Sunday Colours: Wie kannst Du bloß an Dich denken...!


Ich kenne mehrere Leute, die anderen immer wieder ihr Vertrauen geschenkt und dann häufig maßlos enttäuscht wurden. Sei es, weil diese anderen ihre Freundschaft ausgenutzt, ihre Gutmütigkeit missbraucht, ihre Gefühle verletzt - kurzum: sich egoistisch verhalten hatten. Sicher kennt ihr solche menschlichen Enttäuschungs-Reaktionen auch. Möglicherweise gar von Euch selbst. Das ist ja an sich auch gar nicht weiter verwerflich, sondern - genau: zutiefst menschlich. Voll und ganz verständlich!



Aber ehrlich gesagt finde ich es hochspannend, was im Grunde so durch die Bank von einer anderen Person erwartet wird, sei es vom Partner, der Freundin, dem Kollegen, der Mutter, dem Bruder, ganz egal. Nehmen wir als Beispiel Moni. Moni ist um die 50, geschieden, eine erwachsene Tochter, arbeitet in einer Bank, geht mit ihrem Lieblingskollegen gerne in der Mittagspause essen, hat seit einiger Zeit wieder einen Freund, eine langjährige beste Freundin, mit der sie immer viel unternommen hat. Ihr Bruder lebt weit weg in der Großstadt und ihre Mutter ist alt und vielleicht bald pflegebedürftig.



Ihr seht schon: eine Menge Stoff für potenzielle menschliche Enttäuschung! Der geschiedene Gatte könnte Moni wegen einer anderen verlassen haben. Die Tochter meldet sich eher selten und unzuverlässig. Der Kollege hat kürzlich vor dem Chef Monis Idee als seine eigene ausgegeben. Der neue Freund will seine Wohnung behalten und keinesfalls bei Moni einziehen. Die beste Freundin hat ein Kosmetik-Studio eröffnet und seitdem überhaupt keine Zeit mehr für Moni. Die Mutter jammert häufig, sie möchte, dass Moni sie öfter besucht, redet aber in Monis Anwesenheit fast die ganze Zeit über Monis Bruder, der eine tolle Karriere gemacht hat. Der wiederum meint am Telefon, er habe momentan selbst zu viel um die Ohren, um sich auch noch um die Mutter zu kümmern.



Alles nur Fakten. Die Wertung entsteht von ganz alleine, je nachdem, mit welcher Brille Moni ihr derzeitiges Leben nun betrachtet: vielleicht mit der Alle-sind-so-egoistisch-und-gemein-und-denken-nur-an-sich-selbst-Brille? Diese Sicht könnte gut dazu führen, dass Moni zu dem wird, was ich oben schon beschrieben habe: zutiefst menschlich enttäuscht. Voller Vorwürfe. Und letztlich: verbittert, verraten und einsam. Vom Leben hängen gelassen.


Alle denken nur an sich! Nur ich denk an mich! Ein alter Witz, der aber gut zusammenfasst, was ich meine. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass jeder sich selbst der Nächste ist. Zumindest sein sollte. Was daran ist bitte verwerflich? Die einen reden selbstverliebt über Selbstliebe, als hätten sie persönlich das Patent dafür, die anderen meinen, dass diese Selbstliebe nur aus einer hohlen Egozentrik-Blase besteht, wieder andere leben in dem Glauben, sie tun tatsächlich nichts für sich, sondern alles für die Welt. Nur komisch, dass genau diese Menschen immerzu darüber reden müssen, was sie anderen alles geben. Nee, is klar. Die machen das aus purer Nächstenliebe und Opferbereitschaft. Leider sind diese Menschen geradezu prädestiniert für menschliche Enttäuschung.


Seit einiger Zeit glaube ich (und das ist ein weiterer Segen des fortgeschrittenen Alters): Mei, so isses nun mal. Wir Menschen sind halt, wie wir sind. Wir lügen und betrügen und verraten andere, wenn es uns zum Vorteil dient. Wir sind voller Fehler. Aber auch herzlich, um andere besorgt und liebevoll. Aber egal, was wir tun: wir ziehen daraus vor allem eins: einen Nutzen für uns selbst. Ich persönlich helfe anderen gern, ich höre ihnen gern zu, genauso, wie ich es liebe, plastikfrei im Biomarkt einzukaufen. Es gibt mir ein gutes Gefühl! Ist das jetzt deshalb was Schlechtes?

Klar bin ich egoistisch, und das ist auch voll okay! Denn wenn ich es nicht wäre, würde ich doch nur mir und anderen pausenlos was vormachen. Wenn ich es nicht wäre, hätte ich längst ein Burn-Out. Wer soll sich denn um mich und mein Seelenheil kümmern, wenn nicht - letztlich - ich? Und was menschliche Enttäuschung angeht: Entschuldigung, aber ich lass mir doch von anderen nicht vorschreiben, ob ich enttäuscht bin oder nicht. Es ist mein Leben. Kein anderer lebt es für mich. Wie können andere mich also überhaupt enttäuschen? Ich denke, ich hab die Wahl. Die Macht über meine Gefühle will ich keinesfalls an andere abgeben. Wüsste nicht, wozu.


