchte er einfach nur seinen OMA RAUHA. Ich muss nur noch herausfinden, ob darin auch irgendwo Platz für ein kleines gelächeltes "Moi" ist.
Hose: "Zauberhose" (von Someday)





Liebe Maren,
AntwortenLöschenvielleicht waren die beiden vom Team Opa Rauha (sorry, sorry) oder sie waren keine Finnländer, und konnten kein finnisch und in ihrer Sprache heißt "moi" "wieviel?" . Sorry, sorry. ^^ ohje.
Zuviel Wasser im Gerhörgang.
Deine Fotos sind ganz bezaubernd. :-)
Meine Lieblinge:
Das Wasser hinterm Heck, und die kleine Insel im Wasser. Genau die richtige Strecke, um morgens einmal rundzuschwimmen und danach ein Zimtbrötchen und Kaffee.
Tallinn ist auch ganz zauberhaft, hach, Maren, mit deinem Reiseziel hast du diesmal wirklich ins Schwarze getroffen.
Oma Rauha verstehe ich und kann ich gut nachempfinden. Ist vielleicht nicht ganz so krass wie mein "Leave me alone." Geht wohl in die Richtung.
Aber ich mag beides, das Gespräch mit Menschen und aber auch meine Ruhephasen und Alleinsein - Phasen.
Moi moi, die Tasche ist erdig schön,
liebe Grüße,
Claudia
Liebe Claudia, hahahaaaa, die waren definitiv vom Team Opa Rauha! Aber Finnen waren sie definitiv, aber wer weiß, vielleicht meine ja nur ich dass ich "moi" gesagt habe, und dabei kam was ganz anderes raus?? Das wär doch Stoff für einen Psycho-Film...
LöschenDanke, ich hab heute noch einen Tag in Tallinn und freu mich über strahlenden Sonnenschein. Bei knapp 20 Grad. Soo angenehm...
Ich glaub sofort, dass du in der Ostsee schwimmen würdest. Die Leute hier tun das auch.
Ich mag auch meine Oma rauha Momente, aber ich merke, dass ich eine gewisse Herzlichkeit und Wärme durchaus zu schätzen weiß.
Moi moi und liebe Grüße,
Maren
Moi moi,
Löschenjetzt habe ich schon gedacht, ich hätte mir heute was finnisches gekauft.
Nein, keine Zimtschnecke, :-)
sondern Kknekkis.
Es könnte vom Namen her sein, kommen aber aus Norwegen.
Liebe Grüße,
Claudia
Also, die Finnen! Oma heißt eigen... das finde ich ja mal schon richtig toll.
AntwortenLöschenBin ich doch sechsfach eigen. Gefällt mir.
Aber die Opa Rauha Knaben aus dem Aufzug sind natürlich auch Finnen und entsprechend Oma....wenn Du verstehst, was ich meine?!
Ist schon interessant, wie die eigene Ruhe gestört wird durch ein freundliches Moi oder Hei. Oder auch Begeisterung erzeugt, weil endlich mal jemand dies tut...
Wie ist die Lage diesbezüglich in Tallinn? Sind die auch so drauf?
Die rote Libelle kommt ganz schön rum. Ich freu mich, dass sie so nah bei Dir sein darf!
Tolle Fotos zeigst Du uns und wirkst immer ganz entspannt.
Bin schon gespannt, wenn Du uns Tallinn näher bringst, vielleicht am Sonntag...?
Einen wunderhübschen und freundlichen Tag wünsche ich Dir herzlich,
Sieglinde & Moi und Hei
In Tallinn hab ich in einem Schaufenster die Worte "Oma Asi" gesehen... da haben sich so einige Deutsche darüber amüsiert. Dabei heißt es auch nur "mein eigenes Ding", bezog sich wohl auf die Auswahl im Geschäft...
LöschenWas die Knaben im Fahrstuhl angeht, würd ich fast sagen, Team Opa Asi, hihi. Gestern wieder eine junge Frau - auch asi. Ich grüß jetzt auch nicht mehr...
Ich mag Zurückhaltung, aber das hier ist mir manchmal zu viel. Witzig finde ich, wenn ich z.B. italienische Touristen sehe, die bekommen ja einen Kulturschock. So beobachte ich vieles und amüsier mich im Stillen...
Ich war drei Tage in Tallinn, das war sehr schön, bin jetzt wieder "zu Hause". Werde im nächsten Post ein wenig berichten...
Vielen Dank, liebe Sieglinde, du bist auf jeden Fall Oma Wunderbar!
