Kein X für ein O: die Psychologie der Figurtypen: A
Kaum ein Thema wird so leidenschaftlich kommentiert, fehlinterpretiert und überfrachtet wie der weibliche Körper. Körperformen werden selten einfach gesehen – sie werden gelesen. Als Aussage, als Symbol, als vermeintlicher Hinweis auf Charakter, Sexualität oder "Bestimmung". Genau hier setzt meine kleine Serie Psychologie der Figurtypen an. Zum Auftakt widme ich mich einem der häufigsten und zugleich am stärksten aufgeladenen Figurtypen: der A-Figur.
Die A-Figur ist gekennzeichnet durch schmale Schultern, einen zarten Oberkörper und eine stärker ausgeprägte Hüft- und Po-Partie. Diese Proportionen wirken feminin, weich – und zugleich kraftvoll. Sie zeigen etwas sehr Wesentliches: Zartheit und Stärke schließen sich nicht aus. Sie existieren ganz selbstverständlich nebeneinander. Und doch wird gerade diese Körperform seit Jahrhunderten mit Bedeutungen beladen, die weit über reine Proportionen hinausgehen.
Wie jede Körperform wird auch die A-Figur gesellschaftlich gedeutet - meist unbewusst, aber tief verankert in kulturellen Bildern. Besonders hartnäckig hält sich dabei die patriarchale Vorstellung des sogenannten "gebärfreudigen Beckens": die Idee, weibliche Hüften seien vor allem ein Hinweis auf Reproduktionsfähigkeit. Das ist kein biologisches Faktum, sondern ein kulturelles Konstrukt. Eine Zuschreibung, die den weiblichen Körper historisch auf eine vermeintliche Funktion reduziert - und ihn damit kontrollier-, bewert- und verwertbar gemacht hat.
Ein Blick in die vergangenen Jahrhunderte zeigt, wie künstlich solche Bedeutungen erzeugt wurden. Reifröcke, Paniers und streng geschnürte Korsetts formten Silhouetten, die mit natürlichen Körperproportionen wenig zu tun hatten. Hüften wurden extrem verbreitert, Taillen gewaltsam verengt, Oberkörper fixiert wie Möbelstücke. Die A-Figur wurde karikiert und zur sichtbaren Chiffre patriarchaler Ordnung stilisiert.
Dabei ging es nie um das Wohl der Frauen. Es ging um Kontrolle, Repräsentation und Besitzverhältnisse. Der Frauenkörper wurde geformt, inszeniert und diszipliniert, um ihn eindeutig auf Ehe, Nachkommenschaft und soziale Reproduktion festzulegen. Das "gebärfreudige Becken" ist also kein harmloses Bild, sondern Teil einer langen Tradition der Funktionalisierung.
Vor diesem Hintergrund wird klar, warum auch heutige Körperbilder kritisch betrachtet werden müssen. Die A-Figur beschreibt keine Wirkung, kein Versprechen und schon gar kein Rollenbild. Sie beschreibt Proportionen. Punkt. Schmale Schultern und ausgeprägte Hüften sind weder Signal noch Einladung, weder Charaktermerkmal noch Aussage über den Menschen, der in diesem Körper lebt.
Und dennoch muss frau erst einmal mit den Bewertungen von außen klarkommen - Bewertungen, die sich im Laufe eines Lebens tief eingraben können. Einer ehemaligen Schulfreundin mit A-Figur wurde beispielsweise regelmäßig ein "Arsch wie ein Brauereigaul" attestiert. Charmant, nicht wahr? Und wir wissen alle: es geht noch schlimmer. Trotz aller Body-Positivity-Rhetorik sind wir auch heute noch den verletzenden Zuschreibungen urteilender Menschen ausgesetzt – oft subtil, oft gnadenlos.
Auch Trends zur künstlichen Vergrößerung von Po- und Hüftregionen (wie vor wenigen Jahren noch schwer gehypt) lassen sich kulturhistorisch nicht isoliert betrachten. Unterspritzungen, operative Eingriffe wie der "Brazilian Butt Lift" oder gepolsterte Unterwäsche folgen im Kern derselben Logik wie Reifröcke und Korsetts – nur mit moderner Technik. Wenn extrem überzeichnete Proportionen medial aufgeblasen werden, verschiebt sich der Maßstab erneut: weg von Vielfalt, hin zu einem neuen normierenden Ideal. Was dabei gern als individuelle Freiheit verkauft wird, ist häufig das Ergebnis von ökonomischem Druck, Dauerpräsenz und einem Schönheitsmarkt, der von Unsicherheit lebt.