Das ist für mich gesunder Egoismus. Und bevor jetzt jemand beispielsweise mit der (manchmal leider auch etwas selbstgefälligen) "Mutter-Keule" (und mit dem damit verbundenen "Das-kannst-Du-eben-nicht-verstehen...!") kommt: ja, Mutterliebe gibt es. Vaterliebe übrigens auch. Überhaupt: bedingungslose Liebe. Selbst ich kann das verstehen, stellt Euch nur mal vor 😀! Bedingungslos heißt im Übrigen nur, dass keine emotionale Erpressung dahinter steckt. Es heißt nicht, dass man selbst gar nix davon hat!

Noch ein Beispiel: ich hatte vor vielen, vielen Jahren eine Freundin, die aus einer Notlage heraus über mehrere Monate bei mir wohnte. Ihre Mutter warnte mich sogar vor ihr: "Pass auf, sie nutzt Dich nur aus!". Meine Mutter meinte, sie sei "übersteigert egoistisch". Und als sie schließlich eines späten Abends Knall auf Fall wieder auszog, sagte sie zu mir: "Du bist bestimmt total enttäuscht. Ich mache das immer so. Ich nutze andere nur aus!" Und ich? Ich schüttelte irritiert den Kopf und sagte: "Aber ich bin gar nicht enttäuscht. Und ich fühl mich nicht ausgenutzt!" Im Nachhinein bedaure ich nur, dass sie so hart gegen sich selbst war - und nie wirklich verstanden hatte, wie viel sie mir gegeben hatte, ohne es überhaupt wahrzunehmen.


Zu erwarten, dass jedes Geben aufgerechnet werden muss, dass die anderen keine Hobbies haben, als mich zu verstehen, sich pausenlos um mich zu kümmern, stets loyal für mich da zu sein oder sich gar für mich aufzuopfern, hat weder mit Liebe noch mit Egoismus zu tun, sondern mit der ungesunden, verkümmerten Egozentrik eines Menschen, der es leider nicht geschafft hat, über ein emotionales Alter von vielleicht 5 Jahren hinauszukommen. Ich spreche natürlich auch nicht von Narzissmus, Größenwahn oder krankhafter Egomanie, wenn ich sage: Egoismus.

Liebe hat viele Namen. 

Egoismus ist für mich Liebe. Mehr als alles andere. 


Outfit: alles aus dem Kleiderschrank geshoppt, außer Schuhe: TkMaxx


Location: Schloss Seefeld, Pilsensee

Kommentare

  1. Oh je, das ist mir alles viel zu philosophisch , so kurz nach dem Wachwerden! Ein Thema, zu dem mir auch viel einfiele, musste ich bestimmte Dinge erst lernen, um zu überleben. Denn ein Nachkriegskind war zu schnell als egoistisch gebrandmarkt, ich weiß nicht, ob sich das Jüngere vorstellen können....
    Bleibt deine Kleidung und die Kulisse, die gefällt.
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

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    1. Na, immerhin die Kleidung und die Kulisse gefällt. Dir? Ich hoffe! :-)
      Ich kann mir so einiges vorstellen. Manchmal geben die familiären Umstände trotz "Nicht-Nachkriegs-Kindheit" es vor, dass man als Kind nicht Kind sein darf, sondern sich um Dinge kümmern muss, weil's sonst keiner tut :-) Auch das gibt's. Und dann darf kind auch nicht an sich denken.
      Danke! Dir ein schönes Wochenende :-)
      Maren

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  2. Toller Beitrag, regt zu nachdenken an. Egoistisch? Nein... ich glaube mit dem Alter kommt mehr "mich" Wertschätzung. Ich tue und denke mehr über mich selbst, weil mi klar wird, dass ich mir das verdiene. Solange ich keinen Schade, ist das doch nicht schlimm. Sich ausnutzen lassen? Ich glaube, jeder hat schon in die Falle getappt. Jetzt kommt aber wieder, je älter man ist desto weniger passiert sowas. Wir sind reifer und erfahrener. Wir sind nicht egoistisch oder selbstverliebt, wir sind vernünftig. Liebe Grüße!

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    1. "Mich"-Wertschätzung klingt natürlich viel besser, da hast Du Recht! Egoismus ist so ein schlechtes Wort irgendwie...
      Vielen Dank, Mira! Liebe Grüße!

