Sunday Colors: rote Rosen
Neulich saßen wir vor dem Eintreffen der Kinder in der HPT zusammen, als eine Kollegin halb lachend, halb seufzend sagte: "Wenn mein Mann ordentlich verdienen würde, müsste ich mich nicht mehr mit diesen Kids herumschlagen." Ich starrte sie an. Meine inneren Feminismus-Alarmglocken funktionieren manchmal mit leichter Zeitverzögerung. Während mein Gehirn also noch herauszufinden versuchte, ob das gerade ein Witz war, fiel es mir ein paar Sekunden später wie Schuppen aus den Haaren. Nope. Sie meinte das durchaus ernst. Wenn ihr Gatte genug verdienen würde, könnte sie einfach aufhören zu arbeiten. Äh...?
Was ist das - so eine Art ökonomische Retro-Romantik? Der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um den Rest, und alle tun so, als hätten wir die letzten hundert Jahre gesellschaftlicher Entwicklung nur aus Versehen mitgemacht. Hurra!
Leider blieb es nicht bei diesem einen Moment. Vor einiger Zeit erzählte mir eine junge Bekannte (ebenfalls Sozialpädagogin... warum erwähne ich das? Weiß nicht, vielleicht einfach, weil ich's nicht glauben kann!) voller Vorfreude, dass es schon immer ihr Traum gewesen sei, nach der Hochzeit den Namen ihres Mannes anzunehmen. Sie sagte das mit dieser Mischung aus Sehnsucht und Selbstverständlichkeit, die mir deutlich machen sollte: davon träumen wir Frauen halt. A-ha. Und noch während mir leicht übel wurde, fragte ich mich, ob wir uns eigentlich noch bewusst sind, auf welchen Schultern wir stehen.
Und wie viele Rechte, Möglichkeiten und Freiheiten überhaupt erst hart erkämpft werden mussten, damit wir heute solche Entscheidungen überhaupt treffen können. Ich erlebe es in meinem Job mit allzu deutlicher, unromantischer Härte: die alten Rollenbilder sind wieder da! Vielleicht in neuem stylishen Gewand, aber doch so, als wären sie scheinbar nie wirklich weg gewesen.
Und dann wundern wir intelligenten, akademisch ausgebildeten Frauen - die den Kindern doch bestenfalls als pädagogische Role Models oder wenigstens als Projektionsflächen dienen - über Reaktionen von Minipaschas aka Muttersöhnchen, die uns in einer Selbstverständlichkeit, dass es einem die Schuhe auszieht, verklickern wollen, sie gerieten beim Aufräumen ihres Spielzeugs an die Grenzen der Ehre, weil das Zuhause schließlich auch die Mama macht. Is Weibersache, Bro.
Ich weiß im Übrigen auch ganz genau, weshalb mein Cortisolpegel deutlich höher als der meines männlichen Kollegen ausfällt, auch wenn ich möglicherweise weniger jammere (keine Zeit, Leute, keine Zeit!): weil ich als Frau noch immer die meisten Kämpfe auszufechten habe. Gegen eine Macht, die in den letzten Jahren immer stärker und interessanterweise viel weniger subtil auftritt als ich es je erlebt habe: Männliche Ehre ist wieder hip. Aus Freunden werden wieder Bros - mafiöse Strukturen sind cool und gefragter denn je. Mädchen haben zu diesem Klub natürlich keinen Zutritt, denen gegenüber verhält man sich allerhöchstens beschützend und ein bisschen gönnerhaft, denn die verkraften sonst ja auch nix. Die können ja noch nicht mal Fußball spielen.
Glaubt ihr nicht? Würd ich an eurer Stelle vermutlich auch nicht. Mag sein, dass es sich um das so genannte "bildungsferne Prekariat" handelt, mag sein, dass Kultur und Herkunft eine große Rolle spielen, aber ihr solltet bedenken, dass meine Klientel - im Kleinen - einen beträchtlichen Teil unserer Gesellschaft widerspiegelt. Davor die Augen zu verschließen, halte ich für einen gewaltigen Fehler. Daher bin ich mir meiner Vorbildfunktion sehr deutlich bewusst. Ich werd jedenfalls den Teufel tun und dieses System gar noch mit merkwürdig romantisierten Vorstellungen stützen, die direkt aus "Bridgerton" stammen könnten.
