Sunday Colours: Hyper, Hyper!


Wer wie ich in den 90ern jung war und die Techno-Welle zumindest mitbekommen hat, erinnert sich bestimmt an SCOOTER und ihre auf nenglisch (norddeutsch-englisch) gegrölte Hymne "HYPER, HYPER!" Seit ich vor einigen Wochen über ein Phänomen namens "Hypersensitivity" oder HSP (= "High Sensitive Person") - das natürlich gar nicht so neu ist, bloß gerade einen neuen "Hype(r)" erfährt - gelesen habe, kommt mir nämlich immer wieder dieser doofe Refrain in den Sinn. Besonders wenn's mal wieder schlimmer wird mit den Symptomen... 😀

"Stell dich nicht so an!“, „Das bildest du dir nur ein!“, „Sei nicht so empfindlich!“ sind Aussagen, die ich in unterschiedlichen Varianten in meinem Leben wohl gefühlte Millionen mal gehört habe. Dass ich zeitweise geglaubt habe, dass mit mir was nicht stimmen kann, wenn ich scheinbar zu sensibel für diese Welt bin und mich ständig "anstelle", liegt auf der Hand.

"Hypersensibilität" und "Hypersensitivität" sind halt jetzt der hotteste Shit und "Stempel" für diejenigen unter uns, welche, um es mal ein bisschen flapsig auszudrücken: Partys und Menschenansammlungen meiden, wohl kaum WG-tauglich sind, eher das Alleinsein suchen und brauchen und sich oft für alles irgendwie verantwortlich fühlen. Selbst für die Gefühle und Stimmungen der anderen.



Außerdem, so durfte ich erfahren, reagieren diese Menschen höchst empfindlich auf Reize wie Licht, Lautstärke oder Schmerzen, haben einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, sind sehr gewissenhaftkreativ, haben einen besonderen Zugang zu Musik, Natur und Kunst und können mit Lügen ganz schlecht umgehen.

Sie fühlen sich zudem vielen Situationen hilflos ausgeliefert, von Familie und Freunden (und Ärzten...!) oft unverstanden, und sind unter Menschen schnell erschöpft, weil sie als "wandelnde Stimmungsbarometer" ja ständig sämtliche "Wellen empfangen" - und am Ende durch dieses "Frequenzen-Chaos" nicht mehr unterscheiden und "abgrenzen" können, welche Gefühle die eigenen sind und welche nicht.   

Im Übrigen können diese Menschen ihr inneres Gedankenkarussell kaum abstellen und sind dadurch, dass sie Reize kaum "filtern" können, die schlechtesten "Multitasker" ever. Sie fühlen häufig eine innere Unruhe und haben ausgezeichnete empathische Fähigkeiten. Oft stellen sie hohe Erwartungen an ihre Mitmenschen und verstehen nicht, warum diese anders ticken und einfach weniger "komplex" wahrnehmen.

Also, um es mal in aller Kürze auf den Punkt zu bringen: ich wusste nicht, ob ich mich peinlichst ertappt fühlen oder laut "Bingo!" rufen sollte.


Und auch, wenn ich an sich keine "Gebrauchsanweisungen" und Schubladen in meinem Leben benötige, war es irgendwie eine Erleichterung, einen Namen für das zu haben, was mit mir "nicht stimmt". Einen Namen, der keine Depression, kein Burnout, kein ADS und keine Autismus-Tendenzen in sich birgt, weil das alles irgendwie auch nicht wirklich zutrifft.

Außerdem bin ich kein einsamer Alien, sondern es gibt inzwischen eine regelrechte Community von HSP`s! Das hat mich ungemein beruhigt. Deshalb ist es mir auch vollkommen wurscht, ob Mediziner, Psychologen und Co. von einem eher nicht ernst zunehmenden Trend sprechen und behaupten, dass viele sich inzwischen selbst als "hypersensibel" bezeichnen, um sich irgendwie "abzuheben" - wobei hier jegliche wissenschaftliche Grundlage fehle.

Ich kann dazu nur sagen, dass jeder, der sich von meinen o.g. Beschreibungen angesprochen fühlt, sich ganz bestimmt nicht abheben will. Das glaube ich nicht. Ich jedenfalls hatte einfach immer nur den Wunsch, ganz "normal" zu sein - und mir vor allem nicht wegen allem und jedem so einen Kopf zu machen.



Dabei bin ich überzeugt, dass in Wahrheit nicht (wie in einigen Büchern beschrieben) 15 bis 20 Prozent der Menschheit an Hypersensitivität, sondern die gesamte westliche Gesellschaft an permanenter Überstimulation leidet! Nicht diejenigen, die hypersensibel reagieren, sind "verrückt". Die Schnelllebigkeit unserer Zeit ist es. Die Medien mitsamt ihrer grellen, flackernden, lauten, schrillen und krank machenden Reizüberflutung sind es. Die Battles und Challenges und High Scores und Win-Wins... wenn man so will, wurden wir über Jahrhunderte und ganz besonders in den letzten Jahrzehnten permanent de-sensibilisiert.