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  3. Schöne Fotos sind das. Mir gefällt wie Du heute die Muster mixt.
    Ich helfe wenn ich helfen möchte ohne was zu erwarten. Will ich nicht, helfe ich nicht. Es ist nicht immer einfach mehr an sich zu denken. Das ist manchmal ganz schön anstrengend ;)
    Schönen Sonntag Maren, liebe Grüße Tina

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    1. Vielen Dank, Tina.
      Helfen ohne Erwartungshaltung ist perfekt. Ich stimm Dir da voll zu: es ist nicht immer einfach, an sich zu denken! Geht mir auch so!
      Schönes Wochenende :-) liebe Grüße, Maren

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  4. heut fang ich mal mit dem beachtenswerten anzug an!
    die kombi aus jacke, bluse und ring ist schlicht genial!! und diese tasche ist dazu perfekt! sehr arts&crafts/wiener sezession! <3

    und zu allem überfluss ;-D ist der text GRANDIOS. sehr klarsichtig und klug. man merkt: du hast viel erlebt - und das ordentlich reflektiert und analysiert. chapeau!!!
    aus dem nähkästchen: wg. der grossen liebe, der es sehr schlecht ging, mich sehr vernachlässigt (nicht äusserlich, seelisch) - hat gar nicht gut getan!!! und man kann nicht für andere dasein, wenn man selbst auf dem zahnfleisch rumkriecht!
    leider ist unsere - christlich geprägte - gesellschaft sehr schnell bei der hand mit der verurteilung von leuten*, die sich nicht komplett aufopfern (oder zumindest so tun).
    *besser gesagt: von frauen.
    zauberhaften sonntag nach münchen! xxxxx
    p.s.: niedliches schloss!!!

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    1. Ui, lieben Dank! Deine Interpretationen versetzen mich oft in Staunen, ich denke: sowas sieht sie in meinem schnöden Outfit? :-) Echt klasse! <3

      Hüstel... Du machst mich verlegen. Merci <3
      Oh, das kann ich sehr gut nachvollziehen, was Du beschreibst. Ich möchte auch für meinen Partner da sein, wenn's ihm schlecht geht, das ist für mich selbstverständlich. Aber das kann ich eben nur, wenn ich auch auf mich achte, sonst kann das auch in Vorwürfen und Enttäuschungen enden. Womit niemandem gedient ist!
      Ohja, die christlich geprägte Gesellschaft! Ich weiß um eine Frau in einem kleinen Dorf im Schwarzwald, die Knall auf Fall ihren Mann und drei kleine Kinder verlassen hatte. Die konnte nicht mehr. Kannst Dir vorstellen, was da los war!!! Hätte der Mann das gemacht, mei... wären die gnädiger gewesen! Vor allem die Frauen.
      Danke, zauberhaftes Wochenende <3
      xxxxx

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  5. Liebe Maren, einfach perfekt und wunderbar geschrieben, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Du hast mit jedem Wort recht.
    Tolle Location übrigens! Ich musste erst googeln, da ich Schloss Seefeld nicht kannte. Und Du hast auch wieder ein fesches Outfit an. Vor allem die Jacke und die Schuhe finde ich sehr süß.
    Alles Liebe und einen schönen Sonntag!
    Nadine

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    1. Liebe Nadine, vielen Dank <3 !
      Ja, das süße Schloss ist echt schön, wir sind da manchmal zum essen, es gibt ein nettes Restaurant mit Biergarten im Schlosshof.
      Danke! Alles Liebe auch Dir und ein schönes Wochenende!
      Maren

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  6. Liebe Maren, deine Beiträge gehören immer zu den Highlights der Woche und auch dieses Mal hast du wieder ein Thema gefunden, das absolut zum Nachdenken anregt und über das wir wohl stundenlang diskutieren könnten. Besonders interessant finde ich dabei den Ansatz, dies sowohl aus unserer Sicht als auch der Sicht der anderen zu betrachten. Wie verhalten wir uns, sind wir gegenüber anderen egoistisch? Wie wirken die anderen auf uns? Wie bewerten wir deren Verhalten? Viele von uns sind sicher unter dem Aspekt erzogen worden, dass Egoismus etwas Schlechtes ist und egoistische Menschen unangenehme Zeitgenossen sind. Sicherlich – wie du ja angeführt – ist zwischen unterschiedlichen Formen des Egoismus zu unterscheiden. Wenn ich in der Straßenbahn Rücksicht auf andere Menschen nehme und einem älteren Menschen einen Platz überlasse, dann wäre es hier wohl unangebracht, auf diesem Platz für uns zu bestehen. Wenn wir jedoch zu einer Veranstaltung eingeladen werden, die uns überhaupt nicht interessiert, und wir diese Einladung daher ablehnen, dann ist das doch quasi auch Egoismus zum Selbstschutz. Warum sollte ich meine Zeit mit etwas vergeuden, was mich nicht anspricht? Ich denke, dass dies aber auch einem Reifungsprozess unterliegt und wir dies mit fortschreitendem Alter leichter entscheiden. Danke für diesen so tollen Beitrag.
    Hab einen wunderbaren Sonntag und alles Liebe

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    1. Liebe Gesa, vielen Dank, mich freut das sehr, dass meine Beiträge zu Deinen Highlights der Woche gehören, das empfinde ich regelrecht als "Ritterschlag"! Danke <3
      Ja, Du sagst es, über das Thema könnten wir stundenlang diskutieren und es von allen Seiten beleuchten! Wobei die Rücksicht und auch Freundlichkeit anderen Menschen gegenüber im Alltag (Sitzplatz freimachen in der Tram, jemanden vorlassen, Tür aufhalten etc...) auf jeden Fall zu den Dingen gehören, die ich tue, weil sie mir ein gutes Gefühl geben. Weil ich davon überzeugt bin, dass die Welt ein Stück besser wäre wenn wir alle etwas umsichtiger und freundlicher wären. Das widerspricht ja dem Egoismus nicht. Das mit der Einladung sehe ich auch so: wenn ich niemandem damit weh tue, kann ich sie genauso gut auch ablehnen.
      Vielen Dank und alles Liebe an Dich!