Womit wir beim Weltfrauentag und bei der Rose wären. Man denkt ja im Allgemeinen, eine Rose ist eine Rose ist... und so weiter, aber am 8. März scheint es in Deutschland jedes Jahr diesbezüglich ein kleines gesellschaftliches Missverständnis zu geben. Denn ob eine Rose eine Rose ist, ist wohl keineswegs so eindeutig, denn Unternehmen, Supermärkte, Gewerkschaften und manchmal sogar Banken entdecken einmal pro Jahr plötzlich ihre zarte Anerkennung für Frauen - rein symbolisch natürlich! -und drücken ihnen die zumeist labbrige Blüte in die Hand. Als Zeichen des Respekts. Hurra, endlich werden wir einmal wertgeschätzt!
Dummerweise hat die Zierpflanze eine erstaunlich begrenzte Wirkung auf strukturelle Ungleichheiten. Sie schließt die Lohnlücke nämlich nicht. Sie sorgt nicht dafür, dass Frauen in Führungsetagen plötzlich genauso selbstverständlich vertreten sind wie Männer. Der Weltfrauentag verkommt zur Fleurop-Geschäftsidee... zu einem Blumen-Event! Einer Art Valentinstag mit zu vernachlässigendem politischem Anstrich... they just wanna lay us down in an bed of roses.
Frauen gingen dereinst auf die Straße, um für unser Wahlrecht zu kämpfen, für die Gleichstellung von Mann und Frau, faire Löhne, politische Rechte, menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Aber ich bekomme inzwischen verstärkt das Gefühl, dass dieser kämpferische Hintergrund zwischen Social-Media-Kanälen, Rabattaktionen und Marketingkampagnen zum Weltfrauentag immer mehr verloren geht... aber hey! Was soll's. Für uns soll's rote Rosen regnen.
Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt noch immer deutlich weniger als Männer. In vielen Branchen sind Führungspositionen weiterhin überwiegend männlich besetzt. Gleichzeitig wird Care-Arbeit, also Kinderbetreuung, Pflege, Familienorganisation, nach wie vor größtenteils von Frauen geleistet. Vielleicht ist es genau das, was mich an der Rose am Weltfrauentag am meisten irritiert: sie ist so bequem. Eine Blume lässt sich leicht verteilen, fotografieren, posten, liken. Sie verändert zwar keine Strukturen... aber mei. Dafür duftet sie, tut niemandem weh und verwelkt schnell wieder.
Kaschmirpulli und Plisseerock: 2018/2019 (?)
Schuhe: Embassy London (2025)


Danke für diesen engagierten Post zum heutigen Weltfrauentag, liebe Maren. Der ist für mich tatsächlich ein Geschenk.
AntwortenLöschenViel besser als jede Rose, selbst die schönen von Mackintosh.
Ja, auf wessen Schultern stehen wir? Und wer wird auf unseren stehen?
Ich komme noch aus der Generation, in der Frauen u.a. die Erlaubnis ihres Mannes brauchten, um gegen Entgelt arbeiten zu gehen. Vieles wurde tatsächlich erst ab und in den 1970er Jahren in Richtung Gleichberechtigung der Frauen auf den Weg gebracht. Alles vergessen?
Ich freu mich, dass Du heute dran erinnerst.
Und, heute ist hier Kommunalwahl. Dass wir da mitwählen können, ist vielen engagierten Frauen vor uns zu verdanken!
Ich hoffe, viele Frauen gehen heute bewusst wählen!
Herzlich,
Sieglinde
Vielen Dank, liebe Sieglinde!
LöschenIch erinnere mich auch noch, dass meine Mutter meinen Vater um eine Unterschrift bitten musste, weil sie arbeiten wollte - für mich damals als Kind völlig absurd! Meine Eltern haben das auch irgendwie so halb im Scherz "abgetan", aber es war ihnen beiden unangenehm. Und ich kann mich gut an die 70er und Alice Schwarzer und Co. erinnern, da wurde mein Weg und mein Freiheitsdrang quasi "geebnet", das sehe ich heute mit Dankbarkeit. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in (Freundinnen-)Kreisen war, die über Heiraten und Babypartys etc. gesprochen hätten, als wäre es das Maß aller Dinge. Heute hingegen wird versucht, junge Frauen mit dieser pseudo-Romantk weichzuspülen, das ist unglaublich. Und niemand stört sich daran. Scheinbar. Das finde ich irritierend.