Ich hab mir jedenfalls vorgenommen, mich nicht mehr so verrückt zu machen und mich für das, was ich bin und wie ich bin nicht mehr ständig zu rechtfertigen. 

Ein gutes Beispiel: erst vorgestern war ich bei meiner Ärztin. Statt wie sonst meine Beschwerden zu bagatellisieren und Witze darüber zu reißen, weil sie mir ja vermutlich eh nicht glaubt und ich ihr zudem ja nicht den Tag vermiesen will, wenn sie nix findet -  und ich auf keinen Fall den Eindruck entstehen lassen möchte, ein jammernder Hypochonder zu sein, weshalb ich schon mal vorausschauend untertreibe - außerdem, falls ich tatsächlich etwas Schlimmes habe, hätte ich sie quasi auch noch drauf gestoßen... tja. Willkommen in meinem Hirn!... ist es mir erstmals gelungen, (fast) vollkommen ironiefrei und ehrlich zu sprechen.

Und siehe da: sie hörte mir sogar eine Weile zu! Mit richtigem Blickkontakt! Und sagte nicht genervt lächelnd: "Ach, Frau G., Sie haben doch eh nix/ nicht mehr alle Latten am Zaun/ belästigen Sie mich bitte nicht mit Ihrem unwichtigen Kram...!" sondern: "Ich nehme das, was Sie sagen, sehr ernst!". Das hat sie wortwörtlich gesagt. Und ich hab's ihr sogar geglaubt.

Krass.



Outfit: 
Pulli: TkMaxx
Hose: Zara
Schuhe: Gabor
Kette: ??
Ring: vom Gardasee
Tasche: aus Las Palmas, Gran Canaria


Location: Münchner Hinterhof

Kommentare


  1. Äh? Ich dachte, dass der Mensch halt so ist, wie du es beschreibst. Ich kenn jedenfalls viele, die so sind und habe daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass das Menschsein ausmacht. Und der Rest, mit dem ich nicht mehr zu tun haben mag, Hornhaut auf der Seele hat. Aber wenn man ein Krankheitsbild draus machen kann, klingelt ja vielleicht die Kasse in der Gesundheitsindustrie.
    Also weg mit den Selbstzweifeln! Ran ans Leben, das sicher auch in Münchner Hinterhöfen tobt ( vielleicht nicht heute bei minus vier Grad ).
    Alles Gute!
    Astrid

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    1. Okay, verstehe. Ehrlich gesagt, beneide ich Dich darum, dass Du viele Menschen kennst, die so sind, wie ich es beschrieben habe (oder es liegt an meiner unzulänglichen Beschreibung, was ich eher vermute!) Ich kenne leider kaum jemanden. Liegt vielleicht auch an meiner allgemeinen Menschenscheuheit :-)
      HSP wird übrigens auf gar keinen Fall als "Krankheit" beschrieben und verstanden, es ist mehr eine Persönlichkeitsbeschreibung. Es gibt sogar Selbsthilfegruppen, was ich total witzig finde... das ist so wie ein Stummfilm für Blinde :-) oder Rollschuhe für Gehbehinderte...
      Tobendes Leben? Horror! :-)
      Dir auch alles Gute!
      Maren

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  2. gratuliere!
    nicht zur "diagnose" - nein - sondern dazu, dass du dich selbst angenommen hast!
    du bist besonders!! so what?! wenn andere ein problem damit haben - tja, dann ist das *den ihr* ("deren" auf sächsisch) problem. und die klugen, empathischen reagieren eh positiv - siehe frau doktor.....
    schon seit meiner frühen kindheit hat man mir bedeutet, ich wäre nicht "normal" - zu sensibel, spinnert, etc.... irgendwann im teeny-alter hab ich dann den spiess umgedreht und mein "anderssein" geradezu zelebriert - und darüber dann gelernt mich abzugrenzen wenn nötig. insofern bin ich zwar immernoch "hypersensibel" - aber ich kann ganz wunderbar so tun als wäre ich ein oberflächlicher mensch, an dem alles abprallt - wenn nötig ;-D

    bin ganz verliebt in deinen anzug! sehr gelungene proportionen und die FARBEN! die patina von kupfer und eisen mit einem hauch lapislazuli.... hachz***** <3 <3 <3
    ein hoch auf die (echten) sensibelchen! xxxxxxx

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    1. Vielen Dank!
      Dass Du mich verstehst, war mir tausendmal klar! Wirklich.
      Ich find's klasse, dass Du das erwähnst mit dem "so tun als ob", das hab ich inzwischen perfektioniert, muss nur immer aufpassen, dass es nicht so sarkastisch klingt, wenn ich Sachen sag wie "Ach, ich bin da eh nicht so empfindlich, kennst mich ja" oder "Weißt ja, ich krieg sowas eh nicht mit..." - aber die meisten merken es nicht einmal, nur sehr nahe stehende Menschen schauen mich fragend an. :-D

      Vielen Dank und auch für Deine tolle Beschreibung! Patina von Kupfer mit einem Hauch Lapislazuli... wow! Aber das trifft's!
      Ein Hoch! <3<3<3 xxxxxx