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  7. Servus, liebe Maren!
    Ich habe deinen tollen Beitrag zwar schon heute Früh gelesen, aber obwohl ich durchaus auch beim Frühstück gern philosophische Themen lese, komme ich erst jetzt zum Kommentieren. Mir gefällt übrigens, was Mira im Zusammenhang mit dem Wort "Egoismus" geschrieben hat - für sie trifft es eher die Bezeichnung "mich-Wertschätzung". Genau, ich schätze mich wert, und ich kümmere mich um mich. Niemand kennt mich und meine Bedürfnisse schließlich besser als ich. Man kann es auch "selbstschützende-Grenzen-ziehen" nennen. Und jetzt komme ich dir mit dem Gegenteil der Mutter-Keule: Ich habe nämlich gerade durchs Mutter-Sein ganz besonders gut gelernt, mich abzugrenzen - und das hat nix mit Nicht-Lieben zu tun, wie du bestimmt weißt - sondern einfach mit einem recht reifen Mutter-Tochter-Verhältnis. Meine Tochter hat zu akzeptieren gelernt, dass es Zeiten gibt, in denen sie die Hauptrolle spielt, aber auch Zeiten, in denen ich mich mit mir uns meinen Interessen beschäftigen möchte, Zeiten, wo ich etwas erledigen MUSS - sowie Zeiten, die Edi und mir gehören. Ich war ja zu Beginn alleinerziehend, sprich: Edi wurde erst mein Partner, als Jana zwei war und wir zogen erst ein paar Jahre später zusammen... und ich wollte nicht mit einer keinen Haustyrannin zusammenleben. Im Gegenzug habe ich auch nach Möglichkeit akzeptiert, wenn Jana in Ruhe gelassen werden wollte. Es nicht immer ganz einfach, den eigenen Weg zu gehen - und da dann auch mal nein zu sagen - aber die Alternative wäre tatsächlich, sich und anderen etwas vorzumachen. Und was Enttäuschungen betrifft - ja, wenn man sich etwas bestimmtes vorgestellt hat, dass dann nicht eintrifft, ist Enttäuschung natürlich vorprogrammiert. Wenn man die Dinge auf sich zukommen lässt, ohne Wunschvorstellungen, lebt man freier und zufriedener. Klappt bei mir nicht immer, aber schon recht oft. Die Geschichte mit deiner Freundin gefällt mir. Ist der Kontakt danach dann eigentlich eingeschlafen?
    Deinen Anzug mag ich auch wieder sehr gern - Jacke und Ring sind perfekt aufeinander abgestimmt, und die Bluse sammelt die verschiedenen Töne so schön zusammen, das macht die Sache wunderbar rund und harmonisch!
    Eine angenehme erste Novemberwoche wünsche ich dir!
    Alles Liebe, Traude

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    1. Servus liebste Traude,
      und ich komm erst jetzt zum Antworten... schnarch! Drei Monate später... :-) Oh, ich stimme Dir da zu: philosophische Themen gerne zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich wusste zudem gar nicht, dass ich so eine Philosophin bin, da ich mich selbst mit dem Schreiben der vielen "PH"s so schwer tue...
      Ich-Wertschätzung trifft es sicher besser. Egoismus klingt für viele zu hart, zu "böse". Das ist richtig. Dass Du als Mutter besonders gefordert bist, "Ich-Wertschätzung" einzufordern bzw. Dir selbst Zeitfenster dafür zu schaffen, ist sehr umsichtig und enorm wichtig - denn wie Du ja sagst, und wir uns denk ich völlig einig sind: man kann nur für jemanden anderen da sein, wenn man an sich selbst denkt.
      Bezüglich meiner Freundin: Nein, ist nicht eingeschlafen - und zwar hat SIE (außgerechnet) immer wieder den Kontakt gesucht. Ich bin aber auch so ein Mensch, der sich selbst mit diesen "Geben- und Nehmen-Konventionen" schwer tut, d.h. ich gehöre nicht zu denen, die z.B. Anrufe o.ä. "aufrechnen" (Ich hab dich jetzt dreimal angerufen - Du hast Dich nie gemeldet oder so...). Von daher hat's bei uns beiden einfach gepasst. Keine "Pflichten", keine Vorwürfe. Nur so geht Freundschaft bei mir. Und im Zweifel ist mir Ehrlichkeit einfach lieber als Höflichkeit.
      Vielen Dank <3
      Ich wünsch Dir auch eine angenehme nächste Novemberwoche!
      Alles Liebe!