Ein herzliches moi moi, Maren
Guten Morgen Maren, vielleicht waren es einfach unerzogene Finnen. Was mir bestätigt dass wir alle nur Menschen sind. Überall, egal welcher Nationalität. Es gibt kein Land das nur perfekte freundliche wohlerzogene Menschen hat. 🤭
AntwortenLöschenSo schön deine Fotos. Es ist wirklich sehr schön dort.
Du warst shoppen?! Ich bin ganz verliebt in die neue Bluse! Megaschön und steht dir so gut. Gibt es viele kleine Läden? Oder ist dort auch viel Leerstand?
Oma rauha ja das hat was. 💕
Liebe Grüße Tina
Moi, Tina, das isses ja: ist es "ungezogen" oder oma rauha? Für uns ist es ungezogen, aber hier scheint es normal zu sein, hab gestern wieder eine einschlägige Erfahrung gemacht.
LöschenEs gibt sowohl in Helsinki als auch in Tallinn sehr viele kleine Läden als auch große (alte) Kaufhäuser, wie ich es in München ja auch erlebt hab in den "glory days", bevor zwei riesige Galleria Kaufhof schließen mussten. Hier gibt es z.B. das "Stockmann" - ähnlich wie Breuninger, Galleria etc, wo es alles auf vielen Etagen gibt. Es geht den Menschen hier und besonders in Estland ja wirtschaftlich gut, und das merkt man. Aber überall gibt es auch Second.Hand und Gebrauchtwaren -Läden, was ich eben auch klasse finde. Und es gibt ein Marimekko-Outlet, das ich natürlich noch besuchen werde... :-)))
Liebe Grüße Maren
That elevator silence is such a jarring experience when you are just trying to offer a tiny bit of human warmth, but your perspective on oma rauha is so beautifully nuanced! It is wild how a simple "Moi" can feel like an intrusion in one culture while being basic politeness in another, though I am right there with you, a little nod or a friendly smile shouldn't feel like too much to ask for. Also, can we talk about how gorgeous your Marimekko bag and dragonfly brooch look against the backdrop of Tallinn's Old Town? Do you find yourself biting your tongue to respect the local quiet now, or do you still sneak in that cheerful greeting anyway?
AntwortenLöschenAye, I guess you wouldn't expect that in Scotland ;-)))) Yesterday a young woman also looked at me in silence. No smile. Okay, I'm coping with it :-))) and I'm biting my tongue like you said... thank you, Melody, it's my aim to bring a bag of every country I'm visiting. Marimekko of course is obvious... :-)
LöschenIch staune, wie schnell Du sowohl Wortschatz wie auch Aussprache zu meistern scheinst. Wie machst Du das nur?
AntwortenLöschenIch hätte Bedenken, versehentlich etwas komplett Unpassendes zu sagen.
Oma Rauha klingt gut, wenn das Konzept auf einen Konsens zurückgeht, nun ist mir aber auch klar, weshalb selbst ein kostenloses Studium die extravertierten Kinder meiner Nachbarin nicht nach Finnland lockten.
Lässt sich dieses Konzept auf Deutschland übertragen? Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Kopfhörern, die auf noise cancellation geschaltet sind und Oma Rauha.
Dein Outfit gefällt mir, schick und urlaubstauglich. Und was macht die Hose zur Zauberhose?
Ich wünsche Dir weiterhin erholsame Urlaubstage, Sula
Ach was, ich weiß nur die technischen Helferlein zu nutzen... :-))) Und wenn ich mir in der Aussprache nicht sicher bin, auch das kann man sich mit dem Translator "vorsprechen" lassen.
LöschenOja, aber ich habe gerade auf dem Schiff von Tallinn junge Finnen lauthals reden und singen hören. Das Geheimnis ist billiger Alkohol aus Estland ;-DDDD Kann mir gut vorstellen, dass junge Menschen im Studium feiern gehen und dabei auch ausgelassen sein können.
Ich würde dieses Konzept sehr gerne auf Deutschland, insbesondere auf Münchens Öffis, übertragen, bitte... da leide ich oft wirklich...
Danke! "Zauberhose" deshalb, weil ich mehrere hab, diese für Reisen und Alltag perfekt funktionieren und dabei nur gefühlt ein paar Gramm wiegen, bügelfrei, praktisch. Hab schon hier:
https://farbwunder-style.blogspot.com/2024/05/schrankwunder-zauberhosen.html
darüber berichtet.
