ZWISCHENTÖNE: Loslassen - ein Nachruf auf 2025

Liebes Jahr 2025! Anfangs sah das ja alles noch ganz vielversprechend aus mit dir und mir und ich hatte mir eingeredet, das wird was Ernstes mit uns beiden. Aber dann... je besser ich dich kennenlernte, desto mehr kam mir der Verdacht, dass wir einfach doch nicht wirklich zusammen passten. Sei mir also nicht böse, wenn ich versuche, dich so schnell wie möglich wieder zu vergessen... und nenn mich meinetwegen oberflächlich, aber seit letzten Donnerstag hab ich bereits ein Neues. Es heißt 2026 und ich glaube fest daran, dass es diesmal hinhaut. Na ja... viel schlechter kann's wohl auch kaum werden... 😂

Es ist schon verrückt, wie schnell einerseits so ein Jahr vergeht, und wie viel man andererseits dennoch erlebt in der Zeit. Mein JANUAR war noch voller Hoffnungen und Pläne, und ich dachte, dass ich durch mein aktives Tun vieles zu Besseren wenden könnte. Manchmal macht Agieren auch durchaus Sinn, aber eben nicht immer, wie mir schmerzlich gewahr wurde. Manche Dinge geschehen nämlich einfach - und es bringt nichts außer Energieverlust, sich gewaltsam dagegen zu stemmen.

Im FEBRUAR schuftete und ackerte ich im unbezahlten Urlaub dennoch wie eine Blöde in der "Ferienwohnung", kümmerte mich um meinen dementen Vater und versuchte so nebenher, die mehr oder weniger subtilen Vorwürfe der Leute, die es stets besser wissen, an mir abprallen zu lassen. Was im Nachhinein betrachtet eine Meisterleistung war und mir mal wieder bewies, wie stark ich bin. Aber auch die Erkenntnis, nicht komplett alleine dazustehen, war wichtig und wohltuend für mich. Sowohl meine alte Tante, die ich in dieser Zeit quasi neu kennenlernte, als auch Freunde standen mir mit Rat und Tat, großzügig und unkompliziert beiseite.

Und klar war auch nicht alles schlecht, das ist es ja nie. Der verrückte "Ausnahmezustand", der mich auch im MÄRZ noch gefangen hielt, verursachte ein Versinken in bittersweet memories - eine Art Realitätsflucht, die mehrere Wochen anhielt und obwohl sich natürlich darüber streiten lässt, ob eine solche jetzt gut oder schlecht ist, war sie absolut überlebensnotwendig. Ich wälzte mich in tragisch-schönen Gefühlen und schwebte mit ihrer Hilfe völlig losgelöst durch meinen eher unschönen Alltag

Der APRIL dümpelte so vor sich hin, und ich merkte erstmals, dass mein stundenreduzierter, so genannter Springerdienst auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war, zumal ich mehr und mehr wieder in meine alte Arbeitsstelle mit alten Kolleg*innen eingesetzt wurde. Und ich merkte, dass mein Bedarf an Vergangenheit und dem Hervorkramen alter Gefühle einfach in jedweder Form gedeckt war. 

Daher entschied ich mich im MAI spontan, für das neue Schuljahr wieder als Bezugspädagogin in Vollzeit zu arbeiten - vielleicht brauchte ich die Zuversicht, doch noch eigene Entscheidungen treffen zu können, wenn auch sonst gefühlt alles den Bach runterging. Liebend gerne hätte ich die Hände in den Schoß gelegt, aber meinem Vater ging es immer schlechter und ich war gezwungen, erneut einen Monat unbezahlten Urlaub zu beantragen, so lange ich noch als Springerkraft arbeitete. 


Und so verbrachte ich den halben JUNI und JULI mal wieder in Sinsheim, diesmal richtete ich unter anderem ein Zimmer für die 24-Stunden-Pflege her, die Ende Juli zur Pflege meines Vaters eingestellt werden sollte und versuchte, mein Bestes zu geben, um den Alzheimer-Patienten zu bespaßen. 

Und wie das manchmal so ist, war alles ziemlich für die Katz, denn kaum war die Pflegekraft eingestellt, erwies sie sich schon als inkompetente Vollkatastrophe. Sie war knapp zwei Wochen da, brauchte ständig Unterstützung, verlor angeblich Geld, verbreitete Stress und trieb meinen Vater (und uns!) sozusagen noch tiefer in den Wahnsinn! Schließlich wurde mein Vater in eine gerontopsychiatrische Klinik verlegt und wir konnten der Pflegekraft kündigen, um Schlimmeres zu verhindern.