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  3. Oh ja, ich habe vor einigen Jahren auch laut "Bingo" gerufen! Astrid befindet die HSPs für normal, ich hingegen habe immer gedacht, ich bin völlig neben der Spur und es hat mich sehr gehemmt. Noch heute komme ich schlecht in (oberflächlichen) Kontakt mit Menschen, fällt mir das Alleinsein leichter als die große Menge, und erst jetzt, mit über 50, lerne ich, dass mein Sosein ok ist und ich ebenso einen Platz hier reserviert habe wie alle Anderen auch. Leider spät. Die Passage mit der Ärztin könnte von mir sein. Meine lächelt immer nachsichtig, ich glaube, sie kennt mein Problem. Trotzdem arbeite daran, mich ernst zu nehmen und mein Anliegen gut zu formulieren.
    Dein Outfit gefällt mir gut, besonders die Tasche hat es mir angetan! Liebe Grüße Gabi

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    1. Liebe Gabi, Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich über Deinen Kommentar und die daraus für mich totale Bestätigung freue! Das tut so gut! Das war auch ein bisschen meine Hoffnung, dass ich vielleicht Menschen erreiche, denen es ähnlich geht...
      Ja, vielleicht hast Du Dein Sosein spät akzeptiert, aber besser spät als gar nicht. Ich bin 51 und hab erst jetzt eine Idee davon, dass mein Platz ja genauso berechtigt ist wie andere. Dass es doch nicht immer selbstverständlich sein kann, dass ICH mich anpasse, oder? Ich muss auch immer (natürlich nur nahe stehende Menschen) danach fragen, was "normal" ist. Und das mit den Anliegen klar formulieren, Bingo! Das Problem ist dabei nämlich, dass ich manchmal fassungslos war, dass andere nicht verstanden haben, was ich ihnen mitteilen möchte. Aber ich hab gelernt, dass es eben hauptsächlich an mir liegt. :-)
      Vielen Dank! Die Tasche mag ich auch sehr gern.
      Und nochmal vielen lieben Dank für Deine Worte! Liebe Grüße, Maren

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  4. Diese Reizüberflutung trifft viele Menschen heut zu Tage. Ich würde mich zwar nicht als hypersensibel bezeichnen, mag aber Menschenmassen und laute Umgebung nur bedingt. Dann bin ich froh, dass ich in einer ruhigen Gegend wohne und mich zurückziehen kann.

    Diese warmen Herbstfarben stehen Dir fantastisch. Deine wunderhübsche Tasche gefällt mir besonders.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Das meine ich auch. Ich glaub, es ist auch egal, welchen Namen man "dem Kind" gibt, hauptsache, man lernt damit umzugehen...

      Danke Dir! Das ist ja meine neuste "Ländertasche"... :-) aus Gran Canaria.

      Liebe Grüße, Maren

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  5. Liebe Maren, ich freue mich total über diesen wunderbaren Beitrag und habe so richtig mit dir mitgefühlt. Ich finde mich einfach in so Vielem davon wider und habe das meiste auch selbst so oder in einer ähnlichen Form erlebt. In meinem Aufwachsen waren es eben die lauten, die lebhaften Kinder, die Beachtung erhalten haben, und die typische Aussage meiner Lehrerin beim Elternsprechtag „Sie ist zu ruhig“. Irgendwie wurde das damals beinahe als Fehlverhalten dargestellt. Auch in meinem weiteren Leben habe ich ein ruhiges Umfeld und eher kleine Menschenmengen geliebt – wobei bei mir zehn Personen eine kleine Menschenmenge bereits überschreitet. Es hat dann schon noch einige Zeit gedauert, bis ich dies selbst akzeptieren konnte und mich dem Älterwerden und der Lebenserfahrung wird es sicher leichter. Ich freue daher besonders, dass du auch so eine offene und verständnisvolle Ärztin getroffen bist und dich dort wirklich aufgehoben fühlen kannst.
    Hab einen ganz wunderbaren Sonntag und alles, alles Liebe

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    1. Liebe Gesa, und ich freu mich total über Deinen Kommentar! Das war eben meine stille Hoffnung, dass ich vielleicht die ein oder andere "Mitgesinnte" dadurch ansprechen kann. Und darüber freu ich mich natürlich sehr. Ich verstehe, wie es bei Dir schon als Kind war, ja, ich glaube auch, dass die "Stillen" und Unauffälligen oft sehr im Nachteil sind. Und auch, dass es beinahe als Fehlverhalten angesehen wurde, da kommt mein "Stell Dich nicht so an" ins Spiel. Irgendwie erwarten wir, wie Kinder zu sein haben und bei "anderem" Verhalten erwarten wir, dass sie es halt ändern. ja, wenn`s immer so einfach wäre!
      Ich glaub, ich hab früh gelernt, wie ich (scheinbar) "zu sein habe" - und hab mich extrem angepasst. Ich konnte laut und frech und eine richtige "Rampensau" sein - aber ich hatte immer das Gefühl, nicht ich selbst zu sein. Außerdem war es wie jeden Tag nen Marathon laufen! Ziemlich anstrengend... :-)
      Das freut mich sehr, dass Du Dich akzeptieren gelernt hast, ich kann das schon auch in großen Teilen, aber der nächste Schritt ist für mich ehrlich zu sagen, wie ich bin und den anderen nichts vorzuspielen, weil ich das ja so gut kann! :-) Auch nicht meiner Ärztin... :-)
      Ganz lieben Dank und Dir auch einen wunderbaren Sonntagabend, alles Liebe