Herzlich, Maren
Halleluja Maren, genau so ist es und ich glaube es Dir sofort! Bin froh, dass Du dagegensetzest, grad auch bei der Jugend. Mich alarmiert diese Entwicklung sehr.
AntwortenLöschenWir müssen uns das mal klar machen wohin das führt! Sofort den Wind aus den Segel nehmen. Mir geht es wie Sieglinde, ich feiere Dich heute für diesen Post. Ich bin froh dass meine Kinder das kapiert haben und gleichberechtigt leben und erziehen. Da gehts wirklich zusammen, Hand in Hand. Lucia sieht das auch nicht anders. Es wird ihr ja vorgelebt, die Gleichberechtigung. Frage mich jetzt nur, was wird den Kindern vorgelebt, die bei Dir solche Aussagen treffen?
Heute gehts auf alle Fälle wählen! Hmmm was werde ich dafür anziehen? 🤭😅 Kurve gekriegt. Deinen Look würde ich sofort tragen, ich liebe die Farben und Kette und Ring passen so schön zusammen. Orange ist einfach der Knaller.🧡 Ist es nicht herrlich, wenn man Souvenirs tragen kann aus Bangkok und London? Ich liebe es.
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag, liebe Grüße Tina
Danke, liebe Tina!
LöschenJa, was wird vorgelebt? Kleine Prinzen, denen die Mama alles abnimmt werden zu respektlosen Paschas, kleine Prinzessinnen werden definitiv anders erzogen, und alle schreien "wie süüüüß - ein echter Gentleman!", wenn ein kleiner Junge einem Mädchen, das sich verletzt hat, aufhilft, als wäre es leicht grenzdebil. Mädchen darf man natürlich nicht schlagen, und offen aggressives Verhalten bei Mädchen: ganz schlimm, während es bei Jungs als "Stärke" geduldet und sogar noch gefördert wird. Und das alles und noch viel mehr läuft derart subtil ab, dass selbst die angeblich so emanzipierten Betreuer*innen ständig in die Falle tappen. Da könnte ich noch Romane drüber schreiben...
Danke fürs Lob, ja, es ist schön, wenn man Souvenirs aus aller Welt trägt... :-)))
Hab eine wunderschöne Woche, liebe Grüße Maren
Tja, auch ein Tag zum Ärgern, denn das, was du beschreibst, beobachte ich auch mit großer Sorge. Da habe ich mich doch gefreut, dass die Schule meiner Tochter sich in der zurückliegenden Woche nach Elisabeth Selbert benannt hat, für mich eine zu wenig beachtete ganz Große in der Geschichte der Frauenbewegung. Wie so viele andere, denen ich immer wieder versuche, Beachtung zu verschaffen. Deshalb gibt es auch heute keine Blumen, sondern einen Great-Women-Post bei mir.
AntwortenLöschenSonntagsgrüße, heute wieder ohne Alpenblick, dafür auf eine erblühende Magnolie!
Astrid
Ich bin überzeugt, dass es bei "meinen" Kindern halt auch noch viel gravierender ist, Elternaussagen wie "Ich will meinen Sohn nicht verzärteln, er soll ja nicht schwul werden" oder dieses "Ehrenbruder"-Gedöns der Jungs oder wenn alle verzückt aufjauchzen, wenn ein Junge einem hingefallenen Mädchen aufhilft, als wäre es leicht debil (weil Mädchen sich ja nicht selbst zu helfen wissen). Und es sind noch nicht mal die Kinder, es sind die Menschen, die dann "Süüüüß!" rufen. DAS bringt mich aus der Fassung.
LöschenDie Magnolien treiben hier auch fleißig aus....!