Im AUGUST floh ich für einen Monat nach London und genoss die Anonymität des Großstadtlebens. Es war eine tolle Erfahrung, der englische Sommer tat zudem sein Bestes, um meine Stimmung zu heben. Und dennoch spürte ich die Auswirkungen des bisherigen Jahres in den Knochen, sozusagen. Und in der Seele. Innerlich war ich die ganze Zeit zu sehr auf "Rufbereitschaft", um meinen Urlaub wirklich frei zu genießen... trotzdem erlebte ich so einiges in dieser aufregenden Metropole.


Im SEPTEMBER holte mich die Realität leider unerbittlich wieder ein, meine Tante, die ich erst wieder kennengelernt hatte, wurde sehr schnell sehr krank und starb, aber zum Trauern blieb wenig Zeit. Die Situation mit meinem Vater spitzte sich zu und das Gefühl der Hilflosigkeit kehrte mit aller Macht zurück. Verzweifelt suchten wir einen Heimplatz, was sich wegen der speziellen Bedürfnisse meines Vaters als schier unmöglich erwies, derweil es ihm immer schlechter ging.


Wogegen sich in meinem Beruf vieles zum Guten wendete: zwar stieg ich nun wieder voll ein - Adé, freier Freitag! - aber das passte schon irgendwie. Aber sonst war es, als gleite mir mein Leben aus den Händen, vieles ging schief, es gab einige schlechte Nachrichten und ich kam mir vor wie in einer Art Abwärtsspirale gefangen. Von wegen goldener OKTOBER. Schwarz wäre hier die passendere Farbe gewesen!


Mein Vater blieb ganze drei Tage im endlich gefundenen Pflegeheim, als sich sein Gesundheitszustand rasend verschlechterte und er wieder ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo er im NOVEMBER starb. Deshalb verweilte ich mal wieder 3 Wochen in Sinsheim, aber diesmal war alles anders. Natürlich war ich traurig und emotional aufgewühlt, aber vor allem war und bin ich bis heute einfach nur erleichtert. Und wer mir Herzlosigkeit unterstellen mag, bitte, ist mir völlig wurscht. Der ganze Psycho-Druck fiel auf einmal von mir ab. Alles, was danach kam und was jetzt noch kommen mag, ist sozusagen Pillepalle gegen das, was zu diesem Thema hinter mir liegt. Alzheimer ist echt teuflisch, und alle, die damit Erfahrungen gemacht haben, wissen sicher genau, was ich meine.


Deshalb fand ich nach der Beerdigung und nach getaner Arbeit (natürlich gibt es auch nach Todesfällen viel zu tun) noch die Muse, verschiedene Weihnachtsmärkte zu besuchen, weil ich auch nicht recht wusste, was ich im Blog so schreiben konnte und wollte. Das ist ja auch nicht immer so einfach. Aber das eine oder andere Tässchen Glühwein trank ich allein oder in netter Gesellschaft in Gedenken an meinen nun erlösten Vater - und so kehrte am Ende des Jahres endlich Frieden ein. Ende DEZEMBER kehrte ich noch einmal mit meinem Partner in die "Ferienwohnung" zurück, traf mich dort mit der alten Freundin, mit meiner Schwester und meiner Cousine und fühlte mich erstmals wirklich richtig wohl dort.


Trotzdem freue ich mich natürlich, inzwischen wieder in München zu sein und dort hoffentlich mal etwas länger zu verweilen als im letzten Jahr, in dem ich immerhin mehr als drei Monate insgesamt in Sinsheim verbrachte. Dieses Kapitel ist nun hoffentlich bald Geschichte und ich kann wieder nach vorne blicken. Dennoch würde ich sagen, ich habe viel daraus gelernt. Zum Beispiel LOSZULASSEN

Willkommen, liebes neues Jahr 2026!
Ich denke zwar in Dankbarkeit zurück, aber dennoch:
2025 war so ziemlich für die Tonne.
Schwamm drüber - auf ein Neues!