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    2. Liebste Maren,
      wir können gerne auch mit "F" filosofieren, obwohl das blöd aussieht ;-) Zum Beispiel darüber, dass du möglicherweise noch etwas anderes zu tun hast als mir sofort und auf der Stelle zu antworten. Ich selber antworte nur in Ausnahmefällen unter den Kommentaren in meinem Blog, weil ich das alles sonst überhaupt nicht auf die Reihe brächte... Aber ich freu mich immer wieder über Kommentare, denen man ansieht, dass sie sich mit dem Geschriebenen beschäftigt haben - und somit eindeutig über deine Zeilen, ob nun hier oder bei mir, weil sie etwas Besonderes sind. Was du z.B. über Violett und Gelb, geschrieben hast, Geben und Nehmen, nach außen - nach innen gehen, Macht, Ich-Stärke, Verbundenheit, All-Eins-Sein... - vermutlich hat sich da bei mir, seit ich frei "von diesem Job" bin (ich schreibe das mit Ekel und kann mich nicht überwinden, "von meinem Job" zu schreiben), ordentlich was getan ;-))
      Wirklich schön, dass der Kontakt zu deiner Freundin nicht eingeschlafen ist - und da sie die Aktivere in dem Fall ist, scheint da das Geben-Nehmen ja sowieso ganz natürlich und auf weitgehend ausgeglichene Weise zu funktionieren. (Ich denke, du verstehst sie so, wie niemand sonst auf der Welt sie verstehen kann). Ich habe dir die Frage, ob der Kontakt eingeschlafen ist, nur gestellt, weil du oben geschrieben hast: "Im Nachhinein bedaure ich nur, dass sie so hart gegen sich selbst war - und nie wirklich verstanden hatte, wie viel sie mir gegeben hatte, ohne es überhaupt wahrzunehmen." - Nachdem ihr immer noch befreundet seid, kannst du es ihr ja sehrwohl zu verstehen geben (oder hast es vermutlich eh schon getan), dass die Zeit wichtig für dich war und du dich nicht ausgenützt gefühlt hast... Und dann gibt's auch nichts zu bedauern :-)
      Drückers nochmal und alles Liebe, Traude

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  8. Liebe Maren,
    danke für diesen Post, der wie jeder Post von Dir so vielschichtig und spannend ist. Zum Glück gibt es Menschen, die nur an sich selbst denken (in bestimmten Situationen) und geben die Zügel nicht aus der Hand!

    Ich weiß, dass womöglich viele sagen würden, dass man ein Egoist ist, aber ganz ehrlich, mir ist das mittlerweile egal. Jede Frau und jeder Mann trägt allein Verantwortung für das eigene Leben, niemand sonst. Ich müsste auch vieles erleben, auch viele Enttäuschungen, um das zu erkennen. Wie oft bin ich enttäuscht worden! Was hat das mit anderen Menschen zu tun? Garnichts!
    Niemand kann etwas dafür, dass ich mich täuschen lassen habe.

    Über die Erwartungen kann ich auch Lieder singen, die wohl bitter nötig waren, um die Klarheit zu gewinnen und die rosarote Brille abzulegen.
    Bei mir ist noch die Sache mit dem Neptun in meinem Radix, der mich immer wieder dazu verleitet die Realität mit dem Traum zu verwechseln. Ein schwieriges Unterfangen für mich einerseits, andererseits diese Fähigkeit mich per Knopfdruck in die Phantasiewelt versetzen zu können hat schon oft, besonders in der Kindheit, mir fast „das Leben gerettet“.

    Ja, es ist unser Leben und wir sollen keine Entscheidung treffen, die sich nicht gut anfühlen und keine faule Kompromisse eingehen, um... jemanden einen Gefallen zu tun? Dem ist leider nicht so, denn wie ein Sprichwort sagt: „Besser Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende“. So sehe ich das auch, auch wenn ich manchmal tatsächlich über die „Härte“ meiner Entscheidung zuerst erschrocken bin, weil immer noch bin ich am Lernen, zu mir selbst zu stehen.
    Das ist ein Prozess, der Zeit braucht, um die altem Mechanismen zu durschauen und sie zu wandeln.

    Danke für diesen kostbaren Post! Liebe Grüße und eine gute Woche, Grażyna

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    1. Liebe Grażyna,
      sehr gerne <3 Vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Ich stimme Dir da völlig zu: zum Glück gibt es Menschen, die die Zügel nicht aus der hand geben, das hast Du schön und treffend gesagt. Und wenn das "Egoismus" sein soll, dann bin ich es gerne - und dann ist es mir auch egal, was andere darüber sagen :-)

      Genau, es ist eben die Verantwortung für das eigene Leben.
      Und was Du über die "Täuschungen" sagst, finde ich enorm wichtig: sie haben nichts, aber auch wirklich gar nichts, mit anderen Menschen zu tun. Vielen Dank für diese Deutlichkeit nochmal, weil es auch das ist, was ich gelernt habe und von dem ich inzwischen überzeugt bin.