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  6. Sind wir nicht alle ein bisschen sensibel? Unterschiedlich ist nur der Grad der Sensibilität. Wichtig ist, dass du dich dieser Besonderheit bewusst bist, und damit dich nicht zwangsläufig als „nicht normal“ fühlst!
    Ich bin nicht hochsensibel, aber es tut gut zu wissen, dass du nicht alleine bist und dass alles vollkommen in Ordnung mit dir ist! Und du bist großartig!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Absolutely! Wir sind alle sensibel! Hoffentlich kam das jetzt nicht so rüber, als hätte ich gemeint, dass nur ich sensibel bin - wär ja extrem narzisstisch. :-)))
      Ich glaub halt, dass es mir gut tut, ehrlich zu sein und mich meinen Ängsten zu stellen. Ich merke nämlich dass ich anderen oft was vormache, damit die denken, ich sei halt völlig normal. Aber ich bin schon eine ziemlich notorische Eigenbrötlerin und Eremitin - und dabei hab ich "Soziales" studiert. Hüstel. Ich merke, dass es sehr befreiend ist, ganz offen darüber zu schreiben :-). Das ist wie ein Coming-Out :-D! Und jetzt weiß es auch Google... hihi.
      Vielen lieben Dank, kann ich nur zurück geben, Du bist auch großartig! Wir alle sind es!
      Liebe Grüße,
      Maren

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  7. Also mir gehts wie Astrid, ich finde eigentlich der Mensch sollte so sein. Aber ich bin in der Medizin tätig und völlig abgestumpft was "besonders" sein betrifft...und überhaupt. Woh eine Berufskrankheit. Für mich sind alle einfach ein wenig Bluna. Wirklich jeder Patient ist anders. Versteht anders, empfindet anders, reagiert anders und findet andere Dinge schlimm oder lustig als Andere. Wir sind irgendwie alle Unikate.
    Ich weiß nicht weshalb der Mensch immer nach einem Namen für seine "Art" sucht.
    Ich finde, wie Claudia, Du bist großartig. Finde da leider keinen tollen medizinischen Namen dafür. ;)
    Deine Kombi gefällt mir total gut, die Farben sind so schön harmonisch und unterstreichen Deinen Text. Die Tasche ist klasse, das weisst Du ja :))
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag Maren

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    1. Oje, ich hoffe, es kam jetzt nicht so rüber, als hätte ich gemeint, ich sei "was besonderes", das bin ich ganz bestimmt nicht. Ich glaub auch, jeder ist besonders. Aber schau, ich bin Sozialpädagogin und im Grunde richtig "unsozial", kaum Freundschaften und menschenscheu, weil ich so bin wie ich bin. Ich kann in Gruppen natürlich ganz locker sein, das hab ich gelernt, und auch voll die "Rampensau"... aber wohl fühle ich mich nie und es ist wie Marathonlaufen. Sorry. Ich brauche wie gesagt eigentlich auch keinen Namen oder "Gebrauchsanweisung" wie ich bin und zu sein habe, aber ich finde im Moment, wo es einem nicht gut tut und man nervige Ängste entwickelt, ist es einfacher zu wissen, dass man nicht die einzige ist. Das ist die ehrlichste Antwort die ich geben kann (omg, hoffentlich liest das jetzt keiner aus meiner Arbeit! :-DDD)
      Vielen lieben Dank, Tina, Du bist auch großartig - auch ganz ohne medizinischen Namen!
      Die Farben unterstreichen meinen Text?? Hihi... :-) Find ich auch! Danke!!!
      Ich wünsch Dir auch einen schönen Sonntag, Tina!

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  8. Sehr interessanter Betrag! Danke für die viele Infos. Und... herzlichen Glückwunsch, dass du erfolgreich bei deine Ärztin warst. Tatsächlich heutzutage Seltenheit. Liebe Grüße!

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    1. Vielen Dank, Mira. Erfolgreich war ich zwar (noch) nicht, aber zumindest hab ich mich mal ernst genommen gefühlt. Oh ja, das ist heutzutage wirklich eine Seltenheit! Liebe Grüße!