Vielen Dank und liebe Grüße Maren
Wie schön, dass ich heute das moderne Tallinn sehe. Wie schon gesagt, der Apotheker hatte es mir schwer angetan und wie ich damals nachgelesen hatte, wurde der Film tatsächlich in der echten Stadt gedreht. Toll.
AntwortenLöschenIch bin so erzogen worden, dass es respektvoll ist, einen Menschen den man offensichtlich nicht übersehen haben kann, dies auch mitzuteilen. Ein Nicken, ein Lächeln, ein kurzer Gruß. Bleibt das aus, finde ich das äußerst respektlos. Vor allem, wenn ich mal im Büro bin und mir dort auf dem Gang eine (noch) unbekannte Person (,meist sind es jüngere Kolleg*innen,) entgegen kommt, die nicht zurück grüßt, dann kauf ich mir die gleich. Nicht ohne eine gewisse Freude dabei auch ihren Schmerz zu spüren. "Servus, ich bin die Sunny Dinius, Leiterin vom Koi-Team. Und wer bist Du?" :-)
Viel Freude weiterhin beim "mei Ruah mog i hom" und eine gute Zeit.
BG Sunny
Tallinn ist deshalb so interessant, weil es alt (und damit meine ich wirklich mittelalterlich alt) und modern (ultramodern, wirtschaftlich aufstrebend, viele junge Menschen) so gekonnt vereint. Die kriegen das gut hin mit den Gegensätzen. Und die Stadt (und das Land) sind klein und überschaubar. hat auch was.
LöschenIch mag das auch, aber es scheint hier wohl nichts mit "unerzogen" zu tun haben. Wir sind es eben gewöhnt. Bei mir im Wohnhaus in München ist das auch ganz anders. Da gibt es sogar eine Nachbarschafts-What'sApp-Gruppe.
Das glaub ich gerne, dass es dir gefällt, dich den anderen unmissverständlich als Leitung vorzustellen. Aber warum wäre es etwas anderes, jemanden nicht zu grüßen, wenn er z.B. zum Putz-Team gehört? Das kriege ich in Deutschland oft nicht so auf die Reihe. Dieses hierarchische Denken.
Danke und liebe Grüße Maren
Vielleicht waren die jungen Männer auch nur irritiert, weil du als erste gegrüßt hast, weil Frau und sorry ein bisschen älter... 😉
AntwortenLöschenSchön, dass du in Tallinn bist, offenbar auch über Nacht. Lg
Oh nein, das glaub ich nicht. Dieses "wer-grüßt-wen-zuerst-und-warum" ist glaub ich eher ein Relikt aus Österreich und Deutschland.
LöschenJa, ich war dort drei Tage, berichte am Sonntag. LG
Oh, in Tallin waren wir auch auf unserer Ostseekreuzfahrt vor einigen Jahren. Hat mir sehr gut gefallen. Und Oma Rauha(klingt ja bei uns ja anders😉) finde ich keine schlechte Einstellung. Ganz liebe Grüße von unserem Tango Argentino Seminar in Stegersbach
AntwortenLöschenTallinn war wirklich schön, eine tolle Stadt.
LöschenViel Freude beim Tango tanzen, ganz liebe Grüße
Oma Rauha gefällt mir sehr. Es ist mir sympathisch und ich kann es fast "fühlen". :D Zwar grüße ich hier im Haus automatisch, finde es aber okay wenn jemand nicht zurückgegrüßt und mir stattdessen einen irritierten Blick schenkt. Nach deinem Post heute glaube ich, das es wohl nicht in allen Ländern üblich ist Fremde zu grüßen. Ich wohne in einem Viertel in dem viele Nationalitäten vertreten sind, das würde alles erklären. :)
AntwortenLöschenOma Rauha finde ich angenehmer als Menschen, die ganz nahe kommen, obwohl reichlich Platz da ist.
Deine Fotos zeigen wieder ein so hübsches Helsinki. Die alten Häuser sehen toll aus. Und Tage mit blauem Himmel hast du auch reichlich. <3
Liebe Grüße
Dass du es okay findest, wenn dir jemand einen irritierten Blick schenkt, zeugt von Selbstbewusstsein und Toleranz. Das bewundere ich total. Ich tendiere immer zum "Overthinking"... :-)))
LöschenEin freundliches Lächeln finde ich einfach "wärmend", besonders als Alleinreisende. Das bekam ich gestern zumindest von einer jungen Frau :-))
Menschen die mir zu nahe kommen (z.B. in überfüllten Bahnen) finde ich oft auch herausfordernd.