      Aber ich glaube auch wie Du, dass der Lernprozess trotzdem noch lange nicht abgeschlossen ist. Sowas dauert meist ein Leben lang - und zum Glück ist es so. Lernen hält schließlich jung und fit :-)

      Lieben Dank! Liebe Grüße - und Dir auch eine gute Woche!

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  9. Natürlich gibt es Menschen, die extrem egoistisch sind und diesbezüglich auch über Leichen gehen. In den meisten Fällen ist Egoismus aber reiner Selbstschutz und völlig legitim. Mir ist wichtig, dass die Leute ehrlich sind und mich nicht anlügen, um Profit aus einer Sache zu schlagen. Von solchen Menschen verabschiede ich mich ganz schnell wieder.

    Schöner Beitrag.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. So seh ich das auch - über Leichen gehen hat für mich nix mehr mit (gesundem) Egoismus zu tun. Mir ist Ehrlichkeit auch allemal lieber als Höflichkeit.

      Vielen Dank!

      Liebe Grüße Maren

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  10. Liebe ist für mich Wohlwollen, das ich mir und anderen entgegenbringe ohne für meine Zuneigungsbezeugungen eine wie auch immer geartete Revange zu erwarten.
    Wobei, wenn ich liebe viele ich mit gut, ja besser und stärker. Ein erhebender Zustand. Und das genaue Gegenteil von Hass. Der einen runter zieht.
    BG Sunny

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    1. Natürlich ist Liebe viel erhebender als Hass, der einen nur runter zieht. Deshalb kann Hass auch niemals so stark sein. Seh ich genauso!
      Liebe Grüße Maren

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  11. Ich bin ziemlich direkt, wenn mir einer Wichtig ist sag ich´s ohne wenn und aber . Direkt und höflich. Bin ich nur noch nett und der andere nicht, ist er mir schlicht egal. Privat handel ich seid Jahren ...wie Du mir so ich Dir. Jeder bekommt seine 3 Chancen. Versaut er sie, hat er Pech gehabt. Wir sind nicht bei wünsch Dir was, sondern bei so ist es.
    Vor 40 habe ich mir alles mögliche gefallen lassen. Immer nachgegeben. Heute bin ich zufrieden und einfach nur konsequenter .
    Bin ich deshalb böse , weil ich keine Mutter Theresa bin ?

    LG heidi.... die Dir eine fabelhafte Woche wünscht.

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    1. Da bist Du aber sehr konsequent! Ich finde es aber gut, dass Du ehrlich und direkt sagst, was Dich stört. Das ist mir auch lieber als höfliche Menschen, die mich anlügen.
      Ob ich allerdings jedem 3 Chancen gebe, weiß ich nicht, Ich rechne das nicht so auf, glaub ich.
      Aber wenn es sich für Dich bewährt hat, ist es ja gut. Vor allem, wenn Du heute zufriedener bist als früher.
      Und ich glaube ehrlich, dass selbst Mutter Theresa alles auch nur für sich gemacht hat. Es hat ihr eben ein gutes Gefühl gegeben!

      Liebe Grüße von Maren... die Dir ebenso eine fabelhafte nächste Woche wünscht!

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    2. Manche Menschen bekommen nicht einmal drei Chancen weil sie mir nicht wichtig genug sind. Die sogenannten Zeiträuber. Andere dafür 4 oder 5.
      Und Konsequent hilft sehr. Es gibt Kindern , wenn sie deine eigenen sind große Sicherheit. Es beinhaltet auch Verlässlichkeit . Das ist inclusive

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  12. „Egoismus besteht nicht darin, dass man sein Leben nach seinen Wünschen lebt, sondern darin, dass man von anderen verlangt, dass sie so leben, wie man es wünscht.“ Oscar Wilde
    Vergib mir die extremen Egoisten, aber ein bisschen Solidarität ist sehr wichtig.
    Vergib mir die extremen Altruisten, aber ein bisschen Egoismus ist von grundlegender Bedeutung. Ich denke alles hat eine Grenze. Und die Grenze ist, nicht Selbstliebe mit Selbstsucht und Rücksichtslosigkeit zu verwechseln.
    Der Mensch kann seinen Egoismus ausgleichen, indem er ihn mit verschiedenen edlen Eigenschaften in Verbindung bringt.
    Wie immer provozieren deine Themen einen wunderbaren Meinungsaustausch, so macht lesen 100 % Spaß!
    Sorry, wenn ich nicht klar genug war, aber es ist nicht immer einfach, einige Themen in einer anderen Sprache als meiner zu kommentieren. Ansonsten ist es fast Mitternacht und ich bin müde...;)
    Liebe Grüße, Kuss und gute Nacht,
    Claudia
    Claudia