Blick vom Balkon am 3. Januar 2026


Kommentare

  1. Liebe Maren, loslassen, das ist tatsächlich das Beste, was Du machen kannst. So aufgelistet ist Dein Jahr ja noch viel intensiv-schlimmer als ich es mir gedacht habe nach Deinen bisherigen Blog-Beiträgen.
    Gleich 2 Todesfälle in kurzer Zeit mit unterschiedlichem Erleben, lange und tiefgehende Aufenthalte in Sinsheim und "nebenbei" auch noch berufstätig...
    Du hast innerlich und äußerlich Schwerstarbeit geleistet in 2025.
    2026 wird sich nun heller und leichter zeigen.
    Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen! <3
    Sieglinde


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    1. Liebe Sieglinde, das tu ich auch! :-) Ich hab das Gefühl, im Nachhinein finde ich es fast auch schlimmer, weil ich in solchen Momenten echt gut im Verdrängen bin :-)
      Das neue Jahr kann ja nur besser und leichter werden!
      Ich wünsche dir auch ein leichtes, glückliches und gesundes 2026, von Herzen
      Maren

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  2. Oh Maren,

    fühl dich mal herzlich gedrückt von mir!
    Da hast du einiges an emotionaler und körperlicher Schwerstarbeit geleistet. Hoffentlich kannst du jetzt was zur Ruhe kommen, kannst du dir die Zeit nehmen, die du brauchst?

    Die ständige Anspannung und HabAcht-Stellung kann jetzt wohl hoffentlich erst mal wegfallen. Was jetzt zu tun ist, kann vielleicht warten?

    Wir oder ich haben's ja "gefiltert" durch deine Blogbeiträge mitbekommen.
    Der Wahnsinn, der sich direkt bei dir abgespielt hat, den will ich mir nicht vorstellen.

    Alles Liebe für dich, Maren
    und ein gutes Neues Jahr,
    das wünscht dir
    Claudia

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    1. Liebe Claudia, Danke! Tut gut.
      Doch, ich kann jetzt zur Ruhe kommen und habe trotz Job viel Zeit.
      Ich lass viele Dinge gerade einfach sein, das Wichtigste ist eh erledigt, vieles kann jetzt auch mal warten.
      Danke, dir auch alles Liebe und ein gutes, gesundes neues Jahr!
      Liebe Grüße, Maren

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  3. Guten Morgen Maren, dann wünsche ich Dir von ganzem Herzen ein gesundes fröhliches entspanntes und buntes 2026.🐽🍀💕 Das wird so kommen. Es hat sich 2025 viel bewegt und gefügt. Wobei das arme 2025 wohl nix dafür kann, dass wir jetzt alte Eltern haben, sodenn wir sie noch haben. Ich finde die Verpflichtungen wachsen diesbezüglich und ich überlege oft, wie das mit meiner Mama mal wird und wie verpflichtet ich mich fühle, da ich eigentlich nicht bei ihr gelebt habe. Ich neige nicht dazu Menschen zu verurteilen, weil sie erleichtert sind, wenn ein Elternteil gegangen ist. Und genau es ist schnuppe, wenn es jemand tut. Eine Erlösung, das hast Du richtig gesagt. Mein Beileid kommt dennoch von Herzen.💕
    Auf ein schönes buntes neues Blogjahr, ich hoffe Du hast weiterhin Freude deine schönen Looks und Ausflüge und Gedanken mit uns zu teilen.🥂 Liebe Grüße Tina

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    1. Vielen lieben Dank, Tina! Das wird schon glaube ich. Nein 2025 kann nix dafür, aber egal, es ist ja ein Jahr, keine Person, da darf ich ruhig mal ein wenig "schimpfen"... :-)))
      Ich kann es glaub ich gar nicht oft genug sagen: es ist (meine Erfahrung!) völlig egal, ob man sich verpflichtet fühlt oder nicht - wenn die Polizei anruft: kümmern Sie sich sofort um ihren Vater bzw. man mit einem Fuß (schlimmstenfalls) im Knast steht wegen Unfallgefahr bzw. "Steuerhinterziehung", dann MUSS man ran, egal, ob man will oder nicht. Sorry, das ist die knallharte Realität - ich hätt's mir auch anders gewünscht.
      Danke <3 Das das von Herzen kommt, weiß ich.
      Aber nun: neues Jahr, neues Glück und klar hab ich Freude am Bloggen, noch immer!
      Liebe Grüße, Maren