Problematisch ist weniger die einzelne Entscheidung als das System dahinter. Ein System, das bestimmte Körperformen aufwertet und andere abwertet – und damit alte patriarchale Bilder unter neuem Deckmantel reaktiviert. Weder historische Korsetts noch moderne Technologien sind automatisch frei von solchen Blickregimen. Im Gegenteil: Sie können sie stabilisieren, wenn sie suggerieren, bestimmte Proportionen seien Voraussetzung für Sichtbarkeit, Begehrlichkeit oder gesellschaftlichen Wert.
Aber wenn wir - wie in der Farbberatung - vom Prinzip der Harmonie ausgehen, lässt sich dies ebenso auf das Styling übertragen. Auch für die A-Figur bedeutet das zumeist den Wunsch nach Ausgeglichenheit in den Proportionen - nicht nach einer überzeichneten oder gar grotesken Betonung jener Körperpartien, die ohnehin präsent sind.
Da die typischen Merkmale der A-Figur, wie bereits beschrieben, ein schmaler Oberkörper mit zarten Schultern, eine definierte Taille sowie breitere Hüften, kräftigere Oberschenkel und ein ausgeprägtes Gesäß sind, folgt daraus ein klares, ausgleichendes Styling-Prinzip: Der Blick wird nach oben gelenkt, die Hüftpartie sanft ausbalanciert und die Taille bewusst in Szene gesetzt. So entsteht ein Gesamtbild, das die Figur respektvoll unterstützt und die Persönlichkeit strahlen lässt.
Wenn euer Körper eine A-Form aufweist, dann sind Oberteile eure besten Freunde. Ideal sind helle Farben & auffällige Muster, Volants, Rüschen, Drapierungen, Carmen-, U-Boot- oder Wasserfallausschnitte sowie Puffärmel oder leicht betonte Schultern.
Alles, was oben Radau macht, ist willkommen - auch bei den Accessoires, Besonders schmeicheln euch Statement-Ketten, große Ohrringe, auffällige Schals und Gürtel auf Taillenhöhe.
Hier das Ganze nochmal zusammengefasst:
Ich hoffe, dieser erste Teil meiner Psychologie der Figurtypen hat euch genauso viel Spaß gemacht wie mir. Am 15. Februar geht es weiter – dann widmen wir uns dem oft androgyn wirkenden H-Figurtyp.
Bleibt neugierig, kritisch – und vor allem gnädig mit euren Körpern.
(Bilder und Fotos: Avatare von mir, alle anderen von PIXABAY)









Ahhhhh so schön geschrieben und erklärt. Schon schlimm was wir Körpern antuen, damals wie heute. Wir sollten es besser wissen, aber das wird wohl nix mehr.
AntwortenLöschenSchöne Beispiele zeigst Du. Ich habe kürzlich gemerkt, wie merkwürdig es sein kann, ein helles Unterteil mit dunklem Oberteil zu tragen. Kein Thema, ich experimentiere gern, aber ich konnte direkt sehen, was es mit den Proportionen macht.
Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina
Vielen lieben Dank, Tina!
LöschenMeistens machen wir unbewusst eh vieles richtig... und wenn etwas "komisch" aussieht, dann meistens, weil es die Proportionen verzerrt. Das menschliche Auge ist wirklich total auf Harmonie gedrillt :-DDDD
Danke, hab einen guten Wochenstart, liebe Grüße Maren
Wie schön: Sonntagmorgen, Maren-Zeit! <3
AntwortenLöschenWieder mal toll erklärt die Körperformen und auch ihre patriachalisch-kollektiven Traumata für uns Frauen.
Und im Speziellen heute bei der A-Form.
Da finde ich ja besonders schön, dass da soviele Accessoires zum Tragen kommen. Das hat dann viel Spielerisches und macht Spaß.
So soll Mode und Kleidung sein!
(O.T. Bitte schau mal in Deine Mails. :-))
Einen gemütlich-schönen Sonntag wünscht Dir
Sieglinde
Vielen Dank! Es ist ein etwas heikles Thema, daher war mir Wertschätzung absolut wichtig. In meiner aktiven Stilberatungs-Zeit fand ich das weniger heikel, aber 1:1 kommunizieren ist was anderes als im Blog darüber zu schreiben. Mode und Kleidung soll Spaß machen, da geb ich dir recht, und sie sollen die Trägerin unterstützen und zum Wohlgefühl beitragen. Ich finde, es wird Zeit, mal richtig tolle Mode für reale Figurtypen zu kreieren.