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  9. Willkommen im Club ;-))
    Liebstige Maren,
    mal abgesehen davon, dass ich ab Ende 1987 14 Monate lang in einer WG gelebt habe und das SEHR mochte, was aber wohl an den Protagonisten oder an der richtigen Zeit lag, habe ich beim Lesen da oben gleich mehrmals BINGO! gerufen. Und meiner Tochter geht es (leider oder nicht leider, das ist hier die Frage) ganz genauso. Ich wusste nicht, dass wir im Trend liegen ;-) aber ich pflichte dir bei, eigentlich sind nicht wir von der Rolle, sondern diejenigen, die diese Welt mit ihrem Geschrei, ihrem bigger-better-faster "normal" finden. Aber leicht ist es nicht, mit all diesen Wahrnehmungen zu leben und in der Arbeitswelt bestehen zu müssen. Zuweilen fängt man sich dann krank zu fühlen an bzw. dieser ganze Rummel rundherum macht einen tatsächlich krank. Ich darf dir versichern, dass meine von dir oben beschriebenen Reizüberflutungs-Symptome (inklusive permanent erhöhtem Puls) einen gewissen Teil dazu beigetragen haben, dass ich früher rausdurfte aus dem Arbeitsleben.... und mir jetzt die Welt eher so machen kann, wie sie mir gefällt. Jedenfalls jenen Teil der Welt, auf den ich Einfluss nehmen kann. Das Umgeben mit Menschen, die ich mag und gut aushalten kann beispielsweise, anstelle von Menschen, bei denen ich mir Tag für Tag an den Kopf greifen muss. Und nicht mehr täglich U-Bahn fahren zu müssen! (Das war für mich ein Extra-Horror. Ich habe dann damit begonnen, mir einen Kopfhörer aufzusetzen, der aussieht, als könne man damit Musik hören, aber eigentlich handelt es sich dabei um einen Gehörschutz für Schießstände oder Baustellen-Arbeiter, damit ich all die Nebengeräusche nicht dauernd hören muss... Ich konnte dann endlich lesen in der U-Bahn und damit auch meine Augen von dem Trubel abwenden.) Also: gut dass du nicht mehr so tust, als wäre das alles nichts oder lächerlich oder eh von niemandem zu verstehen. Lass dich nicht weiter krank machen von der lauten "Normalität"!
    Die Hymne "HYPER, HYPER!" kannte ich bisher ebensowenig wie das Phänomen namens "Hypersensitivity" oder HSP - und auch für mich ist es eine Erleichterung, einen Namen für all das zu haben. Ich werde deine Informationen auch an meine Tochter weitergeben. Keine Ahnung, ob es ihr hilft, aber es tut definitiv gut, sich nicht allein zu fühlen. Also vielen Dank, dass du darüber geschrieben hast!
    Dein Outfit ist eine tolle, legere Kombination, perfekt abgestimmt auf deine neue Tasche: Große Klasse!
    Ich schick dir ganz liebe Grüße und herzhafte Drückers rüber! Alles Liebe,
    Traude

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    1. Irgendwie dacht ich mir das schon, dass Du mich im Club Willkommen heißen würdest, liebstige Traude, denn ich wär ja wohl eine echt miese "HSPlerin", wenn ich das nicht gemerkt hätte ;-)))) Hihi, außerdem hast Du es mehrmals erwähnt, z.T. in Bezug auf deine Arbeit etc...
      Auch ich hab 1992 in einer WG gewohnt, aber mochte es nur sehr bedingt :-))) Damals als Studentin hatte ich auch noch viel mehr Kontakte und einen großen Bekanntenkreis, zumindest am Anfang. Dann sind die Kontakte so peu a peu eingeschlafen, wie es bei mir ja oft der Fall ist.
      Es gibt natürlich noch viel mehr wissenswertes zu Hypersensitivität, u.a. gibt es Unnterscheidungen, in welchen Bereichen die größte "Sensibilität" liegt, bei mir ist das vermutlich der emotionale. Ich kann wegen meiner (klingt voll angeberisch) Wahrnehmung von Stimmungen natürlich sagen, dass ich im perfekten Job gelandet bin, anders als Du... aaaaber: der Job besteht (leider leider) nicht nur aus Gruppendienst! Also das ganze "menschliche" drumherum, die Gespräche, besonders hasse ich Telefonate!! und freu mich über mailkontakte wie Bolle :-))), das "Vernetzen" mit Kooperationspartnern, Elterngespräche... Absprachen... uäh. Klar, ich kann das alles und man merkt es mir nicht an.
      Nochmal aaaber: ich glaub, wenn man mal seinen guten Weg und seine "Spur" gefunden hat, also mehr Freiheit hat, wie Du vielleicht, oder aber auch den passenderen Job, und überhaupt: erstmal sich damit auseinandersetzt, dann bin ich überzeugt, dass das Ganze viel mehr Vorteile als Nachteile hat! Denn es ist immer von Vorteil, viel zu spüren, zu fühlen, wahrzunehmen - auch wenn man halt kein "dickes Fell" hat. Nicht so "abgestumpft" ist. Das vielleicht auch als "Tipp" an Jana. Wenn sie sich damit beschäftigt hat, wird sie möglicherweise merken, dass sie dadurch viel mehr Talente, Fähigkeiten und Stärken besitzt als vgl.bar manch anderer... aber das weiß sie sicher schon... und wenn man die nutzen kann... wow! Ich bin überzeugt, jeder (kreative, quer denkende, innovative) Arbeitgeber würde sich um so jemanden reißen!
      Ich finde das sehr spannend und irgendwie auch witzig mit Deinen Schallschutzhörern in der U-Bahn... rate mal, wer in den Baumarkt gegangen ist und einen besorgt hat, vorgeblich, um sie an den Kids zu testen... und rate, wer sie dann hauptsächlich getragen hat. Hihi, wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass ich mit den Dingern auf den Ohren immer noch 10 mal mehr mitkriege als meine Ch*fin... :-) aber ich bin ja so ne Nette, sowas würd ich nie sagen :-DDD
      Bei der Ärztin war ich natürlich aus anderen Gründen, aber ich hab einfach gemerkt, dass "Ehrlich sein" nicht gleichbedeutend mit "Jammern" oder "Übertreiben" sein muss. Auch das gehört zu den "Symptomen" :-) Ich geh immer davon aus, dass andere ja auch alles merken und Zwischentöne wahrnehmen. Aber das ist halt nicht so. D.h., wenn ich (für mein Gefühl) übertreibe, dann passt es für andere oft gerade!
      Ganz ehrlich, Traude: dass Du "HYPER! HYPER!" nicht kennst, spricht FÜR Dich , hihi. Das ist der schrecklichste Song ever. Sehr zu empfehlen für Sensibelchen in voller Lautstärke in der U-Bahn... wenn sie mal nen Supergau erleben wollen.
      Mich hat der "Name" auch erleichtert. Vor allem, dass es so viele Menschen sind, fand ich sehr tröstlich.
      Vielen lieben Dank für Deinen tollen Komment und die "Bestätigung", denn das freut mich und hilft mir sehr!
      Ja, ich hatte was zur Tasche gesucht... und das sind auch so die Farben, die ich liebe. Rot und Orange liebe ich auch, aber das geht nur bedingt (sind mir manchmal auch zu "laut") Lieben Dank!
      Ich schicke Dir auch ganz liebe Grüße zurück und natürlich herzhafte Drückers... Alles Liebe, Maren