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  4. Das alles in einem einzigen Jahr ist wirklich heftig, liebe Maren. Du bist echt eine starke Frau, aber man lebt sich ja in die Misere ein, gell? Dein Vater ist erlöst, wie du schreibst, du kannst das Negative hinter dir lassen und an die (hoffentlich) schönen Zeiten mit ihm denken - bzw an das "Prinzip Papa", wie man es sich wünscht...
    Ein neues und wunderbares Jahr steht dir offen, in dem du auch das alles verarbeiten kannst! Das wünsche ich dir, alles Liebe

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    1. Ja, da lebt man sich wirklich ein :-)) Und es gibt tatsächlich auch schöne und lustige Erinnerungen, und die bewahre ich mir, genau wie die an meine früh verstorbene Mutter. Das fällt mir zum Glück gar nicht schwer, seit ich wirklich "erwachsen" bin :-)))
      Ich freue mich tatsächlich auf viel Zeit für mich ganz allein oder mit geliebten Menschen, die tut mir gut.
      Vielen Dank, ich wünsch dir auch von Herzen ein wunderbares neues Jahr!

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  5. Liebe Maren ich lese gerne deinen Blogg auch wenn ich nicht immer schreibe. Ich bin 60+ und kann nachvollziehen was es bedeutet einen engen Angehörigen zu haben mit Diagnose Demenz. Es steht auch niemanden zu jemanden zu verurteilen, es kann sich jediglich jemand eine eigene Meinung bilden. Ein wirklich herausforderndes Jahr in allen Bereichen, welches du durchgemacht hast.Mir klingt noch heute in den Ohren wie so mancher diese Worte von sich gibt: Ich hoffe, dass ich die Erkrankung Alzheimer nie bekommen werde, dass wünsche ich mir nicht, da möchte ich lieber vorher sterben. So die Worte.....ich möchte dir auch mein Beileid ausdrücken und von Herzen wünschen, dass das Neue Jahr 2026 viel Gutes und vor allem Gesundheit und Glück bringt glg Dunja

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    1. Liebe Dunja, Danke für deine ehrlichen und freundlichen Worte, das hilft wirklich! Mein Vater hat ja selbst auch mitbekommen, dass er - wie er immer sagte - "völlig verblödet" war und darunter litt er sehr. Das mit anzusehen war nicht leicht.
      Vielen Dank! Ich wünsche dir auch ein gutes und gesundes neues Jahr, alles Gute, liebe Grüße
      Maren

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  6. Zum Tod deines Vaters möchte ich dir noch mein Beileid ausdrücken ( ich hatte es nicht mitbekommen ). Dass du dich erleichtert gefühlt hast, kommt mir sehr bekannt vor, war ich es doch auch, nachdem meine Mutter gestorben war. Für deren Glück hatte ich mich zeitlebens verantwortlich gefühlt...
    Dass frau sich noch so sehr aktiv bemüht und sich dennoch das Leben so ereignet, wie es sich ereignet - das war auch ein großes Thema während der letzten 5 Tage bei meiner Tochter in M. Gehörte ich doch einer Generation an, die alles für machbar hielt, wenn sie sich der Ratio bedient und sich anstrengt & bemüht. Pustekuchen! Manchmal könnte mich fast das Gefühl beschleichen: Alles vergebens angesichts der politischen Entwicklung im wie außerhalb des Landes.
    Ich bin inzwischen fast so was wie demütig geworden. Vielleicht hat mir deshalb auch der Besuch im Freisinger DIMU so viel gegeben, so viele Sinneseindrücke, Gedanken, Inspirationen. Vielleicht war meine katholische Sozialisation doch zu was nütze. Zumindest um die traurigen Dinge zu ertragen & zu verarbeiten, die mich in den vergangenen 10 Jahren ereilt haben. Warst du schon mal dort?
    Für das Neue Jahr wünsche ich dir alles Gute, privat wie bei deiner Arbeit!
    Herzlich
    Astrid