LöschenBis dahin bedienen wir uns an deinen Accessoires! ;-)))) <3
Danke, ich wünsch dir einen guten Wochenstart
Maren
Hervorragend geschrieben und unglaublich gut erklärt, liebe Maren – ich fand den Artikel sehr informativ und super interessant zu lesen! Ich habe viele Dinge gelernt, vielen Dank!
AntwortenLöschenEin wirklich spannendes Thema. Besonders wichtig finde ich den Aspekt, dass die Auseinandersetzung mit Körpertypen dabei hilft, Kleidung mit besserer Passform zu entwerfen und die jeweilige Silhouette optimal zur Geltung zu bringen – ohne zu werten, sondern unterstützend. Ein starker Auftakt deiner Serie! ✨💛
Gruß & Kuss,
Claudia
Vielen Dank, liebe Claudia!
LöschenBei diesem Thema ist es ehrlich gesagt har nicht so einfach, nicht zu werten und nicht irgendwelche ollen Stilfibelsprüche zu bedienen. Als "Stilberaterin" geht das nur, wenn man sich an den Wünschen der Kundin orientiert und ansonsten völlig neutral bleibt.
Genau, Kleidung mit besseren Proportionen entwerfen für die reale Kundin, das wäre sehr zu wünschen. Danke, dass du diesen Aspekt noch erwähnst! <3
Gruß & Kuss
Maren
Da hast Du Dir wirklich sehr viel Mühe gegeben und das aus meiner Sicht auch gut zusammengefasst.
AntwortenLöschenIch selbst bin vermutlich auch sowas wie dein A Typ. Aber ein eher ziemlich langer. Manches, was Du genannt hast, gilt für mich auch. Andere Dinge brauchen dann noch die Betrachtung aus einem anderen Blickwinkel. Es gibt aus den Anfangstagen meines Blogs eine Vielzahl von Beiträgen die meinen eigenen Figurtyp thematisieren.
Zum Glück hat sich mein Taillen - Hüft - Verhältnis in den letzten 40 Jahren verringert.
Ich habe in meinen jungen Jahren viele "Komplimente" geerntet, die nicht besonders nett gewesen sind.
Wenn Du bei 1,83 m statt 1,63 m (20 cm Höhenunterschied) statt einer 34/36 eine 42/44 trägst, ist das nicht zu übersehen. Man kann das nicht verstecken. Man kann es nur harmonisieren. Da bin ich ganz bei Dir.
Das wirklich schräge ist ja, dass "Mann" meinen Hintern (eigentlich die Hüften) offiziell immer kritisiert hat, ich damit aber NIE Schwierigkeiten hatte, das männliche Objekt meiner Jagt für mich zu gewinnen. (Die spinnen, die Römer :-))
Männer stehen auf Hintern. Die meisten heimlich, die anderen öffentlich. Das wird wohl auch schon immer so gewesen sein. Ich persönlich finde Männer mit weiblichen, also breiteren, runderen Hüften sexuell absolut unattraktiv. Zum Glück kommt das nicht allzu oft vor.
BG und einen guten Wochenstart
Sunny
Ui, da hast du aber einige Anläufe gebraucht... ;-DDDD
LöschenDadurch, dass du so groß bist, ist eine 42/44 aber durchaus angemessen, auch, wenn du rank und schlank bist. Wie soll man da auf eine 34/36 kommen? Das ist ja nicht realistisch.
"Mann" hat deine Hüften offiziell kritisiert? Whaaat?
Zum Glück geht's in der Serie nicht darum, worauf Männer stehen. Da wärst du bei mir echt an der falschen Adresse :-))) Machosprüche und derart "Kritik" finde ich bei Männern übrigens unattraktiv, mir dann völlig egal, wie sie aussehen.
Liebe Grüße und auch einen guten Wochenstart
Maren
Ja, diese "neue", zusätzliche Wahl der "Art: Kommentar schreiben als" stresst mich immer ein bisschen. Einmal "nix" gewählt, lässt auch das Löschen nicht mehr zu. Damn. :-)
LöschenJa, "Mann" hat das kommentiert. Eine 44 ist optisch vermutlich eine "doppelte" 34. Weiter wurde da nicht gedacht. Mal ab von der Tatsache, dass ich in den meisten Fällen "auch noch" größer war/bin. Und natürlich kann man solche Männer getrost vergessen. Deshalb habe ich mich letztlich in einen wirklich kleinen Mann verliebt. Weil die Größe tatsächlich keine Relevanz hat.