Liebe Grüße Maren
Deine tollen Bilder täuschen leider über den Ernst der Sache hinweg liebe Maren. Anscheinend gehen die Rollen von Frauen und Männern wieder Richtung Mittelalter. Wobei ich seinerzeit gern den Namen meines Mannes angenommen habe. Aber das ist eine andere Geschichte.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sabine
Vielen Dank! Ach nein, Sabine, es geht gar nicht darum, den Namen des Manns anzunehmen, sondern WIE sie das gesagt hat, als wäre der romantische Traum ihrer schlaflosen Nächte nun endlich wahr geworden... eine gebildete, kluge junge Frau. Ich hätte schreien können!
LöschenLiebe Grüße
Maren
Liebstige Maren,
AntwortenLöschendein Anzug ruft "FRÜÜÜHLING" und deine Tasche "ROSES AND TEARS" passt ja vom Titel her schon perfekt zum Thema. (Ist dir eigentlich aufgefallen, dass die Tasche am 5. Foto herzförmig erscheint? Wie schön!)
Rechtzeitig zum Frauentag flatterte mir eine Mail von #aufstehn ins Postfach, da heißt es (gekürzt) >>...schlechter bezahlt, von Gewalt betroffen, nicht ernst genommen – Frauen und weiblich gelesene Personen werden noch immer unfair behandelt und diskriminiert. Rechte Parteien ... befeuern diese Benachteiligung. Sie kürzen Gelder für Frauenhäuser oder Gewaltschutzprojekte und verbreiten ein veraltetes Frauenbild: Frauen sollen sich um Haushalt und Familie kümmern und Männern “den Rücken freihalten”...<< Es kommt also quasi "von allen Seiten" - einerseits von Menschen, die aus Kulturkreisen stammen, in denen der Mann einfach noch "Pascha" ist oder zu sein hat... und andererseits von deren größten Gegnern. Fast schon zum Lachen, wenn's nicht so zum Weinen wäre... Und ja, ich musste bei deiner jungen Bekannten, die den Namen ihres Zukünftigen annehmen will, auch an "Bridgerton" denken. Solche Serien sind halt irgendwie auch nicht gut für den Feminismus 😉 (Aber vielleicht hat sie ja auch einen Namen, den sie einfach fürchterlich findet 😅...)
Ganz lieber feminine Drückers,
Traude
Liebstige Traude,
Löschenlieben Dank! Das Herz entsteht durch die Tränen! Boah, was für eine Metaphorik! :-))))
Ja, sie beschießen uns von allen Seiten. Und den Rechten läuft das natürlich voll rein, die werden sich künftig in ihrer Migrationspolitik auch anders darstellen.
Mir geht's ja nicht um Kulturkreise oder Menschen, das weißt du, sondern um Verhaltensweisen.
Und wir (als Betreuer) sind nun mal Vorbilder und ich denke, deshalb müssen wir uns auch ständig hinterfragen und reflektieren. Daher ist das Thema für mich auch dauerpräsent :-)))
Nein, Bridgerton ist nicht so gut für den Feminismus... ich hab's auch geguckt, tolle Kostüme etc., aber ich kann mir vorstellen, dass es eher weniger reflektierten, romantisch "verklärten" jungen Frauen ein denkbar schlechtes Vorbild sein kann... ach, ja, sie hatte einen beneidenswerten italienischen Namen, den sie für einen gewöhnlich-bayrischen abgelegt hat. Ich hab mich einmal im Leben selbst mit dem Gedanken getragen wegen des Namens zu heiraten, da ging's allerdings um den Namen Campbell... hihi. Ich schwöre, wenn mein Freund damals MacKenzie oder so geheißen hätte, hätte ich es vermutlich auch getan. Also NUR wegen des Namens :-DDDD
Ganz liebe feminISTISCHE Drückers :-)))
Maren
Zuallererst muss ich sagen –Die Fotos sind absolut zeitschriftenreif, liebe Maren, einfach wunderbar! 💛
AntwortenLöschenDer Weltfrauentag erinnert uns ja jedes Jahr daran, dass vieles von dem, was wir heute als selbstverständlich empfinden, das Ergebnis der Kämpfe unserer Vorgängerinnen ist. Und gleichzeitig daran, dass noch längst nicht alles erreicht ist – wie du so treffend schreibst. Ich selbst habe meine Unabhängigkeit und Autonomie erlangt, aber einfach war dieser Weg nicht immer. Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass wir weiterhin für die Sicherung von Rechten eintreten. Und eigentlich ist das ja kein „Frauenthema“ allein – auch Männer sind gefragt, wenn es um echte Gleichberechtigung geht.