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    1. Vielen Dank, Astrid! Das hatte ich bisher auch verschwiegen. In dem Moment war es leichter, erstmal nichts darüber zu schreiben.
      Als meine Mutter (bereits) 1997 starb, fühlte ich mich auch sehr erleichtert. ich glaub, ich kann gut nachvollziehen, was du sagst. Aber je länger sie tot ist, desto positiver und wohlwollender sind meine Erinnerungen und meine Gedanken an sie. Vieles kann ich im nachhinein aus einer anderen Perspektive betrachten, und das kann ich bei meinem Vater auch, jetzt schon.
      Nein, im Diözesanmuseum war ich noch nicht. Nach meiner Zeit in Bamberg hatte ich genug vom katholischen Glauben. Dabei beschäftige ich mich sehr mit (meinem) Glauben und ich denke, dass ein solcher hilft, die Dinge besser zu ertragen, ganz sicher.
      Vielen Dank, alles Gute fürs neue Jahr wünsche ich dir auch!
      Herzlich, Maren

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  7. Ohja, das vergangene Jahr hat dir sehr, sehr viel abverlangt. Deine Soll-Seite ist bedient, jetzt kommt die Haben-Seite dran..... Ich wünsch dir alles erdenklich Gute- ganz viel von allem, was dich glücklich und zufrieden macht und Freude ins Leben bringt!
    Einen Menschen durch eine schwere Krankheit und schlussendlich in den Tod zu begleiten ist eine Aufgabe, die kräftezehrend und über alle Massen traurig ist. Ich habe es mit meiner Mutti erlebt, die 4 lange Jahre gegen ihr Pankreas-Carzinom gekämpft hat. Sowas prägt einem für den Rest des Lebens. Man verliert in solchen Zeiten ein Stück seiner Unbeschwertheit und manchmal auch den Glauben, dass alles wieder gut werden könnte.
    Aber es wird wieder gut. Und umso schöner ist dann die wiedergewonnene Ruhe und Gelassenheit und der Freiraum, der sich wieder auftut.
    Ja, es hört sich für unbeteiligte Menschen sicher herzlos an, wenn man dem Verlust eines lieben Menschen mit einer gewissen Erleichterung begegnet. Aber wer so etwas einmal mitgemacht hat, der hat grösstes Verständnis dafür.
    Alles Liebe und Gute dir, Maren, herzliche Grüsse!

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    1. Dann hatte die Krankheit deiner Mutter ja auch einiges von dir abverlangt. Sowas ist nicht immer leicht. Als meine Mutter bereits 1996 starb, war ich auch nach einer schweren Zeit erleichtert. Meine beiden Eltern machten es mir halt bis zum Schluss einfach nicht so leicht :-)))
      Mag sein, dass man ein Stück Unbeschwertheit verliert. Aber dafür hab ich mich bereits früh mit dem Tod beschäftigt, und der scheint mir inzwischen gar nicht mehr so schrecklich und so furchtbar ernst zu sein. Also hab ich wiederum Unbeschwertheit dazugewonnen...? Irgendwie...
      Vielen Dank für dein Verständnis, alles Liebe und Gute auch Dir!
      Herzliche Grüße!

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  8. Für 2026 wünsche ich dir alles Gute 💗
    Trauer und Erleichterung liegen oft nahe beieinander wenn man durch Krankheit nahe Angehörige verliert. Mein Beileid Maren.
    Du hast sehr viel geleistet, einiges davon konnten wir das Jahr über bei dir lesen.
    Loslassen, etwas das sich leider immer wiederholt. Je älter ich werde, um so öfter taucht es auf, leichter wird es wahrscheinlich nie.

    Liebe Grüße zu dir

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    1. Vielen lieben Dank, das wünsch ich dir auch! Ein gutes, glückliches und gesundes neues Jahr!
      Da sagst du was sehr weises. Und dass wir immer öfter quasi gezwungen sind, loszulassen, stimmt ja leider auch. Manchmal fällt es sehr schwer, andere Male gar nicht so sehr, wie ich finde.
      Liebe Grüße auch zu dir!

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  9. Maren Du hast es doch trotz allem gut hinbekommen. Und das mit dem Freitag kannst Du ja für Dich verwenden das Mehrgeld gleich mal auf die Seite legen.
    Da ist niemand böse, wenn mann dankbar ist, dass der jenige Mensch nun erlöst ist. Meine Tante veetiert bereits mehrer Jahre im Altenheim vor sich hin Altzheimer und Parkinson. Das ist so schlimm.
    Eine gewisse Leichtigkeit die wünsch ich Dir.
    Liebe Grüße
    Ursula