Ich bin aber davon überzeugt, dass Hetero-Männer unbewusst von weiblichen Formen mehr getriggert werden, als von sehr burschikosen. Da kommen sie wohl nicht aus.
BG Sunny
Tja....A Typ bin ich sicher nicht.😄 Für die Rundungen in der Mitte brauche ich Unterstützung. Sehr interessant Dein Post liebe Maren. Ich wäre dann wohl das nächste Mal beim H Typ eher angesprochen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße und eine gute Zeit
Violetta
H oder sogar V... kommt alles noch, keine Sorge. :-)))
LöschenLiebe Grüße und eine gute Zeit
Maren
"Kontrolle, Repräsentation und Besitzverhältnisse" - selten habe ich das so vor Augen geführt bekommen, wie im letzten Urlaub. Wenn dann das grotesk gemachte Püppchen brav neben einem alten Fettsack sitzt, kann man genauso wenig wegschauen, wie bei einer Massenkarambolage. Über Kulturen und Nationalitäten kann man ja streiten aber ich bin wirklich froh, in einem Land zu leben, in dem frau nicht ganz so extrem auf Äußerlichkeiten reduziert wird. Was die Körperformen angeht, bin ich immer unschlüssig. Weder oben noch unten breiter und trotz schmaler Taille immer ein bisschen schwanger - ich hab's irgendwann einfach ignoriert. Bin mal gespannt, ob sich das mit deinen Erklärungen ändert.
AntwortenLöschenLiebe Grüße!
Ja, vor allem, wenn der Mann dann tatsächlich glaubt, die Frau hat ihn geheiratet, weil er so ein toller Hecht ist. Ehrlich, überleg mal umgekehrt: keine Frau würde das wirklich glauben... !
LöschenIch bin absolut d'accord, was die Reduzierung auf Äußerlichkeiten angeht... mir reicht es schon, was ich von Kollegen und Vorgesetzten so höre. Unter dem Deckmantel "Wir sind ja so emanzipiert" wirken solche Plattitüden irgendwie noch schlimmer.
Liebe Grüße!
Ohjee.... dazu tauge ich ja nun so gar nicht. Also zum Repräsentieren. Und kontrollieren lasse ich mich auf keinen Fall. Meine Güte, mich hätte man sowieso in gewissen Epochen direkt auf dem Scheiterhaufen verbrannt......
AntwortenLöschenAber wie auch immer: Eine A-Linie hat nichts mit mir zu tun. Von "oben zart mit wackeren Oberschenkeln und rundem Po" keine Spur. Rund bin ich nur in der Bauchregion- und das auch erst seit ein paar Jahren. Medis und Alterung sei Dank! 😊
Also bin ich gespannt auf die kommenden Folgen, in einer davon werde ich mich dann wohl wiedererkennen.
Bis dann, liebe Grüsse!
PS:..und ich frag jetzt einfach mal ganz unverblümt: ist dein Text unter Zuhilfenahme einer KI entstanden? Irgendwie "klingt" der heute anders, als ich es sonst von dir "gewohnt" bin! 😄
Eheecht nicht? Spaaß. Wir hätten uns vermutlich auf dem Scheiterhaufen getroffen! ;-)))
LöschenUnd was du über deine Figur beschreibst, kann ich nur sagen, willkommen im Club! Nie im Leben hab ich so wenig gegessen und dabei so viel gewogen wie jetzt. Das Leben ist nicht fair.
Liebe Grüße!
P.S. Es war ja klar: du bist intelligenter als die KI :-DDDD Hab mir aber nur bei einzelnen Passagen helfen lassen... :-))
Super und sehr interessant geschrieben, liebe Maren, auch die patriarchalen und historischen Aspekte. Ich finde es immer unfassbar, was Frauen allgemein über Jahrhunderte in der Männerwelt angetan wurde (und wird), das ist ein Thema, das mich schon Jahrzehnte lang verfolgt. Ich habe aber nie negative Kommentare zu meiner Figur bekommen, im Gegenteil, naja, an klein und schlank gab es wohl am wenigsten "auszusetzen"...