Der Einsatz für Frauenrechte – zusammen mit vielen anderen gesellschaftlichen Kämpfen – stellt uns immer wieder vor die Aufgabe, Unterschiede anzuerkennen, ohne daraus Ungleichheit entstehen zu lassen. Und zur „Weltfrauentags-Rose“ - ein hübsches Symbol, nett gemeint, aber die eigentlichen Themen dahinter sind natürlich deutlich größer.
Danke für diesen wichtigen Denkanstoß!
Gruß & Kuss,
Claudia
Ich kommentiere hier mal unter Claudia, denn ich kann mich ihren Worten absolut anschließen. Ob es nun um Deinen sensationellen Look mit der wunderschönen Kette geht, oder darum, dass auch ich dankbar bin, was die Frauen in den letzten 100/120 Jahren für uns erkämpft haben. Das Recht auf Selbstbestimmtheit. Ich bin auch einen strammen Weg alleine gegangen, habe ein Kind groß gezogen und meinen beruflichen Weg gemacht. Ohne die Unterstützung meiner Familie/meines Vaters wäre das noch viel schwieriger gewesen. Dafür bin ich wirklich dankbar. Rosen können ruhig stecken gelassen werden.
LöschenIm übrigen finde ich einen offenen, unvoreingenommenen Dialog am aller wichtigsten. Egal um welche Themen es geht. Wie Claudia schreibt. Unterschiede und unterschiedliche Meinungen anerkennen ohne daraus Ungleichheit und Ungerechtigkeit erwachsen zu lassen.
BG Sunny
Liebe Claudia, vielen lieben Dank, ui, ehrlich? Wenn du wüsstest... wir haben die Fotos quasi "auf dem Weg " im Eiltempo geschossen... hihi.
LöschenJa, auch Männer sind selbstverständlich gefragt... ich habe einen männlichen Kollegen und glaub mir, es ist nicht immer einfach... :-))) Weil vieles eben auch so subtil abläuft. Man muss sich seiner Vorbildrolle in meinem Job eben zehnmal so bewusst sein - daher ist Emanzipation für mich persönlich eigentlich täglich Thema :-) Und ich werd auch nicht müde, darüber zu diskutieren, was WIR den Kindern vorleben. Und welches Verhalten wir fördern oder mit Konsequenzen belegen.
Gruß und Kuss
Maren
Liebe Sunny, danke!
LöschenIch will ja niemanden bekehren, nur meine Meinung äußern. Ich glaub, in meinem Job wird man halt auch täglich mit dem Thema konfrontiert... und als Vorbild muss ich mein eigenes Verhalten ja ständig hinterfragen. Daher beschäftigt mich das. Und was die Politik betrifft, wenn ich das Wort "Herdprämie" höre und sehe, wer von den jungen Eltern Elternzeit nimmt (immer noch in 2026!), dann wird's mir angst und bang. Auch, was so Äußerungen der Kids angeht "Ehrenlos - bin doch nicht schwul - Mädchen darf man nicht schlagen - das ist Frauensache - Ehrenbruder" etc. etc. Einfach uferlos. Und dann die jungen Frauen mit ihren romantisierten Vorstellungen... einfach uferlos.
Liebe Grüße Maren
So gut geschrieben Maren, danke dafür! <3
AntwortenLöschenIm Alltag ist es leider bemerkbar, das wir nur einen Schritt nach vorne, aber zwei Schritte zurück machen. In Österreich gibt es in Salzburg und Oberösterreich wieder "Herdprämie" für die brave Hausfrau, die daheim bleibt und die Kinder betreut. Ob die heute aber Blumen bekommen haben, wage ich zu bezweifeln.
Ich sende liebe Grüße zu dir <3
Vielen Dank, das freut mich! <3
LöschenOje, allein schon das Wort "Herdprämie" triggert mich total...! Kaum zu glauben, dass wir uns im Jahr 2026 befinden.