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    1. Liebe Claudia, ich versteh aber dennoch, was Du sagen willst :-) und Oscar Wilde hat wie immer recht!
      Bin trotzdem froh, dass Du nicht auf portugiesisch schreibst, denn damit hätt ich so meine Probleme...! :-)))
      Ja, mit Egoismus meine ich auch nicht, über Leichen zu gehen und auf soziale Kontakte zu pfeifen. Ein Ausgleich halte ich auch für sehr wichtig!
      Liebe Grüße, Kuss und happy Sunday :-)
      Maren

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  13. PS: Hübscher Look, liebe Maren, vor allem die Farbkombi gefällt mir sehr!! Und wenn du möchtest, du kannst mit deinem Blazer an meinem Linkparty teilnehmen!
    LG Claudia

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  14. Hallo liebe Maren, in diesem Schloss habe ich mal einen Kochkurs gemacht, schöne Location und toller Look! Den Mustermix mag ich sehr!
    Und was dieses Thema anbelangt, ich bin bei Dir! Ich kann es ehrlich gesagt auch nicht mehr hören, wenn mir jemand erzählt, wie enttäuscht er von wem auch immer ist. Meiner Meinung nach ist es halt so im Leben: es gibt auch hier die beiden Seiten der Medaille und was den einen in meinem Leben auf Grund meiner Handlung glücklich macht, ist für den anderen dann eine Enttäuschung. Ich sehe es so, dass man immer selber gefordert ist und für sich selber die Verantwortung übernimmt. Vor allem höre ich immer wieder, dass jemand enttäuscht von jemanden ist, aber dann kommt irgendwie raus, dass der andere - der der enttäuscht hat - gar nichts von der Erwartungshaltung des anderen wusste ... Wie heißt es so schön in der Bibel mit dem Splitter im Auge des anderen, aber dass man den Balken vor seiner eigenen Türe nicht sieht? Ich finde, an dem Spruch ist sehr viel dran und außerdem, dass man es vor allem selber in der Hand hat, dass man sein Leben lebt und dass nicht andere dafür verantwortlich sind, wenn es einem nicht so gut geht. Alles Liebe von Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Hallo liebe Rena, wie cool, dass Du da mal einen Kochkurs gemacht hast. Ja das Schlösschen ist wirklich hübsch.
      Danke!
      Und da stimm ich Dir mal wieder vollen Herzens zu - denn diese "Enttäuschungen" haben immer nur mit einem selbst zu tun. Aber der Balken im eigenen Auge macht eben blind! Da hast Du auch Recht! An dem Spruch ist viel dran, und wo wir schon bei der Bibel sind: "Liebe dienen Nächsten wie dich selbst" hat ja auch ganz schön viel mit "Egoismus" zu tun! Und bedeutet schlicht, wenn ich nicht an mich denk, kann ich auch nicht für andere da sein. Eigentlich ganz einfach :-)
      Alles Liebe von Maren

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  15. Eine gesunde Portion Egoismus trägt mit Sicherheit jeder in sich. Schon allein deshalb, dass es einem gut geht, man sich Auszeiten gönnt und vieles mehr. Hilfsbereit bin ich gerne. Deine Sichtweisen regen mich gerade sehr zum Nachdenken an. Du hast das wieder alles toll beschrieben. Oftmals klagen eher unzufriedene Menschen über andere, dass diese nur an sich denken.
    Dein Outfit finde ich wieder sehr schön. Besonders gut gefällt mir der sportliche Streifenblazer.
    Hab noch einen schönen Abend liebe Maren.
    LG
    Ari

    ARI SUNSHINE BLOG

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    1. Ja, genau, und die Betonung sollte auf "gesund" liegen! Und was Du schreibst über die notorisch unzufriedenen Menschen, die sich über die anderen beklagen, weil diese nur an sich denken - das sind für mich nämlich tatsächlich die latent egozentrischen! Die anderen sollten sich nämlich nicht um sich selbst, sondern besser um sie (also die Klagenden) kümmern! Hmmmm....
      Vielen Dank, liebe Ari, für den Komment und das Oufit-Lob!
      Einen schönen Abend wünsch ich Dir auch!
      LG
      Maren

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  16. Liebe Maren,
    du hast vollkommen Recht, Egoismus ist eine schöne Form der Liebe, die wir uns selber zukommen lassen können. Ich bin gerne bereit, Freunden oder Verwandten zu helfen, wenn sie meine Hilfe brauchen. Aber ich lasse mich nicht permanent einspannen und schon gar nicht für fremde Zwecke vor den Karren spannen.

    Meine beste Freundin beispielsweise ist im Vorstand eines Gesangsvereins. Obwohl sie beruflich total eingespannt ist, leistet sie ehrenamtlich noch viele, viele Arbeitstunden abends und am Wochenende für den Verein. Manchmal geht sie richtig auf dem Zahnfleisch. Das Amt abgeben kann sie angeblich nicht, weil es keinen Nachfolger gibt. Diese Form der Aufopferung kann ich nicht nachvollziehen, dazu wäre ich in keiner Weise bereit. Klar ist es super, sich ehrenamtlich zu engagieren, aber so etwas ginge mir eindeutig zu weit. Bin ich deshalb unsozial und egoistisch?
    Herzliche Grüße
    Birgit
    fortyfiftyhappy.de

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    1. Liebe Birgit,
      ganz meine Meinung!