AntwortenLöschenVom Figurtyp her bin ich kein A und so freu ich mich auf weitere "Buchstaben", lg
Vielen Dank, liebe Friederike. Wenn man sich manchmal vor Augen hält, was wir an Sprüchen noch in den 80ern ertragen mussten und heute scheinbar wieder, also manchmal wird's mir Angst und Bang. Nicht unbedingt negative Kommentare zur Figur, aber "mansplaining" usw. sind ja schlimm genug!
LöschenLiebe Grüße!
Wie du das Thema "Figurtypen" aufbereitet hast finde ich toll. Sehr interessant zu lesen. Ich schätze mich als A ein, was mit dem Älterwerden allerdings immer weniger präsent wird (meine Figur änderte sich vor 60 und jetzt mit 60, wirklich sehr).
AntwortenLöschenKommentare gab es in jungen Jahren leider schon, meist abwertend .. hübsch, aber in Jeans zu dick. Ist weniger lustig das als Teenager zu hören. Wobei ich denke das es auch da, nicht um das "A" geht, sondern darum das Frauen generell bewertet werden. Meiner Wahrnehmung nach hat sich daran in den letzten 40 Jahren auch nicht viel verändert.
Freue mich das du das Thema von einer ganz anderen Richtung angehst, als ich je darüber gelesen hatte. <3
Liebe Grüße
Vielen Dank, das freut mich! Ja, irgendwie verteilt es sich mehr "nach oben" in bzw. nach der Menopause. Das hab ich auch schon festgestellt. All diese abwertenden Kommentare, früher übers Aussehen, heute vielleicht eher getarnt als "mansplaining" oder sonstiges, das hat wirklich nix mit "A" oder sonstigen Buchstaben zu tun. Da bin ich deiner Meinung!
LöschenNochmal lieben Dank <3
und liebe Grüße
Oh ja, liebe Maren,
AntwortenLöschendas "gebärfreudige Becken" ... das wurde mir auch mehrmals attestiert in früheren Jahren. Und ich kenne auch den Spruch vom Brauereigaul - wobei es hierzulande noch die Variante "a Oasch wia a Post-Ross" gibt. Mein großer Bruder lästerte übrigens gewaltig über Frauen mit ausgeprägterem Hinterteil - ganz allgemein, nicht direkt auf mich bezogen... aber das wirkte sich natürlich lange Zeit auch auf mein Körperbild aus. (Und auf mich bezogene Lästereien gab es von ihm schließlich ebenfalls. Weil er ja der Sportliche war und nur durchtrainierte Frauen gut fand...)
Ich weiß gar nicht, wann und wie ich es geschafft habe, mich von alledem weitestgehend zu befreien. Aber Älterwerden hat mir definitiv dabei geholfen. Als junge Frau wird man leicht zum Opfer dummer Sprüche und nimmt sie sich so sehr zu Herzen, dass es nicht weiter verwunderlich ist, wenn manche Mädels sich heutzutage schon sehr jung unters Messer legen (oder es planen), um ihren Körper "optimieren" zu lassen. Wahrscheinlich ist es gut, dass das damals für junge Minimal- bis Normalverdiener*innen noch nicht machbar war. Wer weiß, was mir alles eingefallen wäre an Blödheiten...
Gut, jetzt weiß ich also dank deiner tollen Bechreibungen u.a., dass ich quasi einen "A-Linien-Hintern" habe 😉 - ursprünglich hätte ich meine Figur aber eher in Richtung X gedeutet, denn meine Schultern sind meiner Meinung nach nicht schmal bzw. mein Oberkörper nicht zart. Aber ich bin keine Expertin - deshalb würd's mich interessieren, welche Form mein Körper deiner Meinung nach am ehesten aufweist...
Alles Gute, liebe Drückers und eine angenehme neue Woche für dich ❄️☃️,
Traude
https://rostrose.blogspot.com/2026/01/reisebericht-2025-drei-parks-am.html
Liebe Traude,
Löschenda hast du aber auch ein ganz schönes "Päckchen" an eigenen Erfahrungen mitgebracht! Und dann noch die Bemerkungen und Vorlieben deines Bruders, oh weh.
und ich denke, wenn man all die Erfahrungen von Mädchen und jungen Frauen diesbezüglich zusammenfassen würde, würde das ganze Bibliotheken füllen...
Zu meinem großen Bedauern hat sich da leider wenig geändert. Aber darüber zu reden würde ebenfalls Bibliotheken füllen... :-)))
Ein wenig Geduld noch, Traude. Es gibt noch einige weitere "Buchstaben"... nein, ich seh dich auch eher als X als als A... trotzdem kannst du es dir leisten, auch oben "Radau" zu machen, wie der A-Figurtyp.