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    1. Vielen Dank, Ursula, das mit dem Geld sparen mach ich eh schon lange, und jetzt kann ich wieder etwas mehr beiseite legen. Das tröstet mich auch über die 5-Tage-Woche hinweg! :-)))
      Oje, ja, das ist für die Angehörigen und auch sicher für deine Tante selbst sehr schlimm.
      Leichtigkeit klingt super. Das wird schon...
      Liebe Grüße
      Maren

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  10. Das vergangene Jahr hatte es wirklich in sich. Ich kann verstehen, dass du froh bist, es hinter dir zu lassen. Und ich verstehe auch, dass du erleichtert bist. Für 2026 wünsche ich dir alles Gute. Es kann nur besser werden ❤️

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Danke, liebe Sabine, ich wünsch dir auch alles Gute für 2026! Stimmt, es kann nur besser werden!
      Liebe Grüße
      Maren

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  11. Liebe Maren,

    ich schmarotzer schon lange bei Dir herum, aber heute muss ich doch mal was rauslassen. Dieser Jahresbericht haut mich um! Dass Du das alles geschafft hast - einfach unglaublich! Ich hätte es nicht geschafft - naja, bin jetzt 70+, aber vor 10 oder 20 Jahren - nö, glaub ich auch nicht.....

    In Einem hast Du sicher recht: Du bist eine unfassbar starke Frau! und auch wenn`s ein bisschen zynisch klingt: aus der ganzen Sch...kannst Du jetzt herausgehen in der Gewissheit, dass Dich eigentlich gar nichts umhauen kann...😅

    Ich wünsche Dir als wohlverdienten Ausgleich ein wundervolles Jahr 2026, einen 6-stelligen Lottogewinn, Höhenflüge in der Liebe, tsts...aber eigentlich und vor allem: Glück und Zufriedenheit!

    Herzlich! Gila

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    1. Liebe Gila,
      Ich habe es ja auch nicht geschafft :-))) Mir blieb nur leider nix anderes übrig.
      Bei Tina hab ich es schon geschrieben, manchmal möchte man sich gar nicht kümmern, ist aber tatsächlich dazu gezwungen... aber Schwamm drüber, denn jetzt ist das meiste geschafft!
      Und dass ich stark bin, hab ich bereits festgestellt, als 1996 meine Mutter (und kurz darauf mein Onkel - merkwürdige Parallelen manchmal) starben, beide jung (und ich war noch jünger). War alles nicht einfach, aber auch irgendwie eine Erleichterung... also, jetzt kann mich hoffentlich wirklich nix umhauen, außerdem werd ich langsam zu alt für den Sch....! :-))))
      Vielen lieben Dank, Gila, das wünsch ich dir auch, vor allem Glück und Zufriedenheit - und Gesundheit!
      Herzlich, Maren

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  12. An so ein Jahr kann man ja nur einen dicken Haken dran machen und sich aufs Neue freuen. Dass du bei all dem deinen Humor nicht verloren hast, ist klasse. Deine einleitenden Sätze sprechen mir so aus dem Herzen, dass ich lachen musste. Wobei ich definitiv nicht solche Tiefschläge hinter mir habe, da würde ich dir am liebsten eine herzliche Umarmung durch die Leitung schicken. Die Erleichterung kann ich gut nachvollziehen und ich finde das auch gar nicht egoistisch. Es ist für alle Beteiligten und vor allem für die Betroffenen ja nicht gerade ein Spaziergang, wenn es dem Ende zugeht und ich habe mich schon einige Male ganz ähnlich gefühlt. Sollen andere doch denken, was sie wollen.
    Ich wünsche dir alles Gute für 2026!

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    1. Allerdings! Und das mach ich jetzt auch, einen dicken fetten Haken! :-DDD
      Vielen Dank für die Umarmung! <3
      Nein, das ist nicht egoistisch, außerdem muss sich jeder erstmal vorrangig um sich selbst kümmern, anders geht es ja auch gar nicht.
      Lieben Dank, ich wünsch dir auch alles Gute für (und mit) 2026! :-)