Ich sende auch liebe Grüße zu dir <3
Ein hübsches Outfit, die Fotos sind großartig. Ich liebe deine Schuhe 😍
AntwortenLöschenVielen Dank, die Schuhe liebe ich auch <3
LöschenGut, dass am Frauentag auch in den div. Blogs darauf Bezug genommen wird und auch bei dir! Wie immer interessant geschrieben.
AntwortenLöschenDass der Tag immer öfter als Geschäftsidee missbraucht wird, finde ich recht ärgerlich (ich mag auch den Valentinstag nicht). Ich habe nichts gegen Rosen oder Mimosen oder solche Kuchen, aber NUR Blümchen-verschenken verharmlost die Situation von Frauen weltweit.
Ich glaube, wenn junge Menschen wenig Ahnung von Feminismus, Patriarchat etc. haben, fallen sie auf konservative Gedanken auch leichter "herein". Der Freundeskreis, die Medien, Vorbilder in Serien, alles spielt mit. Dann kommen so Aussagen, wie du sie erlebt hast. Also braucht es mehr Aufklärung diesbezüglich...
Eineschöne Woche!
Hier kann ich nicht zustimmen. Konservative "Gedanken" haben für mich dem Grunde nach nichts mit Patriarchat oder Anti-Feminismus zu tun. Ich selbst würde mich als liberal-konservative Pazifistin bezeichnen. Soll heißen, ich schätze die individuelle Freiheit und gleichzeitig die rechtsstaatliche Ordnung. Ich lege Wert auf gesellschaftliche Traditionen, die aber gerne in kleinen, bedachten Schritten angepasst werden können und lehne (militärische) Gewalt grundsätzlich ab.
LöschenBG Sunny
Konservativismus ist für mich tief im Patriarchat verwurzelt
LöschenVielen Dank, Friederike! Und das war natürlich nix gegen den Mimosenkuchen, das weißt du. Symbole an sich sind ja auch gut, aber mit dieser Rosenaktion hab ich eher manchmal das Gefühl, es kriegt ein Niveau wie eine Babyparty o.ä.
LöschenIch gehe voll mir dir, auch im Hinblick darauf, dass Konservativismus tief im Patriarchat verwurzelt ist - und ich glaube, Angst vor Veränderung bringt uns weder hier noch woanders weiter.
Liebe Grüße und dir auch eine schöne Woche!
I love red. Wonderful top and skirt combo. This is a great styling.
AntwortenLöschenHappy 8th of March! Happy International Women's Day!
Thank you so much, Ivana. Have a nice week!
LöschenHappy Women's day! <3
Liebe Maren, was Du hier schreibst kann ich nur voll unterstützen - Ich finde es unerträglich, daß es auch in sozialen Medien wieder rückwärts zu laufen beginnt. Machos wieder im Vormarsch und die Frauen wieder an den Herd. Wurde nicht seit nun schon über einem Jahrhundert um die Rechte der Frauen gekämpt und diese erobert. Und jetzt will sich Deine Kollegin auf ihren gute verdienenden Mann verlassen wollen....ich kann das nicht verstehen. Ich kann ja aus meiner weiblichen Rolle immer wieder auf die andere Seite wechseln, aber ich bin auch auf dieser Seite ein Verfechter der Frauenrechte und der Gleichberechtigung. Und Dein Vergleich mit den Rosen und dem Weltfrauentag ist genau zutreffend.
AntwortenLöschenUnd damit ich es auch noch erwähne....Das Outfit passt Dir hervorragend.
Alles Liebe und eine gute Zeit
Violetta
Liebe Violetta, ich bin fast geneigt, zu sagen, ich verstehe manche Männer, die die Augen rollen und sagen "Was wollt ihr eigentlich?" - weil manche Frauen jetzt wieder mit diesem "Trad Wife"- Gedöns ankommen. Aber man darf nicht alle in einen Topf werden, weder Männer noch Frauen... daher kann ich auch nur für mich sprechen. Verstehen kann ich solche Aussagen meiner Kolleginnen auch nicht, ich kann nur selbst das leben, wovon ich überzeugt bin. Das gelingt mir glaub ich gar nicht so schlecht.