Dir auch alles Liebe und herzliche Drücker! <3
Maren
Oh nee, komm, Maren,
AntwortenLöschenauch wenn ich mich mit meinem Allerwertesten voll in die Brennesseln setze, du hast jetzt nicht die KI um Unterstützung gebeten?!?
Maren!!, die MI (= Maren Intelligenz) les ich ja wohl tausendmal lieber als die KI. 😊
Echte Menschen,echte Aussagen. :-)
Ähh, was ich jetzt vom Figurtyp bin , weiß ich nicht, A eher nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass viele in ihrer Jugend richtig gehänselt worden sind. Bohnenstange, Fetti, usw. das will man nicht hören, egal, wie alt man ist.
Also, stay cool, MI,
liebe Grüße,
Claudia
Übrigens, die Dame mit den weißen Haaren und dem blauen Outfit, die ist ja wohl der Hammer!!
Nein, das hab ich nicht. Ich hab einzelne Passagen und Sätze von der KI korrigieren lassen, um mich nicht mit Formulierungen aufzuhalten. Mir war in dem Fall der Inhalt wichtiger. Ich wollte auch alles wertschätzend rüberbringen, und das ist gerade bei diesem Thema ziemlich heikel, finde ich.
LöschenIch bin übrigens früher (wie du offensichtlich auch nicht) nie gehänselt worden - zumindest nicht wegen meiner Figur. Dafür hatte ich ne Zahnspange... Aber ich hab's bei anderen live und in Farbe miterlebt. Auch heute noch bei meinen Kids...
Liebe Grüße,
Maren
Huch, so funktioniert Verdrängung! Hab gerade nochmal nachgedacht... doch, natürlich wurde ich gehänselt, in der Grundschule, weil ich anderen offensichtlich zu dick war :-)))) Später als Teeny wuchs sich das aus...
LöschenEntschuldigung, liebe Maren, ich wollte dir nicht zu nahetreten. Danke für deine Erklärung! :-)
LöschenVerdrängung ist was wunderbares, ( zu manchen Zeiten), aber wenn das Verdrängte dann hoch kommt, dann ist es gar nicht mehr wunderbar.
Ich bin als Kind nicht viel gehänselt worden, nur einmal auf einer Klassenfahrt, das weiß ich noch bis heute.
Wir waren kegeln, ich war keine Sportskanone und hab natürlich nicht richtig gezielt. Dann sagte einer, bezugnehmend auf meinen damaligen Nachnamen, naja, bei der Strudelfigur. Das war nicht nett und hat gesessen. War aber das einzige Mal, an das ich mich erinnere.
Die Hänseleien im Familienkreis waren viel schlimmer und taten mehr weh.
Ich hatte auch eine Zahnspange. Meiner Mutter ( !!! ) sind immer heftige Bemerkungen dazu eingefallen, bis mein Opa dann mal sagte. "Lass das Kind in Ruhe, sie hat wenigstens noch ihre eigenen Zähne."
Du siehst, wie lange man sich an so was erinnert, obwohl so lange zurück.
Nix für ungut,
liebe winterliche Grüße,
Claudia
Schmarrn, liebe Claudia, alles gut, du bist mir nicht zu nahe getreten. Und wenn's mal so wäre: tritt mir ruhig auf die Füße, das ist manchmal nicht schlecht ;-DDDD
LöschenIch steh voll auf Verdrängung, für alles andere bin ich zu alt! :-DDD
Ja, solche "Nettigkeiten" vergisst man leider oft nie, das ist wohl war...! :-(
Alles gut,
liebe winterliche Grüße,
ab und zu schneit's hier mal, das liebe ich ja!
Maren
Sehr schön dargestellt und beschrieben liebe Maren. Die Illustrationen sind anschaulich und verdeutlichen die Unterschiede. Ich weiß nicht, warum sich Frauen seit jeher getrieben fühlen, permanent Selbstoptimierung zu betreiben. Natürlich sind kleine Helferlein immer willkommen. Aber so drastrische Eingriffe finde ich schon krass.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sabine
Vielen Dank, liebe Sabine. Ich glaub, das ist ein menschliches Ding mit der Selbstoptimierung, auch Männer sind ja davor nicht gefeit, und bis zu einem gewissen Grad kann ich es auch verstehen, eben wenn's drum geht, mir SELBST zu gefallen.
LöschenLiebe Grüße
Maren