      Was Du über Deine Freundin schreibst, das kenne ich auch. Irgendwie sind das oft Menschen, die sich dann - möglicherweise irgendwann - auch über "fehlende Wertschätzung" der anderen beklagen, zumindest darunter leiden. Ich kritisiere das jetzt nicht, aber es ist wirklich eine Falle. War selbst schon darin gefangen, daher kann ich's gut nachfühlen...
      Sich engagieren geht nur wirklich ohne Verlust, wenn man selbst so viel aus der Sache gewinnt, dass es einem damit gut geht. Wenn man auf dem Zahnfleisch kriecht, kann's ja nicht gut sein!
      Herzliche Grüße
      Maren

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  17. Tolle Outfits und ein brisantes Thema, das zum Nachdenken anregt liebe Maren. Eine gesunde Portion Egoismus ist ganz sicher viel gesünder als geradewegs in den Burn-Out zu steuern. Und das Thema Selbstliebe oft ein lebenslanges Projekt. Allerdings ist ohne Selbstliebe mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Nächstenliebe möglich. Und über bedingungslose Liebe redet es sich so leicht, sie umzusetzen ist allerdings nicht ganz so leicht. Denn im Grunde genommen, werden wir ja mehr oder minder von klein auf darauf konditioniert, nur dann liebenswert zu sein, wenn wir gewisse Bedingungen erfüllen. Liebe hat viele Namen, da stimme ich dir zu. Und wahrscheinlich verbindet auch jeder mit Liebe etwas anderes, denn schließlich sind wir nicht alle gleich. Es wäre ja auch langweilig im Leben, wenn dies so wäre.
    Liebe Grüße Ursula

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    1. Danke, Ursula, ich denke auch, dass Selbstliebe ein lebenslanges Projekt ist! Und dass ohne Selbstliebe keine Nächstenliebe möglich ist, davon bin ich zu 100 % überzeugt - wie sollte das auch funktionieren?
      Ganz genau, das finde ich einen ganz wichtigen Punkt: wir werden konditioniert, dass Liebe an Bedingungen geknüpft wird. Das ist aber eine der größten Katastrophen der Menschheit, wenn man den Faden mal weiter spinnt, denn vom bloßen (vielleicht noch harmlosen) Leistungsdruck bis hin zum Verbrechen entsteht doch alles doch irgendwie nur aus einem Grund: die Menschen wollen geliebt werden, koste es was es wolle! Und wegen seiner bloßen Existenz wird kaum jemand geliebt. Deshalb sage ich "Katastrophe".
      Liebe Grüße Maren

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  18. Liebe Maren,
    ein tolles Outfit, passt perfekt zum Herbstlaub und zum schönen Schloss Seefeld, da bin ich auch gern, vor allem im Sommer.
    Und mit Deinem Text triffst Du mal wieder alle Nägel auf den Kopf! Mir gehen die ewig Unzufriedenen, Unverstandenen, Ausgenutzten und Beleidigten genauso auf den Wecker wie die notorischen Narzissten, Ellenbogen-Schläger und über-Leichen-Stolperer. Ich denke, eine gut dosierte Mischung aus Egoismus und Nächstenliebe ist die beste Lösung - was ja nur die beiden Seiten der selben Medaille sind. Wer das gut hinkriegt ist hundertpro ausgeglichener, zufriedener und mit Sicherheit meistens besser gelaunt als die Extremisten, und schon von daher automatisch der erträglichere Zeitgenosse...ich sage mal so: was hilft, ist eine grundsätzlich "wohlwollende" Haltung in beide Richtungen - da fand ich Dein Beispiel so klasse von der Freundin, die bei Dir gewohnt hat! Oder um es mit Karl Kraus zu sagen: Hass muss produktiv machen. Sonst ist es gleich gescheiter zu lieben...
    in diesem Sinne wohlwollend wünsche ich Dir und mir ein schönes Wochenende
    liebe Grüße
    Gila

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    1. Liebe Gila,
      vielen lieben Dank für Deinen tollen Kommentar!
      Ja, das Schloss Seefeld ist wirklich sehr hübsch...
      Und was Du ansprichst, ist ja genau das, wovon ich eh überzeugt bin: es geht immer nur beides, immer nur zwei Seiten, es gibt kein Schwarz ohne Weiß und so weiter... deshalb gibt es auch keine Nächstenliebe ohne Selbstliebe und Egoismus, der dafür sorgt, dass man sich selbst wertschätzt. Ganz genau, wer diese "Balance" so einigermaßen hinkriegt, ist insgesamt ganz sicher zufriedener, auch hier stimm ich Dir zu 100 % zu!
      Das Zitat von Karl Kraus ist super!
      Danke Dir! Ich wünsche Dir und mir auch noch eine tolle neue Woche :-)))
      liebe Grüße
      Maren

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