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  13. Zuallererst: Es fiel mir nicht leicht, diesen Kommentar zu schreiben. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und deine Worte haben mich tief berührt, liebe Maren. Nicht, weil es „schön“ war, sondern weil es soooo echt ist. Dieses ständige Agieren, Hoffen, Kämpfen, Funktionieren … und dann irgendwann die bittere Erkenntnis, dass man manche Dinge nicht wenden kann, egal wie sehr man sich anstrengt.
    Mein Beileid! Alzheimer ist grausam, Punkt. Wer das nicht selbst erlebt hat, hat leicht reden – alle anderen wissen genau, wie viel Erleichterung neben der Trauer plötzlich da sein darf, ohne dass man sich dafür rechtfertigen muss. Loslassen ist keine Kälte, sondern oft der letzte Akt von Liebe. Bei meinem letzten Treffen mit meiner Mutter, die auch an Parkinson litt, in Brasilien, bat ich sie zu gehen. Sie hörte auf mich und verstarb noch in derselben Woche. Sie war bereits seit 10 Jahre in einem vegetativen Zustand.
    Dein Jahr liest sich wie ein emotionaler Marathon mit viel zu wenig Verschnaufpausen, aber auch mit Momenten von Verbundenheit, Stärke und dieser leisen Weisheit, die man sich nicht aussucht, sondern irgendwann einfach hat. London, Glühwein, kleine Fluchten – alles absolut legitim. Überlebensstrategien vielleicht, aber gut, das kenne ich auch!
    Ich wünsche dir von Herzen, meine Liebe, dass 2026 ein leiseres, freundlicheres Jahr wird. Mit mehr Bleiben als Gehen, mehr Leichtigkeit als Pflicht und deutlich weniger „für die Tonne“. 🍀 Schwamm drüber – und vor allem: weiter nach vorn. Love you! 💗
    Gruß & Kuss,
    Claudia

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    1. Ach, liebe Claudia, du findest (obwohl du sagst, dass es dir schwerfiel) doch immer die absolut richtigen und wohltuendsten Worte. Das tut richtig gut.
      Nein, Loslassen ist keine Kälte. Auch kein Egoismus. Im Gegenteil. Was du mit deiner Mutter durchmachen musstest und worum du sie gebeten hast - das ist Stärke und meiner Meinung nach auch Liebe. Ich habe das bei meiner Mutter auch getan, zwar habe ich es nicht laut ausgesprochen, aber gedacht, als ich ihre Hand hielt. Zwei Stunden später erhielt ich den Anruf, dass sie tot ist. Seither glaube ich, dass man auch eine Art "Erlaubnis" geben kann und muss, wenn jemand ohnehin gehen möchte.
      Vielen Dank für deine unfassbar schönen Worte - ich wünsche dir auch ein leichtes, gesundes, glückliches 2026! Und auf keinen Fall soll es für die Tonne sein. Love you too!💗
      Gruß & Kuss
      Maren

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  14. Liebe Maren. Da war wahrlich nicht allzu viel Positives in dem vergangenen Jahr. Ich hoffe für Dich, dass 2026 an den Dezember 25 anschließen kann mit den vielen positiven Bildern und Eindrücken der Weihnachtsmärkte. Du bist ja ein ziemlich positiv denkender Mensch, wenn ich das aus Deinen Beiträgen richtig herauslesen konnte.
    Alles Liebe und eine gute Zeit...und vielen Dank für Deine immer so aufmunternden Besuche in meinem Blog.
    Hugs, wie die Engländer sagen.
    Violetta

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    1. Liebe Violetta, Danke <3 Das wird schon, es geht mir momentan richtig gut und das Gefühl der Erleichterung hält an... danke auch, dass du mich als positiven Menschen siehst, ich glaub, das bin ich auch!
      Alles Liebe auch dir, ein tolles 2026 und auch hugs!
      Maren

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  15. Oh mei, Maren. Dass Du kein schönes Jahr mit nur wenigen Glanzpunkten hattest, habe ich natürlich mitbekommen. Dass ich Dir jetzt mein herzliches Beileid aussprechen muss, tut mir wirklich besonders leid. Du hast Dich so geplagt, dass alles gut/besser wird.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in den neuen Abschnitt. Neue "Familienverhältnisse", neuer Job, dazu wie Claudia schreibt, viel Leichtigkeit.
    Die allerbesten Grüße
    Sunny

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    Antworten
    1. Ja, aber jetzt ist das Schlimmste überstanden und demnach geht es mir richtig gut. Und manchmal nützt alle Plagerei nix, wie ich festgestellt habe :-))) dann ist es am Besten, loszulassen.
      Vielen Dank, ich wünsch dir auch einen guten Start und viel Leichtigkeit!
      Danke, auch meine besten Grüße an dich
      Maren

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