Das ist Tallinn, zweieinhalb Stunden über die Ostsee... Und stimmt, blauen Himmel gibt*s reichlich <3
Liebe Grüße
Stimmt. Habe es gesehen und dann automatisch Helsinki geschrieben. 😅
LöschenIch finde das Konzept von „OMA RAUHA“ wirklich interessant, liebe Maren. Diese Mischung aus Distanz, Respekt und dem gleichzeitigen Wunsch, nicht unhöflich zu sein, ist einfach genial! 😉 Du kennst mich ja, mit meinem „brasilianischen“ Temperament – ich würde im Aufzug bestimmt auch fröhlich „Moi“ sagen und mich dann über den verdutzten Blick amüsieren. 😂 Ein kleiner Gruß wäre da für mich durchaus angebracht!
AntwortenLöschenUnd jetzt mal ganz nebenbei: Ich bin schockverliebt in Deine Bluse! 😍 Die ist ja wohl sowas von wunderschön und steht Dir fantastisch. ❤️
Liebe Grüße, Kuss und ein ganz herzliches Moi aus Deutschland! 😘
Claudia
Also, um das mal klarzustellen: wenn ich die Wahl hätte, würde ich am Liebsten nur solchen herzlichen Menschen wie dir im Fahrstuhl begegnen! <3 <3 <3 Das wär doch ein toller Start in den Tag. Mit einem freundlichen Lächeln/Gruß geht man doch gleich ganz anders seiner Wege... ich muss sagen, zu Hause in München hab ich schon das Glück, sehr nette Nachbarn zu haben, auch wenn sie manchmal laut sind. Das weiß ich jetzt umso mehr zu schätzen... :-))))
LöschenVielen Dank, liebe Claudia, du weißt, ich bin eine Urlaubsshopperin, und ich lasse immer extra Platz im Koffer beim Hinflug :-)))
Moi moi, Gruß und Kuss! <3
Maren
😘💕❤️
LöschenOooch, diese Spezies gibts auch bei uns im Spital. Die schauen einem noch nicht mal irritiert an nach einem, ihrer Meinung nach deplatzierten, Gruss. Die latschen einfach stoisch weiter ihres Weges. Ich mach mir dann manchmal die Mühe, solche Typen ganz penetrant noch ein paar Mal zu grüssen. Manche "sehen den Puck", wie wir sagen, manche lernen es nie. Und die lass ich dann halt auch links liegen.
AntwortenLöschenDas Prinzip des Oma Rauha allerdings ist mir SEHR sympathisch. Meine höchstpersönliche Ruhe und mein Frieden sind mir äusserst wertvoll. Da kann ich schon mal unleidlich werden, wenn mir die/den jemand, ob absichtlich oder nicht, coupiert! Also, diese Finnen, die werden mir auf ihre ganz eigene Weise immer liebenswerter....!
Tallin hat sich übrigens allein schon mit diesem entzückenden, ockerfarbenen Minihäuschen, mit gelben Fensterläden und grün bewachsenem Giebel, ganz viele Punkte in meinem Ranking geholt. Da würd ich mich doch auf einen Schlag wohl fühlen drin. Auch wenn ich es lieber irgendwo am Waldrand stehen haben würde, *ggg*!
Und für dein Sightseeing hast du das perfekte Outfit gewählt: bequem, praktisch und hübsch!
Herzliche Grüsse!
Ja, völlig deplatziert... warum sollte man auch freundlich sein? Ich muss sagen, die Reserviertheit mancher Mitbewohner rückt bei mir die Perspektive zurecht und ich freu mich, dass ich in München so eine freundliche Nachbarschaftsgemeinschaft habe, wirklich. Die haben sogar eine verirrte Katze aus meinem Kellerabteil gerettet, als ich nicht da war, stell dir vor! Muss wohl unter den Gitterstäben durchgeschlüpft sein und kam nicht mehr raus... hab ich alles durch die Whatsapp-Gruppe erfahren. Die "Retterin" hat mir sogar angeboten, mir beim Befestigen der Holzlatten, die sie lösen musste, zu helfen, wenn ich wieder da bin. Und falls jemand im Haus was spezielles braucht, fragt er an, ob es ihm jemand leihen kann, sowas find ich halt klasse... ist nicht selbstverständlich.
LöschenTallinn ist wunderschön und voller Kontraste, das mag ich ja. Alt und ultramodern zugleich.
Vielen Dank! <3 und herzliche Grüße wieder aus Helsinki