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    2. Nochwas, liebe Traude: lies das mal: ist super humorvoll und total klasse geschrieben und bringt's schnell aufn Punkt: https://mymonk.de/hochsensibel-anzeichen/

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  10. Was für einen schöne Tasche. Ich hätte einen Rock, der würde von den Farben perfekt dazu passen.
    Hypersensibilität: Ich habe schon von der Krankheit gehört, habe aber bisher gedacht, die Menschen hätten dort körperliche Symptome. Also wie eine Art Allergie auf Reizstoffe. Vor allem Düfte, Lärm. Irgendwie das Gegenteil von einer Kontaktallergie.
    In der Tat war ich wie Du in den 90ern „jung“. Allerdings konnte mich dieser „Lärm“ (Techno) nie erreichen. Ich war nicht in solchen Diskotheken und habe auch nie diesen „Lärm“ plus diese „Lightmare“ ertragen. Mir wird davon schlecht. Ich kann also verstehen, was Du meinst. Ist die Musik falsch, wird mir schlecht. Es liegt nicht an der Lautstärke. Wobei ich zwischenzeitlich nur noch mit absolut dichtem, angepasstem Hörschutz auf Konzerte gehe.
    Denn Musik und das was hinter ihr steht und was sie in mir auslöst ist so ziemlich das Wichtigste nach Menschen in meinem Leben. Und ja. Ich bin sowohl gewissenhaft, als auch kreativ.
    Zum Denken brauche ich absolute Ruhe. Weil alles andere sauge ich in mir auf. Gespräche. Telefonate von Kollegen. Dafür bin ich dann aber halt auch die, die alle Zusammenhänge in einem sehr breiten Spektrum „vor sich liegen“ hat.
    Mein Gerechtigkeitssinn führt ein flammendes Schwert. Und wer mich einmal anlügt, der hat verschissen bis in die Steinzeit. Gedankenkarussel: ich liebe meins. Es ist wie ein Motor. Ein unglaublicher Kreativitätsförderer. In diesen Schleifen habe ich die durchschlagendsten Ideen.
    Multitasking? Gibt’s nicht. Und ja. Empathische Fähigkeiten sind mir ebenfalls nicht unbekannt. Obwohl sie mich nicht stressen. Ich kann gut damit umgehen. Andere unterstützen und klar, die Menschen auch von meinen Ideen überzeugen.
    Allerdings brauch ich heute viel mehr Zeit für mich, die ich einfach mit „bei mir sein“ verbringe. Früher war ich viel unterwegs, viel Tanzen, viel mit Freunden, viel Menschen zusammenbringen. Ich habe alles aufgesogen wie ein Schwamm. Vermutlich habe ich deshalb vieles auch so gut in Erinnerung, was andere Menschen aus meinem Umfeld schon längst verdrängt/vergessen haben. Es war eine sehr intensive, sehr energetische Zeit.
    Wenn es dazu führt, dass Du Dich krank fühlst, ist das schade. Meine Symptome empfinde ich für mich als Bereicherung.