LöschenLieben Dank! Dir auch alles Liebe und eine gute Zeit
Maren
Wie recht du leider hast! Scheinbar haben einige Damen festgestellt, dass man sich auch als Frau die Hände schmutzig machen kann... dies aber äußerst unbequem ist. "Ich kann doch nicht so schwere Sachen anpacken. Schließlich bin ich eine Frau." - sowas bekomme ich leider nicht nur von Jüngeren zu hören und bekomme dabei Schnappatmung. Und die Männer sehen sich dann bestätigt in ihrem Möchtergern-Macho-Gehabe. Sogar das eigentlich ganz fortschrittliche Exemplar, dass ich mir geangelt hatte, schimpft darüber, dass sich manche Damen nur die Rosinen rauspicken wollen. Gleichberechtigung nur, solange sie bequem ist. Wir waren übrigens beide zu bequem, unseren Namen zu ändern 😉
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
Tatsächlich habe ich auf meiner Bandscheiben-Reha gelernt, dass Frauen unter 30 maximal 15 kg heben dürfen. Bei Männern sind es 50 kg. Was einfach an der statischen Zusammensetzung unserer Knochen, Knorpel und Sehnen liegt.
LöschenIch persönlich koche lieber ein Gulasch für die schwer Arbeitenden oder backe zum Dank einen Kuchen.
Btw. was hat denn Aufgabenteilung mit Gleichberechtigung zu tun? Es müssen ja nicht alle das selbe machen. In meinem Team dürfen die MA - sofern möglich - aussuchen, was sie machen wollen.
Ich habe es übrigens in fast 57 Jahren geschickt vermieden heiraten zu müssen. :-) Der Sohn wird bald 30 und nennt seinen Großvater sein Vorbild. Was Authentizität und Moral betrifft.
BG Sunny
Vielen Dank, Vanessa! Es geht ja vielleicht nicht nur ums praktische Heben schwerer Dinge (kann ich teilweise auch nicht weil ich oft Rückenprobleme habe), sondern darum, was ich auch wie rüberbringe und vorlebe. Und ich achte höllisch darauf, nicht selbst in so manche Falle zu tappen, vor allem wegen meines Jobs. Ich kann nur sagen, gemessen am Respekt, der mir seitens meines Klientels entgegengebracht wird ("obwohl" ich eine Frau bin und viele Jungs Frauen nicht sonderlich respektieren, das ist ein Fakt und keine Fantasie) stelle ich anscheinend ein ganz gutes Vorbild dar. Aber ich benötige mindestens die doppelte Energie als männliche Kollegen dafür. Das ärgert mich sehr oft. Zum Glück verdiene ich auch mehr - ausgleichende Gerechtigkeit :-))))
LöschenDas mit dem Namen meinte ich auch gar nicht kritisch, nur dass es die Erfüllung eines Traums darstellt... na ja.
Liebe Grüße!
Ich finde den Weltfrauentag auch immer etwas... interessant? Der Tag bringt halt wenig, wenn wir immer noch weniger verdienen, als Männer. Und so viele Bereiche (Medizin zum Beispiel) auch noch komplett auf Männer ausgerichtet sind...
AntwortenLöschenIn meinem Bereich, werden zum Beispiel immer noch viel zu wenig Cover von Frauen fotografiert. Obwohl der Frauenanteil bei den Fotografen groß ist... Mal davon abgesehen, dass die gutgezahlten Kampagnen auch noch gerne an die Herren gehen.
Na ja, und auf Social Media wundert mich zu dem Thema ja eh mittlerweile einiges. :D
Interessant, dies aus der Perspektive einer Fotografin zu betrachten... dass es da auch noch ein Ungleichgewicht gibt, ist natürlich auch denkbar ungerecht.
LöschenSo manche Aussagen junger Frauen auf Social Media lassen sich nur schwer für mich ertragen...! Da stimm ich dir voll zu! :-(
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AntwortenLöschenSome people even call him a “mini god” because of his powerful spiritual abilities and the way he helps those who come to him for guidance.
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AntwortenLöschenManche nennen ihn aufgrund seiner starken spirituellen Fähigkeiten und seiner Hilfe für Ratsuchende sogar einen „kleinen Gott“.
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