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    1. Mist. Zu schnell gedrückt. BG Sunny

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    2. Freut mich, dass Dir zumindest die Tasche gefällt :-)
      Oh nein, es ist auch keine Krankheit. Es ist mehr so eine "Persönlichkeitsbeschreibung", vielleicht vergleichbar mit der Persönlichkeitslehre nach C.G. Jung oder so. Was Du meinst, gibt es natürlich auch, z.B. hypersensible Haut etc. Das is aber was anderes.
      MICH konnte Techno auch nicht wirklich erreichen, vor allem nicht Hyper! Hyper! Gotteswillen... hahaha. Dass Dir von "falscher" Musik schlecht wird, ist ja interessant.
      Wenn es jeder, der mich anlügt, bei mir verschissen hätte, wär ich wohl tatsächlich ein einsamer Alien. Ich denke jeder (be-)lügt (sich selbst) und andere mal, oder? Allein, wenn ich sage, dass es ein netter Abend war (und ich es eigentlich gar nicht fand) isses doch eine Lüge.
      Also, wenn es Dich erfreut, Menschen zusammenzubringend (und das tut es mit Sicherheit noch immer, das merkt man doch) und Du Dich dabei wohlfühlst, ist doch alles in bester Ordnung. Wenn Du Dich mit Deinen "Symptomen" (eigentlich ein schlimmes Wort, oder?) wohlfühlst, sprich: mit Deiner Persönlichkeit und Deiner Sensibilität gut im Einklang bist, es sogar genießt: Bingo! Das ist doch klasse. Wenn Du mit "Hypersensitivity" ein "Problem" hättest, würdest Du es merken, glaub mir.
      Oh, da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt: ich fühle mich nicht deshalb krank, und schon gar nicht war ich deshalb beim Arzt. Ganz so crazy bin ich dann ja doch nicht :-DDD Dann würde ich verstehen, wenn sie sagen würde, ich hab nicht mehr alle Latten am Zaun, hihi.
      Liebe Grüße, Maren

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  11. Liebe Maren,

    einige Attribute der von Dir beschriebenen HSP kann ich auch an mir entdecken, andere wiederum weniger. Vieles hat sich auch erst im Lauf der Jahre entwickelt. Ich war zwar nie in einer WG (das hätte ich nicht ausgehalten), war aber gerne unter Freunden und fast jeden Abend unterwegs. Heute wird mir das alles zu viel, ich hasse Menschenmassen und genieße das Alleinsein bzw. das Zuzweitsein sehr. In mir wohnt auch eine gewisse innere Unruhe und wenn das Gedankenkarusell zu drehen beginnt, lässt es sich auch nicht abstellen.
    Auf der anderen Seite fühle ich mich aber nicht oft missverstanden, sehe mich in Grenzen eher robust und bin ein eher guter Multitasker. Also würde ich mich nicht als klassische HSP betrachten, finde es aber sehr spannend, über sich darüber zu reflektieren.
    Dein Outfit ist wieder sehr schön, besonders toll finde ich die Farbkombination und die süße Tasche.
    Liebste Grüße,
    Nadine

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    1. Liebe Nadine,

      ich glaube, wie alle haben ein bisschen was davon in uns, wäre es nicht so, hätten wir ja alle, wie Astrid es so schön formuliert hat, "Hornhaut auf der Seele". Das wär ja nicht Sinn der Sache. So wie Du es beschreibst, klingt es sehr gesund und ausgeglichen für mich - toll. Auch wenn man nicht "HSP" ist, kann es manchmal ganz hilfreich sein, wie Du sagst, darüber zu reflektieren.
      Vielen lieben Dank, Nadine!
      Liebste Grüße,
      Maren

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  12. Für "Hypes Hyper" bin ich scheinbar zu alt. Ich erinnere mich an eine Kollegin, die ein Interview mit H.P.Baxter führte und ihn erstmal fragte: "Do you speak German?" Ich hab mich totgelacht...

    Zur Hypersensitivity: Das bin definitiv nicht ich und darüber bin ich jetzt nicht wirklich böse. Eines meiner Kinder ist genauso und ich merke, wie sehr ihr das Leben manchmal zu schaffen macht. Wobei es vor zehn Jahren viel, viel schlimmer war.

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Na, ich aber auch :-DDD! Hab Deinen Komment heute früh gelesen und ab und zu an Deine Kollegin und H.P. Baxter denken müssen... und jedesmal (innerlich) grölend lachen müssen!!! Do you speak German? Höhöhöööö *prollig-auf-die-Schenkel-klopf*... Danke!

      Nein, sei nicht böse darüber. das Leben ist auch so kompliziert genug :-) Aber es hat auch Vorteile: man kann es gut als Ausrede und Entschuldigung hernehmen... "Herr Richter, klar hab ich den Autofahrer, der mir die Vorfahrt genommen hat, aus dem Auto gezerrt und unter Schluchzen angebrüllt... aber ich bin halt schließlich hypersensitiv." (Haha, kleiner Scherz...)

      Nein, ist eigentlich nicht lustig, aber Humor und Selbstironie helfen (mir zumindest) bisweilen sehr :-) Ich glaub Dir gern, dass das Leben Deiner Tochter manchmal zu schaffen macht! Alles Gute!

      Liebe Grüße,
      Maren

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  13. Hallo liebe Maren, was für ein wunderschönes Outfit, es steht Dir perfekt! So schön, der grüne Pulli zu der rostfarbenen (oder gibt es da noch eine bessere Farbbezeichnung) Hose!
    Das ist spannend, denn gerade heute habe ich mit einem lieben Menschen über Hypersensibilität gesprochen - auch deswegen, weil diese liebe Person zu den hypersensiblen Menschen gehört. Nicht nur aufgrund der Begegnungen in meiner Praxis kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es alles andere als leicht ist, wenn man zu dieser Menschengruppe gehört. Und vor allem auch, dass es eine Vielzahl an hypersensiblen Menschen - wie Dich - gibt. Du hast das Thema auf den Punkt gebracht und ich freu mich jetzt direkt mit Dir, was Du mit Deiner Ärztin auf Grund Deines veränderten Vorgehens erlebt hast. Hoffentlich geht es Dir dennoch soweit gut.
    Und ich wünsche mir schlichtweg, dass Du bleibst, wie Du bist, denn so wie Du bist, bist Du einzigartig und eine Bereicherung für diese Welt´<3
    Alles Liebe von Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Hallo liebe Rena, vielen lieben Dank, rost und grün, das trifft es aber auch super! Wie rostiges Kupfer mit Grünspan auf den alten bayrischen Zwiebeltürmen...! <3 Wie schön!
      Und lieben Dank für Deine Bestätigung! Was Du sagst, hilft mir total! ich wusste, dass ich durch so einen Post die verschiedensten Meinungen erhalten würde, und ich freu mich total, dass so viele so positiv und bestärkend reagiert haben, wie Du. Dass Du gerade heute mit einem lieben Menschen gesprochen hast, der ebenso ein "Sensibelchen" ist, finde ich jetzt auch richtig spannend - und dass Du aus deiner Praxis-Zeit einige Begegnungen mit hypersensiblen Menschen hattest, glaub ich gerne, denn gerade die suchen oft Hilfe, weil sie sicher glauben, dass etwas mit ihnen nicht stimmt.
      Danke nochmal, ja, mir geht es gerade wirklich gut. Habe zwar noch ein paar gesundheitliche "Baustellen", aber nichts, was ich nicht mit Hilfe in den Griff bekommen kann - und mit Ehrlichkeit v.a. mir selbst gegenüber. Ich hab das Gefühl, ich befinde mich gerade in einem richtiggehenden "Umbruch" und einer Veränderung, die ich aber total begrüße. Kanns nicht so erklären, aber es ist sehr gut.
      Ach, Rena, Du bist so lieb und Deine Worte rühren mich jetzt wirklich sehr. <3
      Alles Liebe auch von mir!

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  14. Dein Outfit gefällt mir super gut, wie sich die Farben zueinander fügen und trotzdem Kontraste bilden. Die Tasche ist aber auch ein Traum. <3
    Kannte das Thema nicht wirklich, fand mich aber darin wieder, das ich mich ständig für das Wohlergehen anderer verantwortlich fühle. Selbst wenn es nur flüchtig Bekannte sind, überlege ich noch stundenlang was geredet wurde und drösel alles auf und fühle mich dann fast schuldig wenn ich nicht helfen konnte.
    Werde da mal nachlesen zu den Dingen die du in deinem Artikel erwähnt hast.

    Liebe Grüße

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  15. Vielen Dank! Die Farben finde ich auch richtig gut, das Grün des Pullis ist genau "mein" Grün! :-)
    Es gibt einen "Test" einer renommierten amerikanischen Psychotherapeutin, die dieses Thema jahrelang erforscht hat, er wurde u.a. hier übersetzt und gibt ganz gute Aufschlüsse darüber, ob man zum Personenkreis der Hochsensiblen gehört oder nicht:
    https://mymonk.de/hochsensibel-anzeichen/
    Ist wirklich spannend!

    Liebe Grüße

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  16. Oje Maren, erstmal hab ich jetzt einen Ohrwurm durch dich. Mal sehen wir lange ich Scooter in meinem Kopf aushalte. Dieses Sensible kommt mir bekannt vor. Manchmal muss ich mich auch ganz raus ziehen, Ruhe haben, weil einfach zu viel auf mich einprasselt - wo andere aber sagen würden "Was stellst du dich an". Langsam hab ich gelernt da besser drauf zu hören. Manchmal versage ich wieder kläglich.
    Noch kurz ein Daumen hoch für deinen Look, ich finde die Hose ist hervorragend.
    Liebe Grüße Ela

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    1. O weia, Ela, Scooter als Ohrwurm ist wirklich schlimm :-))) Ich seh dazu (im Geiste) immer noch gleich das Video, macht's auch nicht besser... :-) Ja, wenn Du das erkannt hast und weißt, was Dir gut tut, dann ist das schon mal viel wert. Und vor allem, wenn man nicht (so wie ich manchmal) denkt: mit mir stimmt was nicht, ich sollte mich mal zusammenreißen!... und ständig auf andere Rücksicht nimmt, das ist auch nicht gut...
      Vielen Dank!!!
      Liebe Grüße, Maren

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